ein Blog rund um Blitzgeräte und Kunstlicht mit vielen Tipps und Anleitungen

Starker Kollege: Der Regula Variant 740 2 MFD

Heute möchte ich einen Klassiker vorstellen: Der Regula Variant 740 2 MFD genießt im Kreise der Strobisten einen äußerst guten Ruf. Und tatsächlich ist er ein sehr starkes, manuell regelbares Gerät.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
8 Beispiele den integrierten Blitz der Kamera erfolgreich zu nutzen

Ein Gerät – drei Hüllen

Porst und Carena 400-2 sowie Regula Variant
die drei Versionen

Der 740er Regula existiert in drei Bauformen:

Diese Geräte sind untereinander völlig identisch. Lediglich der Aufdruck der Vorderseite ist ein anderer. Auch das jeweilige Zubehör ist dann anders gelabelt aber natürlich untereinander kompatibel. Innerhalb dieses Artikels bleibe ich aber bei der Bezeichnung „Regula“ und die jeweiligen Angaben gelten genau so für das entsprechende Porst- bzw. Carena-Gerät.

Die 740er Regulas sind die stärksten Blitzgeräte dieser Bauform, die mir bisher je untergekommen sind. Meines Wissens nach findet man auch heute keine stärkeren Systemblitzgeräte auf dem Markt. Moderne Geräte kommen nur mit der Zoom-Möglichkeit auf eine gleiche Leuchtstärke, lassen sich dann aber natürlich nur noch mit leichten Teleobjektiven zum direkten Blitzen einsetzen (die Regulas erreichen aber bereits bei einem leicht weitwinkligen Abstrahlwinkel ihre hohe Leistung).

Allgemeines zum Regula Variant 740 (2) MFD

Regula 740 2 als Carena
Der Regula 740 2 MFD als „Carena MDC 402“ gelabelt.

Mit dem „Regula Variant 740 2 MFD“ haben wir ein äußerst interessantes Gerät vor uns: Erstens ist dieser Blitz verhältnismäßig stark (er ist lediglich ca. eine drittel Blende schwächer als ein 45er Metz Stabblitz) bei recht kompakter Maße. Dann lässt er sich in 5 Leistungsstufen manuell bedienen und sein Kopf ist in fast alle möglichen Positionen drehbar. Und der ganze Spaß kostet per Ebay derzeit so zwischen 10 und 30 Euro.
Nicht zu verwechseln ist er mit der Version „MC“! Diese Version des Blitzes ist einfacher: die manuelle Regelung fehlt ganz (die Leistung ist aber gleich). Leider ist dies auch die Standardausstattung vieler starker und solider Blitzgeräte der 1970er und 1980er Jahre. Viele dieser Geräte lassen sich manuell nur bei Höchstleistung auslösen – nicht aber so beim Regula!

Der manuelle Betrieb

Zur manuellen Regelung von solch alten Blitzgerät im Allgemeinen habe ich einen separaten Artikel geschrieben. Der Regula Variant dient mir dort als Beispiel: manuelles Blitzen. Ferner sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass man am Blitzschuh per Klinkenstecker (2,5 mm) ein Kabel bzw. einen Funksender anstöpseln kann. Das Blitzgerät lässt sich zum einen natürlich mit voller Leistung betreiben. Zum anderen hat man die Möglichkeit, die Lichtleistung in vier Stufen (Blenden) herunter zu schalten, also:

  1. volle Leistung
  2. 1/2 Leistung
  3. 1/4 Leistung
  4. 1/8 Leistung
  5. 1/16 Leistung

Bei einigen meiner Geräte stimmten die Stufen nicht ganz: So lieferte der Blitz bei der Stellung 1/8 nicht ein um 3 Blenden reduziertes Licht, sondern lag etwas daneben (gab mehr Licht ab). Bei meinem aktuell in Gebrauch befindlichen Regula 740-2 MFD sind die Werte aber wiederum korrekt. Ich messe so etwas mit meinem Blitz-Belichtungsmesser. Wer eine absolut sichere / korrekte Lichtdrosselung sucht, sollte sich nach einem per Mikroprozessor regelbaren manuellen Blitz umschauen. Ich empfehle da immer wieder meinen günstigen Yongnuo 560 III (die Dinger kosten neu so um die 55€).

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Die Computer-Automatik

Das Gerät hat auch einen Automatikmodus, bei welchem die richtigige Lichtmenge automatisch geregelt wird. Dies nannte sich früher „Computerblitz“. Auch zu diesem Thema habe ich einen eigenen Artikel verfasst! Und auch hier habe ich den Regula als Beispiel zur Demonstration hergenommen: Der Computerblitz.

Zur Funktion des Wahlschalters für verschiedene Kameras

Rückseite des Regula
Die Rückseite des Blitzes.

Dieser Schalter sorgt bisweilen für Verwirrung: Diese Funktion hat überhaupt nichts mit einer TTL-Funktion zu tun, wie man sie von modernen Blitzgeräten kennt. Eigentlich ist dies nur ein cleverer Schachzug des Herstellers gewesen, dem Kunden eine erhöhte Automatik ganz auf die Kamera zugeschnitten vorzugaukeln. Die Lichtmenge kann aber beim Regula noch nicht durch die Kamera gesteuert werden (so etwas kam erst mit späteren TTL-Blitzen auf).
Wozu soll dieses Kamera-Wahlrad also gut sein? Der Blitz kann mit bestimmten Kameras durchaus „kommunizieren“. Aber was sagen die sich so? Ist der Blitz aufgesteckt, wird bei der Kamera automatisch die vorgesehene Blitzsynchronzeit eingestellt. Ferner kann im Sucher der Kamera ein Symbol aufblinken, wenn der Regula wieder blitzbereit ist. Toll. Für die meisten Kameras hört es hier schon auf.

