ein Blog rund um Blitzgeräte und Kunstlicht mit vielen Tipps und Anleitungen

Gemälde fotografieren mit und ohne Blitz

Sie suchen einen Fotografen, welcher Ihre Malereien professionell fotografiert? Diesen Service biete ich im Raum Leipzig oder mittels Postversand der Originale an: Reproduktionsfotograf.de. Auf dieser Internetseite erhalten Sie einen Einblick in die jeweiligen Preise und können sich weitere Referenzen ansehen. Wenn Sie es selbst einmal versuchen möchten, lesen Sie hier weiter:

In diesem Artikel möchte ich konkret demonstrieren, wie man Gemälde recht einfach fotografieren kann. Bei einer solchen Reproduktion ist es wichtig, dass es weder zu Spiegelungen noch zu Randlichtabfall kommt.

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Hinweis: Es ist meiner Erfahrung nach schlecht möglich, Gemälde ohne zusätzliches Blitzlicht abzufotografieren. Am Ende dieses Artikels gibt es einen kurzen Erfahrungsbericht, wie es dennoch möglich sein kann: klick. Primär gehe ich jedoch auf die Möglichkeiten via eigenem Kunstlicht ein.

Jüngst hatte ich eine Auftragsarbeit an der Angel: Es ging um das Anfertigen von Reproduktionen („Repros“) von Ölgemälden. Der Künstler hatte selbst bereits versucht, seine Ölbilder bzw. Gemälde zu fotografieren. Jedoch gab es hierbei Probleme. Er nutzte zur Beleuchtung das Licht eines großen Atelierfensters. Das Haus, in welchem er sein Atelier hat, ist ein sehr altes und jenes wurde bereits schon für Ateliers gebaut. Worauf ich hinaus möchte: Diese Fenster sind nach Norden ausgerichtet, denn aus dieser Himmelsrichtung gelang kaum direktes Sonnenlicht in die Räume – Man hat somit bereits ein schönes, diffuses Licht, auch wenn sich keine Wolken (als Diffusor) vor der Sonne befinden. Gerade gute Fotografen schätzen ein solches, weiches, Licht ja ungemein.

Nun hingen da die Ölgemälde und sollten abfotografiert werden. Durch dieses Licht gab es aber zwei Probleme:

Probleme beim Abfotografieren von Bildern

  1. Das seitlich einfallende Licht verliert sich in dessen Intensität bereits auf dem Bild selbst: Der zum Beispiel rechte Bereich ist heller abgebildet als der linke.
  2. Das Licht sorgt für Spiegelungen auf der Ölfarbe. Gerade bei äußerst dick aufgetragener Farbe, also bei dreidimensionalen Arbeiten, lassen sich Spiegelungen schlecht vermeiden.

Ich arbeite gerade bei Reproduktionen nur mit Blitzlicht

In diesem Artikel demonstriere ich kurz, wie man derlei Gemälde ziemlich gut abfotografieren kann.

ein Ölgemälde abfotografiert

Bei diesem, doch recht seltsamen, Ölgemälde stimmt meiner Meinung nach alles: Beurteilen wir diese Reproduktion:

Zunächst muss das Licht schräg auf das Bild einfallen, damit es keine Spiegelungen des Blitzes selber gibt. Hierzu stellte ich das Blitzgerät auf ein Stativ und entfesselte es via Funkauslöser. Damit es aber keinen Lichtabfall gibt, muss man eine zweite, gleiche Lichtquelle genau gegenübergesetzt installieren! Alternative: Man stellt die (alleinige) Lichtquelle sehr weit vom Bild weg! Dadurch kompensiert man nämlich den Lichtabfall. Jedoch funktioniert dies nur in sehr großen Räumen! Das Phänomen dahinter (Lichtabfall einer Leuchtquelle) beschreibe ich in diesem Artikel.

Weiterhin ist zu erwähnen, dass ein solches Bild unbedingt eine spätere Bildbearbeitung am Computer durchlaufen muss: Kontraste müssen (wieder) erhöht werden, Lichtabfall muss gemindert werden.

