ein Blog rund um Blitzgeräte und Kunstlicht mit vielen Tipps und Anleitungen

Meine einfachen Funkauslöser zum entfesselt Blitzen

Früher nutzte ich hierfür ein einfaches Kabel. Mittlerweile bekommt man aber für knapp 15 € bereits brauchbare Funkempfänger für den Blitz. Ein solches Set möchte ich hier vorstellen.

Werbung


Funkauslöser für den Blitz
Mit solchen simplen Funkauslösern für wenig Geld kommt man schon recht weit.

Es gibt solche Blitzauslöser (auch „Trigger“ genannt) mittlerweile in den unterschiedlichsten Preisklassen. Momentan spare ich etwas für einen Yongnuo Funkauslöser, denn mein neuer Yongnuo-Blitz hat bereits einen Funkempfänger eingebaut. Seit vielen Monaten arbeite ich aber recht zufrieden mit den günstigsten Funkempfängern, die man bekommen kann – vorzugsweise über Amazon oder Ebay. Die Dinger werden unter verschiedenen Namen gelabelt (B.I.G., Cactus, …) und ich habe für meine knapp 15 Euro bezahlt. Entgegen anderen Meinungen im Netz bin ich selbst aber recht zufrieden mit den Dingern! Auf eine Sache muss man nur achten: Die Batterie des Senders hält nicht so lange, wie der Hersteller verspricht (mehrere tausende Auslösungen). Ich dachte einmal, mein China-Trigger-Set wäre nun hinüber. Dabei war die 12V-Batterie nur leer. Achja, ein TTL-Signal übertragen diese Trigger natürlich zu dem Preis nicht. Aber als Strobist benötige ich so eine Automatik ohnehin nicht 😉

Starker, manueller Blitz: Der Yongnuo YN-560 Mark IV ist ein moderner Blitz höherer Leistung (Leitzahl 56 bei ISO 100 / Zoom 105 mm), frei (und sehr fein) regelbarem manuellen Modus im Bereich von 8 Blendenstufen, Zoom-Kopf und bereits integriertem Funkempfänger und -Sender sowie Slave-Zelle zum günstigsten Preis auf Amazon.

Anzeige

Reichweite

Ich entfessele meine Blitze stets nur so, dass sie maximal vielleicht sieben Meter von der Kamera entfernt positioniert sind. Die Reichweite der einfachen Funkauslöser beträgt ca. 15 Meter (bei vollen Batterien und freier Sicht). Das reicht mir. Wer durch mehr als eine Wand funken muss, der wird sich etwas anderes suchen müssen.

Zuverlässigkeit

Ich habe bisher eigentlich auch keine Probleme mit Aussetzern gehabt. Auch hier kann ich nicht das bestätigen, was andere schreiben.

Bauformen

Ich habe die Funkauslöser in zwei Bauformen: Einmal wäre da die Variante mit Blitzschuh und Stativanschluss. Hier kann man den Blitz direkt auf den Empfänger schieben und diesen auf ein Stativ schrauben. Diese Variante ist recht praktisch. Allein: Dies ist hier doch eine recht wackelige Angelegenheit! Besser macht sich die andere Variante: Hier befestige ich den Empfänger mit einem Klettband am Blitzgerät. Verbunden ist der Blitzauslöser mit dem Blitzgerät über ein kurzes Synchrokabel:

Blitzauslöser mit Klettband am Blitz

Meinen Metz-Blitz betreibe ich fast nur so auf diese Art. Der Blitzauslöser befindet sich dabei fest am Kopf des Blitzes. Ich habe etwas Klettband sowohl am Kopf als auch am Funkauslöser mit einer Heißklebepistole festgeklebt. Das ist ideal. Man sieht auf dem Foto auch einen weißen Gummi: Der hält das Batteriefach. Hier ist mir nämlich mal die Nase des Deckels abgebrochen. Hier hat man das gleiche Problem wie mit der Fernbedienung von so manchem Fernseher.