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Für die Canon A1, AE-1 sowie AE-1 Programm gibt es immerhin noch eine weitere Automatik: Die jeweils am Regula definierte Blende beim Computerblitzbetrieb wird automatisch an die Kamera übertragen bzw. dort eingestellt. Aber für solche Dinge brauchen wir nicht – Wir wollen manuell blitzen!

Die Leitzahl

regula-hinweis
Die „konservative Leitzahl“ ist – wie immer – geringer als die reguläre.

Die Leitzahl des Regula Blitzes ist wirklich hoch: 40 bei einem leicht weitwinkeligen Abstrahlwinkel und bei ISO 100. Wie gesagt, der 45er Metz ist hier nur eine drittel Blende heller (unabhängig vom Abstrahlwinkel, denn die Helligkeit misst man am besten indirekt).
Ein anderer Vergleich: der bekannte Yongnuo YN 560 (III) ist bei gleichem Abstrahlwinkel (35 mm / Vollformat) ca. eine 1/2 Blende schwächer.
Die Leitzahl ist aber so eine Sache: Sie ist nicht mit einer konservativen Messung mit einem Belichtungsmesser gleich zu setzen! Lesen Sie zu diesem Thema auch meinen Artikel: Leitzahl & konservative Messung.

Tabelle auf Blitzgerät
Die Tabelle an meinem Regula (hier zu sehen mit Teleaufsatz)
mF100 ISO (LZ 28)F400 ISO (LZ 56)
0,544 2/388 2/3
122 2/344 2/3
1,51632
211 2/322 2/3
2,51122
38 ½16 ½
3,5816
45.6 2/311 2/3
4,55.6 1/311 1/3
55.611

Die Leitzahl des Regula entspricht nach der konservativen Methode 28 (bei 100 ISO). Um wirklich korrekt manuell ohne Belichtungsmesser belichten zu können, habe ich mir eine kleine Tabelle auf mein Blitzgerät geklebt. Auf der linken Seite sehen Sie diese korrigierte Tabelle auf Basis der Leitzahl 28 (bei 100 ISO) sowie der entsprechenden LZ 56 bei 400 ISO. Sie enthält praktisch genau die gleichen Angaben, auf welche man auch mittels dem Schieber auf der Rückseite des Regula kommt – allerdings freilich um ca. eine 3/4 Blende nach unten korrigiert, um auch einer konservativen Messung gerecht zu werden. Wenn Sie die Tabelle weiter führen möchten bzw. eine solche für ein anderes Blitzgerät (dessen genaue Leitzahl Sie kennen) anfertigen möchten, hilft Ihnen gleich die erste Formel in diesem Artikel weiter. Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen: Sie können durchaus auch mit der regulären Leitzahl von 40 arbeiten. Nur werden Sie sich damit, rechnen Sie manuell, immer knapp an der Unterbelichtung befinden.

Der Zweitreflektor

Der Regula Blitz besitzt einen sogenannten „Zweitreflektor“. Wozu dient dieser? Der zweite, kleinere Blitz dient zum Aufhellen der Augenhöhlen und für das sogenannte „Catchlight“ (Funkeln) in den Augen, wenn indirekt über die Decke geblitzt wird. Denn wenn der Winkel des Lichtes, welches von der Zimmerdecke zurück auf eine Person kommt, zu steil ist, dann liegen deren Augen im Schatten (der Stirn). Mit dem Zweitreflektor kann dieser Bereich aufgehellt werden. Bei Aktivierung des zweiten Reflektors, verliert der Hauptreflektor ca. 1 Blende an Helligkeit. Der zweite, kleinere Blitz ist ca. 3 Blenden dunkler als der Hauptreflektor. Anders ausgedrückt: Nutzt man beide Blitzreflektoren zugleich, teilen sie sich die Energie und der Hauptreflektor läuft nur noch auf ca. 85 %, der kleine Zweitreflektor dementsprechend auf 15 % der Gesamtleistung.

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Jener zweite Reflektor des Regula ist für meinen Geschmack aber zu stark. Ich habe mir hierbei mit etwas dünnem Paketklebeband geholfen, welches ich darüber geklebt habe. Er soll ja lediglich nur eine Aufhell-Wirkung haben und nicht zu dominant wirken. Meiner Erfahrung nach hat dieser auch nur Sinn, wenn man wirklich nah an der Person steht bzw. wenn der Lichtwinkel sehr steil ist. Ist man weiter weg, sieht es besser ohne diesen Aufheller aus. Heute werden meines Wissens nach keine Blitzgeräte mehr mit einem zweiten Reflektor hergestellt. Warum? Weil eine simple „Bounce-Card“ eigentlich genau das gleiche Ergebnis bringt.

Die 740 – 1 Version

Es gab auch eine Version ohne den Zweitreflektor. So ein Gerät hatte ich allerdings noch nicht in den Händen. Vermutlich wird sie vollkommen identisch mit dem „2er“ sein, nur dass eben der zweite Reflektor nicht vorhanden ist. Man sollte also, interessiert man sich für das Gerät, bei Ebay auch nach dem 740-1er suchen. Wichtig: Es muss die MFD-Version sein! Es gibt auch eine jüngere mit TTL-Funktion und eine nur mit Computerblitz. Beide sind nicht manuell bedienbar.