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Stark spiegelnde Motive

Insbesondere bei Gemälden, die stark glänzen, muss das Licht zwingend von der Seite kommen. Wir hatten auch Bilder mit z. B. Glitzerfolie. Hier kann man den Blitz keinesfalls auf der Kamera selbst lassen. Man muss ihn entfesseln. Denn bei der Technik des Blitzens gilt: Enfallswinkel = Ausfallswinkel. Kann man weniger spiegelnde Oberflächen mittels Polfilter ausblenden, so gibt es hierbei bei einer direkt aus Kameraposition scheinende Softbox bei z. B. Bildern hinter Glas immer noch Spiegelungen. Hier muss das Licht schräg einfallen:

Spiegelungen vermeiden

Dieses Bild befindet sich in einem Rahmen hinter Glas. Dadurch, dass ich das Blitzgerät nun entfesselt hatte bzw. dadurch, dass dessen Licht nun etwas schräg am Objektiv vorbei ging, hatte ich keine Reflexionen mehr auf dem Foto.

Spiegelungen beim Amfotografieren von Bildern

Ein weiteres Beispiel: Hier bei diesem Bild ist die Ölfarbe sehr dick aufgetragen worden. Beim ersten Gemälde links ist deutlich eine Spiegelung zu sehen.

*"Das Blitz-Kochbuch" ist ein moderner und reich bebilderter Leitfaden für den Fotografen, welcher sich kreativ mit Blitzlicht auseinander setzen möchte - und dies mit einfachen und kompakten Aufsteckblitzen. Auf Amazon kann man einen Blick ins Buch werfen.

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Also tat ich Folgendes: Ich nahm das Blitzgerät von der Kamera ab und schraubte es auf ein Stativ. Ich entfesselte es also. Dieses Stativ mit dem Blitz obenauf stellte ich etwas versetzt von der Kamera auf. Ich stellte es auch etwas (ca. einen Meter) hinter der Kamera auf, um durch die erhöhte Entfernung einen partiellen Lichtverlust zu umgehen.
Durch den nun zusätzlich schrägen Lichtwinkel umging ich gekonnt das Spiegeln des Blitzlichtes im Motiv selbst.

Einen Nachteil hat hier aber die entfesselte Methode, und zwar bei doch recht großen Motiven: Tritt Licht seitlich versetzt ein, verliert es eventuell über dem gesamten Motiv an Intensität („Randlichtabfall“), was bei kleinen Bildern allein durch das möglichst weite Entfernen der Leuchtquelle (siehe oberes Beispielbild) verhindert werden kann. So kann es bei größeren Motiven vorkommen, dass der Bereich, welcher am weitesten vom Blitz entfernt ist, etwas dunkler abgebildet wird. Um diesen Lichtabfall zu verhindern, setzt man einfach zwei Blitzgeräte gleichzeitig ein. Dies ist die typische „Repro-Einrichtung“, die man seit jeher einsetzt:

Zwei Blitzgeräte um Helligkeitsverlust zu kompensieren

Betrachten wir uns dieses Foto:

zwei Blitzgeräte gleichzeitig

Dies ist eine dreidimensionale, ziemlich große Arbeit, des Künstler Daniel Homann. Von ihm sind auch fast alle anderen Arbeiten, deren Fotos in diesem Beitrag gezeigt werden.

Um diese Aufnahme zu machen, stellte ich jeweils ein Blitzgerät auf einem Stativ links bzw. rechts daneben. Die Leuchtquellen sollten hierbei möglichst gleich stark sein.

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Wie löse ich zwei Blitzgeräte gleichzeitig aus?

Ich arbeite hier einfach mit Funkempfängern. Ich nutze die Yongnuo YN560 IV Blitzgeräte. Diese besitzen je einen eingebauten Funkempfänger. Auf die Kamera wird einfach ein kleiner Sender in den Blitzfuß gesteckt. Fertig. Man kann mehrere Blitzgeräte aber auch per Blitzkabel oder Servozelle auslösen. Ich bevorzuge die Funklösung: Keine „Stolperfallen“, keine Wackelkontakte, absolute Zuverlässigkeit. So ist professionelles Arbeiten garantiert.

