ein Blog rund um Blitzgeräte und Kunstlicht mit vielen Tipps und Anleitungen

Moderner Strobist Blitz: Der Yongnuo Speedlite YN 560 Mark III

Zunächst ist man bei diesem Angebot skeptisch: Ein moderner Blitz mit Leitzahl 40 (bzw. 56), Zoomkopf, eingebautem Funkempfänger und LCD-Display zum Kampfpreis von mittlerweile ca. 55€ ? Da stimmt doch was nicht. Aber tatsächlich ist der Yongnuo Speedlight YN 560 Mark III trotz seines seltsamen Namens ein patenter Kollege für all die, die mit Aufsteckblitzgeräten ähnlich wie mit Studioleuchten umgehen.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Analoge Kamera plus Blitz - So mache ich es
Yongnuo YN 560 Mark III
Viel Dampf dahinter: der Yongnuo YN 560 Mark III

Ich habe an dieser Stelle einen sehr ausführlichen Artikel über den universellen Yongnuo Speedlite „Mark III“ geschrieben, welcher auf alle Kameras mit Standard-Blitzschuh passt. Der Vorgänger (Mark II) unterscheidet sich nur darin, dass er keinen eingebauten Funkauslöser besitzt (dafür aber zwei Zoomtasten [statt nur einer“]). Der erste Typ: „Yongnuo YN 560“ hat kein LC-Display und, vermute ich, keine Stroboskop-Funktion(?). Insgesamt sind sich diese Geräte aber sehr ähnlich. Mittlerweile ist bereits der neue Yongnuo Speedlight Mark IV raus, welcher lediglich in der Funktion des eingebauten Funksystems eine Änderung aufweist. Das heißt: Besitzen Sie den Yongnuo YN560-IV, so können Sie sich diesen Artikel trotzdem zu Gemüte führen, denn alles, was der IIIer kann, trifft auch auf den IVer zu.
Dieser Blogartikel ist nun länger geworden, als ich anfangs dachte. Nehmen Sie sich also etwas Zeit. Dafür habe ich kaum etwas ausgelassen und vieles auch selbst getestet. Des weiteren finden Sie nur hier zwei wichtige Tabellen für das manuelle Blitzen mit dem Yongnuo: Änderung Lichtstärke bei Zoom sowie Tabelle Leitzahl Abstand Blende.

Für ganz Eilige: direkt zur Pro- und Kontra-Übersicht sowie zum Fazit springen.

Doch fangen wir zunächst ganz von vorne an:

Allgemeines

Yongnuo YN565ex

Wer einen günstigen leistungsstarken TTL-Blitz sucht, sollte sich einmal den sehr ähnlichen Yongnuo YN565ex ansehen.

Um gleich Unklarheiten aus dem Weg zu räumen: Nein – der Yongnuo YN 560 (I bis IV) hat keinerlei Automatikfunktionen bzw. unterstützt kein TTL. Im Prinzip handelt es sich hierbei um die Mikro-Version eines vernünftigen Studioblitzes.
Denn: Ja – der Yongnuo YN 560 (I bis IV) ist komplett manuell steuerbar und dies dazu noch äußerst fein in 1/4 Blendenstufen! Und ja: Der Yongnuo ist dabei durchaus leistungsstark: Seine tatsächliche Leitzahl beträgt bei 100 ISO und bei einer Zoom-Position von 50 mm (ausreichender Winkel für die „Normalbrennweite“) wirklich 40. Damit gehört dieser Blitz zu den stärkeren Kompaktblitzgeräten, die auf dem Markt angeboten werden!
Mittlerweile ist bereits die Version IV des Gerätes raus. Sie unterscheidet sich gegenüber dem IIIer nur darin, dass man damit die Leistung und den Zoom weiterer Blitze im Lichtset kabellos steuern kann.

Eines schönen Morgens brachte mir der Postbote also ein Päckchen aus Fernost (aber über einen deutschen Händler). Wollen wir das Paketl doch mal auspacken!

Unboxing Yongnuo Blitz YN 560 Speedlite

Im Internet gibt es viele Videos und Seiten von Menschen, die Dinge auspacken, welche sie kurz vorher käuflich erworben haben und sich dabei z. B. filmen. Das möchte ich auch mal machen (aber nur in Fotos) – hier also das sogenannte „Unboxing“ des Yongnuo YN 560 III:

Paket aus China Yongnuo
So kam das Päckchen daher.
Paket geöffnet Schachtel Blitz
Innen sah man gleich den Originalkarton
Verpackung Yongnuo
Und so schön bronzefarben ist dieser.
Verpackung Blitz geöffnet
Ein erster Blick hinein.
Inhalt des Paketes
Bedienungsanleitung, Kurzanleitung, Tasche
der Blitz mit Schuh
Und hier der Yongnuo – inkl. mitgeliefertem Standfuß.