Der Weitwinkelvorsatz

Weitwinkel Vorsatz
Eine Streuscheibe im Weitwinkelvorsatz.

Als Zubehör erhältlich gibt es zunächst einen Adapter für Filter sowie für zwei Weitwinkelstreuscheiben. Ohne eine solche Streuscheibe hat der Lichtkegel des Reflektors einen Winkel von ca. 55°, was gerade so noch dem Winkel eines leichten Weitwinkelobjektives entspricht (35 mm beim Voll- bzw. Kleinbildformat). Vertikal sieht dies freilich enger aus: Hier hat man nur einen Abstrahlwinkel von 48° zur Verfügung.
Es gibt, wie gesagt, zwei Streuscheiben für den Regula: die für ein „normales“ Weitwinkel (entspricht 28 mm im Vollformat) und jene für ein 24 mm-Objektiv (stärkeres Weitwinkel). Die 28er Scheibe schluckt ca. 1/2 Blende Licht. Die 24er Weitwinkelscheibe schluckt bereits ca. eine volle Blende. Eine solche Streuscheibe ist übrigens auch wichtig, wenn man eine ganze Softbox ausleuchten möchte. Man kann sich alternativ aber auch mit einem universellen Diffusor behelfen. Der Halter für die Streuscheiben hat übrigens noch einen zweiten Einschub für Filter.

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Es gab hierfür auch eine Art „Winkelklemme“ mittels welcher hier ein kleiner Reflektor zum indirekten Blitzen direkt auf dem Blitzgerät angebracht werden konnte. Den hatte ich sogar mal, aber das war nichts: die Reflexionsfläche war noch viel zu gering für weiches Licht. Es geht halt nichts über eine schöne Wand, auf die man den Blitzkopf richtet.

Der Telelichtaufsatz

Telelicht Zoom-Aufsatz
Der Tele-Zoom-Aufsatz.

Nein, nicht um’s Teelicht, sondern um das sogenannte „Telelicht“ geht es hier. Dies ist ein „Zoom-Aufsatz“ für den Regula Variant 740 und praktisch genau das Gegenteil von den Streuscheiben: Der Lichtwinkel wird eingeengt. Und wie die Streuscheiben Licht schlucken, gewinnen wir mit dem Zoom-Aufsatz an Leitzahl hinzu! Bei maximaler Stellung (200 mm [Vollformat“]) erreicht man mit dem Telelichtaufsatz einen Gewinn von einer satten Blende! Auch hier gibt es noch einen Einschub, in welchen man einen Filter schieben kann. Über Farbfilter beim Blitzen habe ich übrigens einen eigenen Artikel geschrieben.

Spannung am Blitzschuh

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Dieser Hot-Shoe-Adapter reduziert die hohe Triggerspannung alter Blitzgeräte auf 3 V. Somit sind alle starken und alten Blitzgeräte mit hoher Auslösespannung auch auf modernen und sensiblen Digitalkameras nutzbar. (angegeben bis 60 V)

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Gerade bei alten Blitzgeräten muss man vorsichtig sein: Jene haben oftmals eine sehr hohe Spannung (die sogenannte Triggerspannung) am Blitzschuh angelegt (allerdings mit sehr geringer Stromstärke – ähnlich wie bei einem Zaun für Schafe). Bei meinem Regula Variant hatte ich eine Spannung von ca. 11 Volt gemessen. Das ist medium. Ich hatte aber bisher mit noch keiner einzigen Kamera bzw. mit noch keinem Blitzauslöser Probleme mit dem Gerät. Lesen Sie bei weiterem Interesse auch meinen kleinen Artikel: Hohe Triggerspannung bei alten Blitzgeräten.

Den Blitz noch besser manuell steuern

Tele Zomm Adapter

Noch ein Bild mit dem Tele-Zoom-Adapter.

Folgendes ist nur eine Überlegung – ich habe es nicht ausprobiert: Sowohl der Regula MFD als auch die einfachere MC-Version besitzen einen Anschluss für einen externen Sensor für den Computerblitz-Betrieb. Nun wäre es doch sicherlich möglich, dort statt der externen Lichtzelle einen variablen Widerstand bzw. ein Poti anzuschließen. Diese Computerzelle ist ja im Prinzip nichts anderes als ein variabler Widerstand (der seinen Wert je nach Lichtstärke ändert). So könnte man auch die MC-Version, welche von Haus aus nicht manuell regelbar ist, manuell steuern! Aber wie gesagt: Ich habe es nicht getestet.
Nachtrag: Die Modifikation funktioniert – zumindest an meinem Metz-Stabblitz, bei dem ich die Lichtzelle gegen einen fixen Widerstand ausgetauscht habe. Allerdings geht dann die Computerautomatik verloren, es sei denn man bastelt sich einen Umschalter oder eine externe Lösung via Klinkenstecker.