Das Umgebungslicht aussperren

Es ist nicht unwichtig, dass beim Abfotografieren möglichst nur das Licht des / der Blitzgeräte(s) genutzt wird. Um das „vagabundierende“ Umgebungslicht auszusperren, blitze ich einfach mit der maximal schnellen Blitzsynchronzeit im manuellen Modus. Bei meiner Kamera ist dies die 1/250 Sekunde. Schneller brauche ich ohnehin nicht blitzen, denn die Abbrennzeit meiner Blitzgeräte (Dauer der Lichtabgabe) ist ebenfalls ca. 1/250 Sekunde kurz, wenn diese bei maximaler Leistung arbeiten. Würde ich eine noch kürzere Verschlusszeit an der Kamera einstellen, würde ich folglich nicht die gesamte Lichtabgabe der Blitzgeräte „aufzeichnen“ / nutzen.

Repro-Licht

Hier sehen Sie, wie ich bei diesem Lichtset zwei Blitzgeräte, je eines links und eines rechts, positionierte, um Lichtabfall bzw. eine einseitige Lichtführung zu vermeiden.

Diese Arbeit besaß eine Besonderheit: Sie besteht aus gewölbten und geknicktem Papier. Sie war also dreidimensional, was nicht (von vorne) platt geblitzt werden sollte! Demzufolge konnte ich hier kein frontales Licht einsetzen (denn damit wären ja jegliche Schattierungen stark verloren gegangen). Stattdessen kam hier das Licht, wie man sehen kann, von beiden Seiten. Eines der beiden Blitzgeräte musste ich jedoch manuell einen Tick schwächer einstellen, damit es nicht zu viel aufhellen konnte bzw. damit entsprechende Wölbungen und Knicke visuell nicht untergehen konnten. Natürlich bekam ich somit einen leichten Helligkeitsabfall mit auf das Bild, was ich später am Computer in der „Postproduktion“ via Photoshop jedoch leicht korrigieren konnte.

Sie sehen: Oft ist eine individuelle Lichtführung wichtig, damit bestimmte Merkmale von Kunstwerken beim Abfotografieren nicht untergehen. Dies muss vorher analysiert- bzw. bedacht werden. Da hilft keine noch so moderne, teure und intelligente Kamera.

*Selbst solche simplen Funkauslöser für den Preis eines Kinobesuches das Set (bei Amazon) sind bereits ausreichend, den Blitz zu entfesseln, sofern man nicht gerade durch dicke Wände oder über sehr weite Entfernungen auslösen muss. Auf eine TTL-Funktion muss man verzichten - aber diese wird beim manuellen Blitzen ja ohnehin deaktiviert. Ich nutze solche simplen Auslöser ohne Probleme.

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Schlagschatten

Auf ein Problem möchte ich noch eingehen. Nackte Blitzgeräte bilden ein punktuelles Licht. Dieses Licht ist „hart“. Insbesondere an Bilderrahmen bilden sich dann tiefe Kernschatten. Man kann diese Schatten weicher gestalten, indem man einfach einen Blitzschirm vor dem Blitz installiert. Jener macht das Licht viel weicher.

Jedoch: Gerade bei Gemälden ist das Sichtbarmachen eines Pinselduktus nicht ganz Unwichtig. Mit einem absolut weichen Licht würde man derlei Strukturen womöglich nicht genügend abbilden (Kanten werden abgeschwächt; lokaler Kontrast gemindert). Hier muss man experimentieren und individuell arbeiten: Jedes Motiv bedarf eines anderen Lichtarrangements.

Setzt man jedoch zwei (versetzt stehende) Blitzgeräte gleichzeitig ein, ergibt sich auch dadurch eine Aufhellwirkung. Hier sind Softboxen oder Blitzschirme nicht erforderlich. Nachteil hierbei allerdings: Es bilden sich (unlogische) Doppelschatten. Die alles betrifft aber lediglich den Bereich außerhalb des Bildes (Rahmen).

