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Ein Stilleben: die Pinsel des Malers

Bei dieser Fotografie habe ich mich an einem Stillleben versucht: Eine alte Blechdose mit verschiedenen Pinseln. Beleuchtet wurde einmal von der Seite sowie der Hintergrund.

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In diesem Beitrag möchte ich ein recht einfaches Lichtset demonstrieren: Mittels zwei Blitzgeräten konnte ich ein schönes Stillleben – die Pinsel eines Malers in einer alten Blechdose – sehr schön ausleuchten. Ich nutzte hierzu zum einen meinen Metz-Stabblitz mit einem Schirm als Hauptlicht sowie zum anderen meinen Yongnuo mit Streuaufsatz als Hintergrundbeleuchtung. Hier zunächst das Bild:

Fotografie: ein Stillleben

Foto eines Stilllebens

Für diese Aufnahme nutzte ich meine alte 6×6-Kamera (eine „Pentacon Six“) sowie den Kodak-Tri-X-Film, den ich später im Entwickler „Kodak Xtol“ entwickelte. Die Kamera positionierte ich auf einem Stativ. So, und nun ging es darum, sich ein gutes Lichtset zu überlegen. Ich hatte mich für ein weiches Hauptlicht entschieden. Im Nachhinein betrachtet hätte ich aber vielleicht auch mit hartem Blitzlicht experimentieren sollen (zumindest Variation / Mischlicht probieren können). Denn so hätte ich wahrscheinlich die einzelnen Haare der Pinsel besser bzw. kontrastreicher zur Geltung bringen können, ähnlich wie man es ja auch bei Portraits handhabt. Wie auch immer: Ich positionierte meinen Metz-Blitz mit der Schiene auf ein weiteres Stativ und spannte einen Diffusorschirm auf. Dieser Schirm hat im Vergleich zum Motiv eine relativ große Fläche. Und genau aus diesem Grund erhalte ich ein sehr weiches Licht.

Je größer die Lichtfläche im Verhältnis zur Größe des Motivs, desto weicher ist der Lichtcharakter der Leuchte.

Durch das weiche Licht erreiche ich einen sehr schönen weichen Schattenwurf der Dose. Deren Schatten sollte natürlich nicht zu dominant sein sondern kaum auffallen. Nun folgt eine Beschreibung des Lichtsets:

Das Lichtset des Stillleben

Lichtaufbau / Lichtset

Das Blitzgerät hatte ich mit einem Funkauslöser-Set mit der Kamera gekoppelt. Bitte beachten Sie: Das fertige Foto hatte ich nachträglich in der Bildbearbeitung aus ästhetischen Gründen gespiegelt. Nicht, dass es zur Verwirrung bezüglich der Lichtrichtung kommt.

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Mein Stillleben weist eine klare Lichtrichtung auf. Dies ist nur so gewollt! So erhalte ich eine charakteristische Darstellung dieser Malerutensilien. Hätte sich gleich links neben der Dose eine weiße Wand befunden, so wäre das Blitzlicht von rechts zu sehr daran reflektiert- bzw. wäre die Dose zu sehr von links aufgehellt worden. Hier hätte man sich mit einem schwarzen Karton zum abschatten behelfen können. Aber das brauchte ich nicht: das Licht entsprach meinen Vorstellungen.

Nun kommt aber noch ein zweites Blitzgerät ins Spiel! Es geht um den Hintergrund. Jener sollte leicht aufgehellt werden und zwar so, dass sich diese Aufhellung genau hinter dem eigentlichen Motiv befindet, damit es besser wirkt. Ich bediene mich hierbei natürlich an der Malerei. In alten Gemälden handhabt man dies ja oftmals ähnlich. Als Beleuchtung für den Hintergrund diente mir mein treuer Yongnuo-Strobistenblitz. Damit das Licht an der Holzplatte besser gestreut wird, nutze ich zusätzlich noch einen Universal-Diffusor, den man einfach über den Blitz stülpt:

Diffusor-Aufsatz auf Hintergrundbeleuchtung

ein Produktfoto einer alten Schreibmaschine

Lesen Sie auch meinen Artikel über einfach gemachte Produktfotos!

Der Yongnuo hat einen schönen Standfuß. So konnte ich den Blitz einfach auf eine Erhöhung stellen. Ferner hat dieses Blitzgerät eine eingebaute Servozelle! Prima – so kann ich ihn ganz einfach parallel mit der Hauptlichtquelle zünden lassen. Ich benötige keinen zweiten Funkempfänger oder eine extra Servozelle.

Alles im allen ist mir da doch ein schönes Stillleben gelungen. Ich wollte bewusst diese Holzplatte als Hintergrund haben. Es sollte nicht so „zurecht gemacht“ aussehen sondern eben nach Werkstatt, nach Atelier. Es soll ein eher sachliches Stillleben sein.

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Artikeldatum: 15.03.2014 / letzte Änderung: 27.01.2015

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leider noch keine Anmerkungen

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus auch ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.





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