Der Blitzkabel-Anschluss

Wie alle guten Blitzgeräte besitzt der Regula Variant 740 einen Anschluss für ein einfaches Blitzkabel. Damit lässt sich der Blitz auf einfachste Weise entfesseln. Hierzu ist zunächst ein 2,5 mm Klinkenstecker (Mono d. h. nur zwei Kontakte) erforderlich. Jedoch wackelt ein solcher in der Buchse und hat keinen vernünftigen Halt! Es ist jedoch recht einfach möglich, das Löchlein im Blitzfuß mit einem kleinen, scharfen Kreuzschraubendreher etwas aufzubohren, um ein Blitzkabel mit 3,5 mm Klinkenstecker einzuführen. Ein solcher größerer Stecker hat einen viel besseren Sitz bzw. Halt. Tatsächlich passt der größere Stecker bei mir. Und es kommt so nahezu gar nicht zu einem Wackelkontakt:

Blitzkabel Anschluss

Auf dem linken Bild sehen Sie, wie ich das Löchlein für den Klinkenstecker etwas vergrößert hatte. Auf dem rechten Bild sehen Sie noch eine Besonderheit: Beim Einstecken des Steckers wird der Mittenpin automatisch nach innen geschoben!

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Blitzschuh aus Metall

Alte Kameras (hier eine „Agfa Isolette“) besitzen oft einen Blitzschuh aus reinem Metall. Dadurch, dass der Mittenpin bei eingestecktem Klinkenstecker nach Innen geschoben wird, wird ein ungewolltes Auslösen verhindert.

So lässt sich der Blitz auch auf Zubehörschuhe aus Metall aufsetzen, ohne dass es zu einer Störung (Dauerblitze) kommen kann.

Ferner sehen Sie auf den beiden Fotos, dass ich die anderen Pins entfernt habe. Diese benötige ich nicht. Der Regula 740 (-2) ist ja eh kein TTL-Blitz. Ein 3,5 mm Klinkenstecker hat einen weit besseren Kontakt und Halt. Eine echte Buchse ist nicht vorhanden: Der Stecker schiebt im Innern des Blitzschuhs einfach zwei Kontakte zur Seite (und dadurch den Mittenpin nach oben).

Statt eines reinen Blitzkabels schließe ich auf diese Art externe Funkauslöser (bzw. -Empfänger) an.
Weiterhin sehen Sie auf den beiden obigen Bildern den roten Testauslöser zum manuellen Auslösen des Blitzgerätes.

Kabel am Blitzgerät

eine Smartphone-App

Tipp: Kennen Sie schon diese App für das Smartphone? Sie erspart einem die Rechnerei beim manuellen Blitzen und berücksichtigt zudem das Dosierte Blitzen sowie den Einsatz des Zooms (falls vorhanden).

Noch ein Foto mit einem Blitzkabel.

Technische Daten

Hier gibt es einige technische Daten, die ich aus der Bedienungsanleitung des Regula 740 2 MFD übernommen habe:

Leitzahl bei 100 ISO40
„Blitznachladezeit“ca. 03 bis 10 Sekunden
 Abbrennzeit 1/1000 Sekunde (volle Leistung) – 1/50000 Sekunde (Stufe V)
 Farbtemperatur 5600° Kelvin (also weißes Licht)
 Ausleuchtwinkel 48° vertikal; 55° horizontal
 manuelle Teilenergie 1/2 (-1 Blende); 1/4 (-2 Blenden); 1/8 (-3 Blenden); 1/16 (-4 Blenden)
AnschlüsseStandard-Blitzfuß mit u. a. Mittenkontakt;
2,5 mm Mono-Klinkenbuchse für ein Blitzkabel (aufbohrbar für 3,5 mm Stecker
 Batterien 4 X 1,5 Volt AA (oder eben Akkus)
 Gewicht 300 Gramm (ohne Batterien)
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Hinweis zur Abbrennzeit

Die angegebene Abbrennzeit (Leuchtdauer) von 1/1000 Sekunde bei voller Leistung ist illusorisch. Tatsächlich beträgt sie hierbei (bei 1/1 Leistung) ca. 1/250 Sekunde. Dies lässt sich mit einer Digitalkamera, die einen elektronischen Verschluss besitzt bzw. bei allen Zeiten den Blitz synchronisiert, leicht nachprüfen (bei 1/250 Sekunde sind die Bilder deutlich heller als bereits bei 1/500 Sekunde Verschlusszeit). Das wäre ja auch der Hit gewesen: Eine solch schnelle Abbrennzeit bei solch einer hohen Leistung schaffen nur Studioblitze bzw. Portis mit großem Agregator. Nur so sind sehr schnelle Bewegungen bei voller Lichtleistung „einfrierbar“. Diese 1/250 Sekunde ist hingegen ganz normal bei solchen Kompaktblitzgeräten der stärkeren Klasse und für das Einfrieren muss man deren Leistung als Kompromiss manuell etwas herunter regeln.

Batterien oder Akkus?

Auf dem Blitzkopf befindet sich ein Diagramm. Dieses sagt u. a. dass man nur NC-Akkus („NiCad batteries only“) verwenden soll. Doch halt: Das bedeutet nicht, dass man das Blitzgerät nicht auch mit normalen Batterien nutzen kann! Ein Leser meines Blogs hatte mich unten in den Kommentaren darauf hingewiesen. Dieser Hinweis bezieht sich nur auf den Betrieb, wenn schnelle Blitzfolgen gewünscht sind („Winder-Betrieb“ = Motor unter der analogen Kamera). Zumindest damals konnten normale Batterien noch nicht genügend schnell ausreichend Strom zum erneuten Aufladen nachliefern, Akkus aber durchaus.