Es geht auch anders: Ohne Blitz das Raumlicht nutzen

Zum Schluss noch ein weiteres abfotografiertes Gemälde:

[wegen Copyright-Fragen derzeit leider entfernt]

Bei diesem Foto hatte ich gar kein Blitzgerät verwendet. Dies war aber auch ein Atelier, bei welchem bereits ein sehr günstiges Raumlicht vorhanden war: Oben im Atelier befanden sich Lampen mit Neonröhren. Diese Lampen waren jedoch nach oben hin zur Decke gerichtet und nicht nach unten. Dies bewirkte das selbe, was ein indirekter Blitz macht: Das Licht streuen. So ergab sich ein fast ideales Rundumlicht im Raum, völlig diffus und sehr gut geeignet zum Abfotografieren von Gemälden. Denn hierdurch gibt es fast gar keine Schatten und harte sowieso nicht. Offensichtliche Spiegelungen treten hierbei nicht auf. Alles ist einigermaßen gleich ausgeleuchtet. Fast: Denn das Licht kam primär von oben. Das Gemälde hing an der Wand. Ich musste unterhalb des Bildes auf dem Fußboden einen Aufheller platzieren. Ansonsten wäre der untere Teil der Leinwand auffallend dunkler geraten als deren oberer Bereich (nochmal: das Licht kam von oben). Als Aufheller nutzte ich meinen Pop-Up-Reflektor. Dieses Werkzeug kostet wenig Geld, hilft einem aber in vielen Lebenslagen beim Fotografieren aus der Klemme. Ich positionierte den Aufheller unterhalb des Gemäldes etwas schräg angewinkelt, damit jener das Licht von oben wieder zurück zum unteren Teil des Bildes „werfen“ konnte. Betrachten wir ein Gemälde, blendet das Gehirn derlei Effekte (ungleichmäßig auftretendes Licht, Spiegelungen, Schatten) automatisch aus. Auf einer Fotografie davon wird dies jedoch viel offensichtlicher, dass beim Abfotografieren penibel darauf geachtet werden sollte.

Bei einer solchen Aufnahme mit völlig gestreutem Umgebungslicht sind die Farben nicht so sehr satt und kräftig wiedergegeben. Jedoch ist dies in diesem Umfang noch völlig vertretbar und kommt dem natürlichen Sehen sehr gleich. Mittels späterer Bildbearbeitung lässt sich der Kontrast noch (leicht!) erhöhen.

*Starker, manueller Blitz: Der Yongnuo YN-560 Mark IV ist ein moderner Blitz höherer Leistung (Leitzahl 56 bei ISO 100 / Zoom 105 mm), frei (und sehr fein) regelbarem manuellen Modus im Bereich von 8 Blendenstufen, Zoom-Kopf und bereits integriertem Funkempfänger und -Sender sowie Slave-Zelle zum gewohnt günstigen Preis auf Amazon.

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Stativ und manueller Weißabgleich

Es ist klar: Das Raumlicht ist in seiner Intensität viel schwächer als meine Blitzgeräte. Folglich war ich gerade hier auf ein Stativ angewiesen: Ich musste eine ganze Sekunde lang belichten, damit ich bei ISO 100 und bei Blende 8 das Histogramm der Kamera gerade so ausreizen konnte bzw. dass es gerade so nicht zur Überbelichtung der weißen Wand kam. Um Verwackelungen zu vermeiden, musste die Kamera auf einem Stativ platziert werden. Ich nutze bei solchen Situationen den Selbstauslöser der Kamera oder aber auch einen Fernauslöser. Der Selbstauslöser tut es aber auch, um Verwackelungen durch das Betätigen des Auslösers zu vermeiden.

Ferner musste zunächst unbedingt ein entsprechender Weißabgleich vorgenommen werden! Denn im Gegensatz zum Blitzlicht war die Farbe der Neonlampen natürlich nicht reinweiß! Auch hier blendet unser Gehirn beim Betrachten einen solchen Farbstich aus, welcher beim Abfotografieren jedoch deutlich sichtbar sein wird. Das kann man natürlich bei der Aufnahme berücksichtigen: Ich zoomte zunächst nur auf die weiße Wand und fertigte einen manuellen Weißabgleich an. So hatte ich einen perfekten Abgleich für völlig neutrale Farben erreicht. Eventuell reicht hier auch das Auto-Programm „Neonröhren“ der Kamera (wenn vorhanden). Wer bei einem solchen Licht wirklich neutrale Farben haben möchte, muss den Weißabgleich manuell vornehmen. Wie dies mit Ihrem Fotoapparat funktioniert, entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung. Hätte ich keinen Abgleich vorgenommen bzw. hätte ich meine Kamera nicht auf das Umgebungslicht kalibriert, hätte das Foto vom Gemälde einen deutlichen Grünstich (denn Neonröhren leuchten eigentlich mit einer Tendenz zu Grün).