Na, das war ein Spaß. Wer aber meine anderen Beiträge zu technischen Dingen gelesen hat, weiß, dass ich mich konkreter mit den Geräten auseinander setze – schließlich sollen sie mir treues Werkzeug sein. Kommen wir also auf die Details des Yongnuo YN 560 Mark III Blitzgerätes zu sprechen:

Keine Automatik-Funktionen

nur ein Pin am Schuh des Yongnuo
Der einzige Pin am (Metall!) Schuh des Yongnuo weist auf das Fehlen einer TTL-Steuerung hin.

Wie bereits oben beschrieben, ist der Yongnuo ein rein manueller Blitz. Er dient tatsächlich nur Leuten, die sich kreativ und manuell mit Kompaktblitzgeräten auseinander setzen, als handele es sich dabei um Studioblitze. Ich finde es erstaunlich (und gut), dass so etwas produziert wird – und dies zu diesem günstigen Preis. Wer ein Kompaktblitzgerät benötigt, welches sich schnell von allein bzw. ganz automatisch auf die jeweiligen Lichtsituationen und Kameraeinstellungen einstellt, für den ist dieses Gerät ganz bestimmt – nichts. Hier bietet Yongnuo mit dem YN-565 EX für zumindest Canon und Nikon das passende TTL-Äquivalent, welches zusätzlich ebenfalls manuell steuerbar ist (allerdings ohne eingebauten Funkempfänger). Ganz neu: Mit dem Yongnuo YN685 Speedlite ist nun auch ein ETTL-Systemblitz auf dem Markt, welcher ebenfalls einen eingebauten Funkempfänger besitzt, jedoch zunächst nur für Canon.
Wer aber einen reinen (und günstigen) Kompaktblitzgerät sucht, welches sich wie ein Studioblitz bedienen lässt und welches man ganz manuell mittels Belichtungsmesser, Blitzformeln oder einfach nur mit dem Kamera-Display bzw. Histogramm einstellen möchte (bzw. muss), ja der sollte sich die Yongnuo-YN-560-Geräte (I;II;III,IV) durchaus mal näher ansehen, zumal sich dieser Blitz durch den eingebauten Funkempfänger (nur Version III und IV) oder eingebauter Slave-Zelle sehr einfach von der Kamera entfesseln lässt. So lässt sich zu diesem günstigen Preis ein hübscher kleiner miteinander synchronisierter „Lampenpark“ aufbauen. Aber es kommt noch dicker: Der Yongnuo Mark III lässt sich auch per Funk in seiner Leistung und im Zoom regeln! Man benötigt hierzu die Funk-Steuereinheit „YN-560 TX“.

Ich selbst nutze das Histogramm der Kamera zur korrekten Beurteilung der Lichtmenge. Dies geht sehr präzise.

Anleitung

bessere Hautwiedergabe

Lesen Sie bei Interesse auch, wie Sie mit einem einfachen Trick eine wesentlich bessere Hautwiedergabe bei Porträts mit direktem Blitzlicht erreichen.

Die mitgelieferte Bedienungsanleitung meines YN560 Mark III Speedlite ist recht dürftig und die Anleitung ist aus dem Chinesischen lediglich ins Englische übersetzt. Eine deutsche Anleitung existiert meines Wissens nach nicht. Mittlerweile ist auch eine Anleitung auf Deutsch aufgetaucht – siehe unten. Allerdings haben wir hier ein Gerät, welches ohnehin eher für Spezialisten gedacht ist und solche sind eigentlich recht technik-affin, dass eine reich bebilderte und dicke Bedienungsanleitung wahrscheinlich auch nicht von Nöten ist. Mir reichte das kleine Heftlein. Aber man muss eben Englisch verstehen, um die Original-Anleitung nutzen zu können.Gerne beantworte ich auch Fragen im Kommentarbereich dieses Blog-Artikels.

Leider gibt es den offiziellen Download der Anleitung des YN560 III auf Englisch (wieder einmal) nicht mehr auf der Website von Yongnuo. Ich habe mich etwas umgesehen und bin hier auf eine Seite gestoßen, die offenbar derlei PDF-Anleitungen alternativ zum Download anbietet. So kann man das Manual des Yongnuo-Blitzes auch bequem im Browser betrachten.

Achtung: Die Anleitung ist ca. 18 MB groß. Bei schmalen Verbindungen kann ein direkter Aufbau im Browser lange dauern. Man kann die PDF aber auch lokal downloaden.

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Bedienungsanleitung auf Deutsch

Funkempfänger

Der YN 560 Mark III (rechts im Bild) lässt sich dank eingebautem Funkempfänger direkt entfesselt auslösen. Siehe auch: Die Yongnuo Funkauslöser

Nach dem Kauf erwartet einen leider nur eine chinesische wie eine englische Bedienungsanleitung. Sie können sich jedoch hier eine deutsche Übersetzung der englischen Anleitung als PDF herunter laden:

Download deutsche Anleitung Yongnuo YN-560

Die Übersetzung stammt vom Schweizer Fotohändler Fotichaestli, welcher u. a. einen großen Teil des Yonguo-Sortiments anbietet. Diese Anleitung ist speziell für den Typ „Mark IV“, welcher jedoch fast gleich ist wie der hier im Artikel vorgestellte „Mark III“. Nur die Funktion „Masterblitz“ ist neu.