Werbung

Batterie

In den Empfängern sitzten jeweils zwei kleine AAA-Batterien. Die gibt es überall zu kaufen. Ich benutze hier Akkus von Eneloop. Im Sender sitzt eine etwas ungewöhnliche Batterie: Eine kleine 12V-Batterie. Zunächst dachte ich, die bekommste doch nur per Internet. Aber diese kleinen 12V-Batterien gibt es im Saturn und sogar im Edeka für vier bis fünf Euro. Kein Problem also. Denn die Sender-Batterie möchte irgendwann ebenfalls ausgewechselt werden.

Batterie (12V) für den Blitzauslöser

Zum Auswechseln der Batterie muss allerdings das Gehäuse auseinander geschraubt werden. Sonst kommt man hier nicht an die Batterie heran.

Kürzeste Synchronzeit

Selbst solche simplen Funkauslöser für den Preis eines Kinobesuches das Set (Amazon) sind bereits ausreichend, den Blitz zu entfesseln, sofern man nicht gerade durch dicke Wände oder über sehr weite Entfernungen auslösen muss. Auf eine TTL-Funktion muss man verzichten - aber diese wird beim manuellen Blitzen ja ohnehin deaktiviert. Ich nutze solche simplen Auslöser seit jeher ohne Probleme.

Anzeige

Die kürzeste Blitz-Synchronzeit beträgt bei meinen No-Name-Funkauslöser mind. 1/250 Sekunde. Das ist schon recht viel. Wer hätte das gedacht? Ich kann die Verschlusszeit beim Blitzen an der Kamera also recht hoch wählen, wenn es der Fotoapparat denn selbst technisch erlaubt. So etwas ist nicht unwichtig für Effekte wie beispielsweise den „Porty-Look„.

Maximale Blitzspannung

Ich arbeite sehr viel mit ziemlich alten Blitzgeräten, die ich manuell bediene. Das Dumme an vielen dieser alten Blitze ist, dass da unten am Fuß eine sehr hohe Spannung anliegen kann, die zwar nicht für den Menschen, wohl aber für manche moderne Kamera gefährlich sein kann. Bei solch billigen Blitzauslösern kann man da schon mal was riskieren – Und siehe da: Bis mindestens 165 Volt gehen die billigen Trigger mit und machen noch keine Mätzchen. Wer hätte das gedacht? Da kann ich schön meine alten Osram- und Agfa-Blitze mit bedienen. Denn die haben echt eine ordentliche Spannung. An meiner Digitalkamera direkt können diese Blitze nicht mehr betrieben werden (die löst dann nämlich nicht aus). Über die Funkempfänger geht’s.

Fazit

RF-602 YongnuoEin bis zwei Stufen besser: die Blitzauslöser von Yongnuo

Zumindest für Leute, die in die Sache mal reinschnuppern wollen und ihre Blitzgeräte ohne Kabelwirrwar und Stolperfallen entfesseln möchten, kann ich diese günstigen Dinger durchaus empfehlen. Ich selbst habe zu dem Preis eigentlich nur Positives erlebt. Sicherheitshalber habe ich aber immer Ersatzbatterien dabei. Die noch einfachere Möglichkeit zum Entfesseln wäre ein simples Blitzkabel.

Hauptsächlich, weil mein Yongnuo 560 „Strobisten-Blitz“ bereits einen Empfänger eingebaut hat, bin ich nun einen Schritt weiter gegangen und habe mir ein Set der original Yongnuo-Funkauslöser gegönnt, welche allerdings ungefähr das dreifache wie diese einfachen kosten. Über die Yongnuo-Auslöser habe ich auch einen eigenen Artikel geschrieben.

Werbung

Artikeldatum: 30.12.2013 / letzte Änderung: 27.01.2016

Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

eine Anmerkung bisher

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Ich bin durchaus auch ein Freund des Dus und freue mich über Kommentare.