Oberflächenstruktur bewahren

Das Einsetzen einer (weichen!) Lichtquelle direkt aus der Objektivebene aus hat einen ganz besonderen Vorteil: Alles wird gleichmäßig ausgeleuchtet. Bei vielen Arbeiten, die ich bisher vor der Linse hatte, ist dies kein Problem. Bei einigen – insbesonders dreidimensionalen – ist eine solche Lichtsetzung durchaus mit Vorsicht zu genießen. Schauen Sie mal her:

Available Light Fotografie

Hier steht zwar das Blitzgerät direkt neben dem Objektiv, doch ich entschied mich bei einer Arbeit auf Holz entgegen der direkten Beleuchtung! Sie wäre sonst zu flach abgebildet gewesen. Stattdessen nutzte ich einfach das „Available Light“ (das zur Verfügung stehende Licht). Hier, in der Galerie, wird dieses durch Spots an der Decke bereit gestellt. Doch dieses Licht ist äußerst hart! Unser Gehirn blendet so etwas aus. Doch auf einer Fotografie wird ein harter Schatten leider sehr zur Geltung gesetzt. Daher hielt ich beim Fotografieren der Arbeit einen weißen „Blitz-Schirm“ vor die harte Lichtquelle. Hier böte sich auch ein 5-in1-Diffusor an. Plötzlich verwandelten sich die harschen Schatten in sanfte. Hätte es hier keinen Spot gegeben, hätte ich einfach meinen Blitz hinter dem Schirm positioniert. Das Ergebnis: Der Pinselduktus wird durch die schräge Beleuchtung ausreichend betont! Mikrokontraste werden nicht „weggeleuchtet“.

*Ein solch einfaches Set aus Blitzschirm, Stativ und Blitzhalterung bekommt man mittlerweile bereits für den Preis eines Restaurantbesuches zum Beispiel bei Amazon.

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Nachteil: Es wird auf der Fotografie ein deutlicher Lichtabfall sichtbar sein! Diesem muss man später via Photoshop entgegen wirken. Gut, dies erfordert ein Wissen in der Bildbearbeitung, auf das ich in diesem Artikel nicht eingehen möchte. Einen hierdurch entstehenden Schlagschatten kann man jedoch kaum mehr „wegzaubern“. Besser wäre es bei der Aufnahme noch gewesen, einen Aufheller gegenüber zu positionieren!

Fazit

Das Anfertigen von Reproduktionen ist keineswegs trivial. Der Teufel sitzt im Detail: Befindet sich das Objekt hinter Glas? Muss Oberflächenstruktur betont werden? Ist die Arbeit dreidimensional? Immer bedarf es ein anderes Licht und nicht selten eine entsprechende digitale Postproduktion, zumindest, wenn kein manueller Weißabgleich gesetzt wurde.

Bei dreidimensionalen, größeren Arbeiten benötige ich dann zwei Blitzgeräte, die ich links und rechts neben der Arbeit positioniere (auf Stativen) und mittels einem Funkauslöser-System entfessele. In manchen Räumen ist jedoch das vorhandene Licht bereits sehr gut zum Abfotografieren von Gemälden geeignet! Dies kommt aber selten vor. Hierbei handelt es sich um sehr hohe Räume und deren Lampen sind zur Decke gerichtet, um das Licht schön zu streuen. Um Lichtabfall zu vermeiden, muss man dann auf dem Boden einen Reflektor / Aufheller platzieren. Dies kann im einfachsten Fall ein weißes Bettlaken sein, besser wäre z. B. eine silberne Rettungsdecke und am besten ist, man nennt einen richtigen Foto-Reflektor sein eigen. Kommt das Licht z. B. von links (großes Fenster) muss besagter Aufheller rechterhand platziert werden. Um Oberflächenstruktur (Pinselduktus) zu betonen, muss zwingend schräg beleuchtet werden und der Lichtabfall später via Bildbearbeitung kompensiert werden.

Eines geht hierbei jedoch nur selten gut: Einfach aus der Hand mit der Automatik der Kamera ein Foto vom Gemälde machen. Dies geht eigentlich immer schief.

Artikeldatum: 25.07.2015 / letzte Änderung: 29.04.2016

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

leider noch keine Anmerkungen

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus auch ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.





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