Ärger mit dem Regula Variant

Eigentlich war der Regula immer mein Lieblingsblitz. Und so schön dieses Gerät doch ist (gerade wegen der starken, regelbaren Leistung), so ärgerlich waren meine Erfahrungen damit: Als mein Blitz nämlich eines Tages nur noch auf minimalster Leistung arbeiten wollte, hatte ich mir schnell per Ebay Ersatz besorgt (diesmal die Porst Variante „MDC 400-2“). Die Dinger sind ja ziemlich günstig. Einen Monat konnte ich damit wieder fröhlich Licht zaubern – bis ein wirklich hochfrequentes Fiepen Unheil ankündigte, gefolgt von leicht beißendem Geruch aus dem Innern des Blitzgerätes. Sapperlot! Nun war auch der hinüber! Für ca. 12 Euro hatte ich alsbald wieder einen neuen (diesmal die Carena-Version). Auf einem „Shooting“ bei einem Filmdreh muss ich das Blitzgerät aber überlastet haben: Am nächsten Tag tat sich nichts mehr. Kein Mucks. Traurige Geschichte.
Drei dieser Geräte sind mir also durchgebrannt. Da kauft man sich nicht schon wieder so einen. Ich habe mich nun für einen Yongnuo YN 560 entschieden. Der ist ebenfalls (noch besser) manuell steuerbar und besitzt einen eingebauten Funkempfänger. Allerdings ist dieser Blitz nicht ganz so stark: ca. eine halbe Blende schwächer als der Regula. Ob der Yongnuo länger hält? Ich werde es sehen.  Edit : Ja, der Yongnuo blitzt seit über zwei Jahren fröhlich ohne Sperenzchen vor sich hin und ich habe mir nun auch weitere Yongnuo-Blitzgeräte und -Funkauslöser zugelegt zum Beispiel den TTL-Blitz Yongnuo 565-EX, wenn ich echtes TTL benötige.

Vermutlich haben meine Regulas nicht verkraftet, dass ich sie sozusagen aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt- und ihnen gleich ordentliche Arbeit beschert hatte. Es sind halt alte Geräte. In den Kommentaren dieses Artikels berichten einige allerdings nicht von ähnlichen Erfahrungen. Habe ich schlicht Pech gehabt?

Regula Variant bei Ebay

Diese Blitze lassen sich (sie werden ja längst nicht mehr hergestellt bzw. vertrieben) primär über Ebay erwerben: Suche nach dem 740er Regula, Carena und Porst. Achten Sie darauf, beim Regula nicht auf die „MC“ -Variante zu bieten (die nicht manuell bedienbare). Auch die SCA-Version (unterstützt das alte „analoge“ TTL) ist meines Wissens nach nicht zum manuellen Blitzen geeignet. Bei Porst und Carena gibt es meines Wissens nach ohnehin nur die rein manuellen Varianten, die ja für den Strobisten interessant ist. Hier nochmal eine Übersicht der drei für mich (manuell regelbar) relevanten Geräte:

Neewer TT560 günstiger manuell regelbarer Blitz für alle Kameras mit Standard-Blitzschuh
Neewer TT560 günstiger manuell regelbarer Blitz für alle Kameras mit Standard-Blitzschuh
von Neewer

Dies ist ein sehr günstiger Einsteigerblitz für alle Kameras mit Standard-Hotshoe. Warum so günstig? Weil er keine TTL-Automatik beherrscht. Stattdessen regeln Sie die Lichtmenge manuell wie bei einem Studioblitz (und haben somit die volle Kontrolle über das Licht). Insbesondere für das Entfesseln ergibt dies Sinn.

Neewer TT560 günstiger manuell regelbarer Blitz für alle Kameras mit Standard-Blitzschuh Neewer TT560 günstiger manuell regelbarer Blitz für alle Kameras mit Standard-Blitzschuh Neewer TT560 günstiger manuell regelbarer Blitz für alle Kameras mit Standard-Blitzschuh
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Benötigt man lediglich die überdurchschnittlich starke Leistung (ohne manuelles Drosseln) kann man sich natürlich auch den Regula 740-2 MC zulegen. Ein freundlicher Leser hatte mich in den Kommentaren darauf aufmerksam gemachte, dass dies Version auch unter dem Label „Alfotron MCS 402“ gelabelt vertrieben wurde.

Wie machen sich Ihre / wie funktionieren Deine 740er Regula-Blitze so? Ist Ihnen ebenfalls schon einer abgeraucht? Oder arbeiten sie seit Jahren so, wie man es erwartet?

Artikeldatum: 6.11.2013 / letzte Änderung: 3.11.2019

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

Tom | am 10. Februar 2019

Hallo und vielen dank für die wertvollen Hinweise! Besonders den Punkt mit der „Leerlaufspannung“ finde ich interessant und nachvollziehbar!

Manfred der Barfüßer | am 6. Februar 2019

Kleiner Hinweis zum Messen an der hohen Zündspannung:
Diese Spannung ist sehr hochohmig und bricht daher bei der Messung selbst mit einem hochohmigen Digitalmultimeter (RI=10 MOhm)zusammen, die tatsächliche Zündspannung kann daher deutlich höher liegen!

(Oft kann man das auch daran sehen dass die Bereitschafts-Glimmlampe während der Messung erlischt)

Und zur Bestückung Batterien contra Akkus:
Die angegebenen 1,5 Volt bei Batterien sind die Leerlaufspannung (!) die allerdings bei Belastung deutlich mehr zusammenbricht als bei (guten) Akkus, besonders wenn erstere schon teilentladen sind. Der Unterschied ist im realen Betrieb (also unter Belastung) daher erheblich geringer als die Spannungsangaben der unterschiedlichen Ausführungen vermuten lassen.
Was auch die hier bzw. bei der Metz 45er-Serie gemachten Erfahrungen (eben kein großer Unterschied) bezüglich des Bestückens des Batteriekorbs mit Akkus erklärt.

