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Portrait: Kleine Videothek mit 5 in 1 Reflektor

Hier zeige ich eine meiner Fotografien, bei deren Aufnahme ein Blitz unabkömmlich war. Es zeigt einen Freund in der eigenen „Videothek“. Das Licht schickte ich durch einen großen Diffusor, welcher es so sehr schön weich machte.

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Ein Freund von mir ist ein großer Film-Fan und besitzt eine entsprechende Sammlung an Filmen. Sein „Steckenpferd“ ist dazu das Sammeln von Filmen auf VHS-Kassetten. So hat er sich im Keller eine eigene kleine „Videothek eingerichtet. Ich wollte ihn schon immer einmal dort fotografieren, was ich dann schließlich auch gemacht hatte:

Ein Portrait mit einem 5 in 1 Reflektor und einem Blitz

Gleich links (gerade so nicht mehr im Bild) befindet sich die Tür zum nächsten Raum. Diese Tür hatte ich ausgehangen (sie geht in Richtung „Videothek“ auf). In den kleinen Raum nebenan schraubte ich auf ein Stativ zwei meiner Regula Variant 740-2 MFD Blitzgeräte mit Blick in Richtung Person. Warum zwei davon? Ich brauchte Leistung, da ich wegen der Schärfentiefe stark abblenden musste. Ein zusätzliches Blitzgerät gleicher Leistung bringt genau eine Blende Lichtgewinn. In den Türrahmen hatte ich einen 5 in 1 Reflektor eingespannt. Ich nutzte nur den transparenten Innenteil des Reflektors – Ich hatte ihn also als Diffusor vor die beiden Blitzlichter. Dadurch  verwandelte sich das harte Licht der Blitzlichter in ein großflächiges (ca. 1,10 m Durchmesser), weiches Licht von der Seite. Die Verbindung zwischen Blitzgeräten und Kamera stellte ein einfaches Funkauslöser-Set dar.

*Für wenig Geld bekommt man bereits ein sehr brauchbares Faltreflektor-Set mit dem Umfang von 110 cm. Bei Amazon. Den Innenteil (ein Diffusor) nutze ich bevorzugt als kompakte Alternative zu einer Softbox.

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Der kleine Kellerraum hat kaum helle Wände – er ist ja auch völlig zugestellt. Selbst die Decke war holzvertäfelt. Was bedeutet dies für das Licht? Die klare Lichtrichtung von Links wird weiterhin beibehalten. Es wird wenig aufgehellt, da ja auf der rechten Seite kaum helle Flächen zum Aufhellen vorhanden sind. So ein Licht ist für ein solches Charakter-Portrait gut geeignet. Man muss nur aufpassen, dass einem die Schatten nicht zulaufen: Die schwarze Hose verliert rechts etwas Schattenzeichnung. Ich ärgere mich etwas, dass ich an dieser Stelle im Regal nicht ein paar weiße Videokasetten platziert hatte – als kleine, unscheinbare Aufheller für diesen Bereich.
Ansonsten ist es ein schönes Portrait geworden und zwar mit sehr geringem Lichtaufwand (eine Leuchtquelle mit 5-in-1-Diffusor / Reflektor davor).

Für die, die sich dafür interessieren: Das Bild wurde mit einer „analogen“ 6×6-Mittelformatkamera und einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen. Film war ein Kodak Tri-X in Kodak X-Tol entwickelt.

Artikeldatum: 13.10.2013 / letzte Änderung: 9.05.2017

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Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus auch ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.





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