David | am 5. Februar 2019

Noch ein Hinweis zu Varianten des Regula Variant: mit gleichem Aufsteckzubehör und gleicher Maximalleistung gibt es auch den Regula Variant 740CTX, ohne Zweitreflektor und etwas kompakter (der 740-1MFD hat hingegen dieselbe Größe wie der 740-2MFD). Auch hier hat der manuelle Betrieb nur eine Särke und ein Zweitsensoranschluß ist nicht vorhanden (ansonsten könnte man den Zweitsensor durch einen Festwiderstand simulieren und hätte dann die Automatikmodi wie beim MFD auch als manuelle Variante verfügbar). Etwas überraschend habe ich eine Triggerspannung von 120V gemessen: ein klares Votum gegen die Verwendung auf den meisten Digitalkameras und ein deutlicher Gegensatz zu praktisch allen anderen Modellen mit diesem Kopf.

Ich hatte mir diesen nur angeschafft, weil ich dessen Zubehör wollte (was auch paßte). Unter Umständen werde ich aber schauen, ob er als Slaveblitz Sinn macht. Die „Cactus“ Fernauslöser, die ich demnächst probiere, schreiben explizit in die Dokumentation, daß sie bis 300V beim Blitz mitspielen.

Tom | am 8. Januar 2019

Hallo David, besten Dank für die Kommentare und insbesondere für den Hinweis auf die Akkus. Das Diagramm genau zu interpretieren hilft: Du hast natürlich Recht damit, dass sich der Hinweis zu den Akkus nur auf das schnelle „Nachladen“ im Winder-Betrieb bezieht. Ich werde das einmal im Artikel genauer erläutern. Ich habe zwar ein Multimeter. Aber dummerweise den Blitz nicht mehr bei mir im „Fuhrpark“. Daher kann ich die Spannung nicht mehr messen.

David | am 8. Januar 2019

Zum „Warnhinweis“ „Nur NC-Akkus/NiCad batteries only“: das ist eine Fehlinterpretation. Der „Warnhinweis“ auf dem Blitzkopf steht im Diagramm für den Motor/Winder-Betrieb für die maximal möglichen Blitzfolgefrequenzen. Die erreicht man nur im Akkubetrieb weil die Festbatterien (zumindest, als das Ding hergestellt wurde) nicht genug Strom nachliefern. Wegen der Blitzfolgen würde ich auch dazu raten Eneloop Pro zu verwenden: die haben etwas mehr Kapazität, erheblich mehr Strom, sind aber nur für 500 statt 2000 Neuladungen spezifiziert. Für die schnellere Blitzbereitstellung und die größere Blitzzahl pro Ladung erkauft man sich also eine geringere Gesamtzahl an Blitzen. Das Kontrolleuchtenproblem bei mir hat sich mittlerweile vereinfacht, weil ich an der Leuchte etwa 105V messe, was zur Zündung deutlich ausreichen müßte: die ist schlicht kaputt. Die Frage nach der Triggerspannung, wenn der Kondensator noch nicht wieder ausreichend geladen wurde (oder der Blitz gar abgeschaltet ist) bleibt aber.

David | am 7. Januar 2019

Hi, ich habe einen Regula Variant 740-2 MFD, der vermutlich minimal defekt ist. Ich betreibe ihn mit eneloop pro und er zeigt nie Bereitschaft an („Control“). Beim Auslösen von allem außer M mit Maximalpower (und C, wenn der Sensor keine Chance hat ausreichend Licht zu kriegen) leuchtet aber „Comp“ um anzuzeigen, daß er gedrosselt hat. Man kann ihn auch nach dem Abschalten einige Male auslösen. Triggerspannung ist 11.9V und die behält er auch nach dem Abschalten bei, wenn man nichts mehr auslösen kann. Sie geht nur runter unmittelbar nach dem Auslösen oder wenn man den Testknopf gedrückt hält.

Problem ist, daß die Kamera nun immer der Meinung ist, der Blitz sei gefechtsbereit. Mit der Abwesenheit der Kontrolleuchte kann ich ja noch leben. Daß aber im Gegensatz zur Kontrolleuchte, nach der der Blitz nie bereit ist, die Kamera meint, daß er immer bereit ist, ist lästig.

Wie sieht denn bei anderen die Triggerspannung aus, wenn der Blitz noch nicht wieder bereit oder gar abgeschaltet ist?

Tom | am 4. September 2016

Hallo, das sollte eigentlich gehen. Da wüsste ich nicht, was man spezielles beachten sollte.

Thomas | am 4. September 2016

hallo fotofreund,
ich eine Nikon D5100, wollte meinen Carena mdc400 2 daran betreiben. leider schaffe ich das nicht wirklich richtig.
Frage – sollte dies funktionieren?

wert auf ttl lege ich nicht unbedingt, war in der analogen mit dem carena zufrieden.

muss ich auf irgendwelche Einstellungen achten ?

grüße
Thoma

Tom | am 7. Februar 2016

Hallo, ich nutze den Blitz auf meiner Canon Powershot ohne Probleme. Ich selbst sehe da keine Gefahr. Ich selbst hatte hier ca. 11V gemessen, was etwas viel wäre in Vergleich zu modernen Blitzgeräten. Hier musst du entscheiden, ob du dies riskierst. Das kann ich dir leider nicht abnehmen.

hajotti | am 6. Februar 2016

Hallo, kann ich den CARENA MDC 400-2 problemlos an einer CANON EOS d 750 einsetzen oder leidet dabei die Elektronic?
Danke im Voraus, mfG, hajotti

Michael Menzlaff | am 15. Mai 2015

zumindest den Carena gibt es auch als SCA300

http://www.ebay.de/itm/Blitz-Blitzgerat-Carena-SCA-40-Leistungsteiler-TOP-/291463409400?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item43dc92aef8

Andi M | am 9. März 2015

Hallo, schöne Beschreibung der alten Blitze!
Ich hab auch einen (Porst MDC 400-2) im Einsatz. Der läuft schon ewig und wird auch schon immer mit normalen Batterien (1,5V) bestückt. Habe jetzt einen 2ten ergattert und hoffe das der genau so gut ist wie mein alter….
Bald kommt noch ein 3ter hinzu, dann sollte das Blitzstudio komplett sein 🙂 Gruß Andi

Tom | am 27. Januar 2015

Hallo und danke für die Blumen! Die Geschichte mit dem Alfotron weckt gleich mein Interesse. Ich kenne die Firma (bzw. die Marke) „Alfo“ schon von anderen Blitzen. Fragt sich jetzt nur, ob es sich beim „MCS 402“ um die Version handelt, die zusätzlich noch manuell regelbar ist oder nur per Computer-Automatik.
Sony hat ja leider einen etwas speziellen Blitzschuh, für den es Adapter gibt. Die Sache mit den „Licht-Sensoren“ nutze ich allerdings auch sehr häufig: Blitz-Slave-Auslöser.

Ewald Krönung | am 26. Januar 2015

zunächst danke für den fundierten Artikel. Ich habe aus vordigitaler Zeit ein Blitzgerät „Alfo Tron MCS 402“, welches von den Daten und dem Design her identisch mit den Ausführungen ist, die Sie beschreiben. Dieses Gerät möchte ich mit meiner neuen Sony Alpha 58 kombinieren.Bei der Frage nach der Verbindung der Geräte bin ich nach Recherchen auf den BestOfferBuy SYK-5 Blitzschuh gestoßen. „Versuch macht klug“

Tom | am 9. Dezember 2014

Hallo und Danke für die kostbaren Hinweise! Zu den Akkus / Batterien: Ich selbst hatte nur zum Testen mal Baterien (je 1,5 Volt) eingesetzt. Ansonsten hatte ich auch nur die Eneloops NC Akkus drin. Die haben ja je nur 1,2 Volt.
Du kannst dich ja gerne in vielleicht einem halben Jahr nochmal melden, wenn deine MFDs nach entsprechendem Einsatz noch funktionieren 🙂 Vielleicht wage ich doch noch mal einen Kauf!

Torfmauke | am 9. Dezember 2014

Inzwischen habe ich mir auch einen „MFD“ ersteigert samt externem Sensor. Der Sensor kann auch als Verbindungskabel verwendet werden, wenn man den Blitz auf einer Schiene oder anderswie bis zu 1 m von der Kamera entfernt benutzt. Ein Anschluss für ein X-Kabel ist ebenfalls vorhanden. Ich habe den Sensor mal durchgemessen und folgendes festgestellt: 2 der 4 Kontakte des Steckers sind mit dem Mittelkontakt und der Masse des Blitzschuhs sowie der X-Kontakte verbunden und lösen den Blitz aus (der Kontakt aussen an der Seite des vierkantigen Führungslochs im Steckanschluss ist mit dem Mittelkontakt verbunden, der gegenüber aussen mit dem Massekontakt). Die beiden mittleren Kontakte steuern den Blitz, indem sie bei Erreichen der richtigen Belichtung ein Quenchsignal abliefern, das den Blitz abschaltet. Mit einem entsprechend dimensionierten Timer, der über ein RC-Glied gesteuert ein Abschaltsignal nach einstellbaren 30 – 2000 µs liefert, könnte man den Blitz nun auch stufenlos in seiner Blitzdauer (Leistung) steuern.

Torfmauke | am 29. November 2014

Ich habe mir grade den 740-2 MC ersteigert und bei dem steht auf dem Blitzkopf der Warnhinweis: „Nur NC-Akkus/NiCad batteries only“. Möglicherweise sind 1,5 V AAs doch die Ursache für den Abschuss von Kondensatoren. Das Blitzgerätekondensatoren empfindlich auf erhöhte Spannung reagieren, habe ich selbst erlebt. Ich habe mir ein Metz Blitzgerät auf 2 LiPo-Akkus (a 3,7 V) umgebaut. Da nun mehr Kapazität (4000 mAh) vorhanden war, konnte ich länger blitzen und auch die Blitzfolge war schneller wegen der Mehrspannung von 1,4 Volt. Leider hörte ich nach ein paar Tagen Blitzerei den typischen „Plopp“, wenn’s einen Elko zerschießt. Ich habe dann beim nächsten Modell einen 6 V Festspannungsregler verwendet. Nun scheint’s gut zu laufen, aber leider ist der Vorteil der schnelleren Blitzfolge dahin.

Wolf | am 27. Oktober 2014

Hallo,

habe meinen Regula Blitz auch sehr langsam mit den Eneloop-Akkus a.d. Betrieb vorbereitet.
Frisch aufgeladene Zellen eingesetzt und erst einmal 2 Stunden im eingeschalteten Zustand
verharren lassen.
Erst dann habe ich die einzelnenen Funktionen ausprobiert bis zum fix aufeinanderfolgenden Auslösungen.
Dabei habe, wie bereits zuvor in meinem Posting erwähnt, festgestellt, das der 740-2 MFD mit einer atemlosen Schnelligkeit in der Wieder-Blitzbereitschaft (nach 10 sofort hintereinanderfolgenden Aufnahmen, war er auch wieder sofort blitzbereit) aufwartet, was ich so von meinen Stab-Metzen bzw. Stab-Osrams, insbesondere in der schnellen Wiederholung nicht habe.

Liebe Grüße
Wolf

Wolf | am 27. Oktober 2014

Hallo,

danke f.d. inhaltlich und i.d. schreibweise sehr ansprechenden Artikel über Regula Blitze.

Habe mir den Variant 740-2 MFD a.d. Flohmarkt für ganze 4 E geschnappt.
Über die Dauerhaltbarkeit kann ich noch nicht viel sagen, da er erst kürzlich erworben wurde.
Habe mal die diversen Funktionen ausprobiert, alles funktioniert so wie es sein soll.
Das Teil ist unheimlich schnell und die Blitzbereitschaft ist sofort wieder da.

An Digitalkameras werde ich ihn nicht anschließen, höchstens extern mit einem Slave-Zubehör.

Momentan benutze ich ihn an einer Canon T70 und die Blitzbereitschaftsanzeige sowie die Umschaltung auf Blitzsynchronzeit klappt 100%ig.

Schade, das i.d. 80er Jahren wieder ein Deutscher Hersteller von Kamera- und Kamerazubehörprodukten die Segel durch Konkurs streichen musste.

Na ja, die Deutsche Kameraindustrie, wie Rollei, Zeiss, Voigtländer, etc. und auch Leitz haben durch Fehlmanagment i.d. jeweiligen Jahren die Fertigung eingestellt bzw. konnten gerade noch überleben (bei Leitz hat Panasonic auch mit dazu beigetragen).
Die gesamte Fotografie mit ihren Werkzeugen und Zubehören hat i.d. letzten 15 Jahren insbes. durch die Digitalapparate einen Quantensprung gemacht, gut aber auch traurig, das vielfach insbes. unter den Amateuren die gute Fotografie fast eingestellt ist.
Wer weiß denn noch wie ein gutes Bild entsteht geschweige von arbeiten mit Licht und Schatten, den „goldenen Schnitt im Bild“, wie riesige Hallen, wie früher auch Höhlen ausgeleuchtet wurden, mit zigfachen Zündungen mit Magnesium-Blitzen.
So nun genug, wünsche ein
„immer gut Licht“ und verbleibe
mit freundlichen Grüßen – Wolf

gromit | am 31. Juli 2014

Das Durchbrennen liegt eher am durch die Lagerung trockenen Blitzkondensator, den man langsam reformieren sollte, als am Betrieb mit Akkus. Diese liefern ja weniger Spannung, was früher, als es noch keine eneloops gab, zu Leistungseinbußen führte.

Ich habe in einigen Forenartikeln beschrieben, wie man einen Kondesator sanft reformieren kann, muß ich allerdings selbst suchen (Nikon- und DSLR-Forum).

mzeins | am 17. März 2014

I also had two of these flash and I loved them because of the high power and adjustability. However, the light is not even: one can clearly see two relatively gray horizontal bands. But when you work with an umbrella, reflector, or a softbox, it does not matter. Comparablely, the METZ 40MZ2 does much better on light-homogeneity.

Yes, they are extreamly cheap.

Tom | am 6. Februar 2014

Daran hatte ich auch schon gedacht – also, was die Stromversorgung anbelangt. Ich hatte den Blitz aber immer mit 1,2 Volt NiCd-Akkus betrieben. In der Anleitung des Regula steht auch offiziell drin, dass man das Gerät wahlweise mit herkömmlichen Batterien betreiben kann oder eben mit Akkus.

Niels | am 4. Februar 2014

Hinweis: „only NiCd“ Batterien (1,2Vx4 > 4,8V !), evtl. führen die oben erwähnten 1,5V AAx4 mit 1,2V mehr bereits zum Durchbrennen?

Fred | am 20. Dezember 2013

Ebenfalls durchgebrannt. Wie bei dir. Aber ich habe noch einen zweiten laufen. Der tut’s bsher ohne Probleme. Wie lang noch? Sind ja alte dinger.

Tom | am 12. November 2013

Servus. Bei der SCA-Version kann man zwar tatsächlich TTL-Blitzen (indem man einen für seine Kamera entsprechenden TTL-Adapter hat). Aber manuell lässt sich die SCA-Version meines Wissens nach nicht bedienen, man braucht in allen Fällen die MFD-Variante.

STefan | am 12. November 2013

Es gibt ja noch die TTL-Version (Variant 740-1 SCA). Kann man den auch manuell steuern? Oder kann man nichts einstellen?

Tom | am 7. November 2013

Hallo. Ja, natürlich: Ich glaube, das Zubehör wurde auch komplett mit den anderen Marken (Ports, Carena) gelabelt. Aber die Maße sind ja identisch bzw. die Geräte sind (bis auf den Aufdruck) völlig gleich.

René | am 7. November 2013

Ich habe die Porst Variante. Bin sehr zufrieden damit. Den Teleaufsatz suche ich auch noch. Passt der Aufsatz auch auf den Porst? Grüße.


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