Es gibt auch noch eine zweite deutsche Übersetzung: Hier kann man sich die PDF downloaden. Obacht: Es handelt sich hierbei – streng genommen – um die Anleitung der Version „Speedlight II“. Der Unterschied zwischen der aktuellen Version „III“ und dem älteren „IIer“ besteht lediglich darin, dass die neue Version einen Funkempfänger eingebaut hat (worauf dann freilich in dem Manual nicht eingegangen wird). Weiterhin besitzt der aktuelle Speedlite nur noch eine einzige Zoom-Taste. Trotz der Bedienungsanleitungen empfehle ich natürlich dennoch, meinen Artikel zu lesen 😀 Denn ich gehe auch noch auf so manch andere Dinge ein, die in der PDF gar nicht (oder falsch) drin stehen. Und dort stößt man bisweilen auch auf solche Fehler:

11. PC Synchronisationsanschluss (als Eingang)
Wenn Sie den Blitz an den PC anschließen, können Sie den Blitz synchronisieren.

Oha. Wer schließt ein Blitzgerät an den PC an? Fahren wir besser mit meinem Artikel fort:

Leistung und Leitzahl

Blitzgerät von Yongnuo mit Leitzahl-Tabelle
Der Yongnuo YN 560 III mit Leitzahl-Tabelle nach konservativem Maßstab.

Ich brauche immer recht starke Geräte, da ich zumeist indirekt blitze oder durch Schirme oder Diffusoren hindurch – und dies bei geschlossener Blende und bei geringer ISO-Einstellung. Zur Verhinderung von Reflexionen blitze ich aber auch durch Polfilterfolien, die eben Licht schlucken. Daher schaue ich mir die Leistungsangaben der jeweiligen Hersteller genau an und messe selber nach. Denn oftmals wird man hier etwas in die Irre geleitet.
Laut Hersteller weist das Gerät bei einer Reflektor-Zoom-Stellung von „50 mm“ bei voller Leistung eine Leitzahl von 40 auf. Zunächst stellt sich hier die Frage: Auf welches Sensor-Format der Digitalkameras sind diese 50 mm bezogen? Würde der Hersteller sich auf ein Crop-Format beziehen (Four-Thirds, APX-C, DX usw.), dann wäre der Reflektor bei einer 50-mm-Angabe bereits ein gutes Stück ausgefahren bzw. würde die Helligkeit optisch (also künstlich!) erhöhen. Aber hier die erste positive Überaschung: Der Reflektor leuchtet in der Stellung ’50 mm‘ tatsächlich einen Bereich aus, welcher auch mit einer Normalbrennweite vor einem Vollformatsensor nutzbar ist!

Dies ist heute nicht unbedingt selbstverständlich, was die technischen Angaben in der jeweiligen Bedienungsanleitung anbelangt. Fahre ich den Zoom-Reflektor aber auf maximalen Wert (105 mm), so erhöht sich die Leitzahl auf 56 bei 100 ISO. Würde man dies nun noch auf 200 ISO umrechnen, hätte der Blitz eine Leitzahl von knapp 80! Benutzen Sie solche Angaben aber nur zum Vergleich mit anderen Blitzgeräten (bzw. deren Leitzahl-Angaben). Lesen Sie bei Interesse auch meinen Artikel „Die Tatsächliche Leitzahl eines Blitzgerätes„.

Yongnuo YN560-III manueller zuverlässiger Blitz universell passend

Leistungsstarkes manuell steuerbares Blitzgerät mit eingebautem Funkempfänger. Der bekannte "Yongnuo YN560 Mark III" ist weiter im Preis gefallen, universell passend und jedem "Strobisten" ein Begriff. Auf Amazon kann man ihn zum gewohnt günstigen Preis erwerben.

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Wie Sie sehen, habe ich mir eine kleine Tabelle (Erklärung weiter unten) auf den Yongnuo geklebt. Hier weiß ich, bei welchem Abstand zum Motiv ich bei welcher ISO welche Blende an der Kamera einstellen muss. Das ist ganz einfaches, manuelles Blitzen. Ich beziehe mich hierbei allerdings auf die „konservative Leitzahl„. Hierzu schreibe ich etwas weiter unten im Detail.

Vergleich mit anderen Blitzgeräten

Metz 45 Stabblitz
Der 45er Metz Stabblitz ist auch nur eine 3/4 Blende stärker als der Yongnuo.

Ein konkreter Leistungsvergleich: Unabhängig von der Zoom-Position des Kopfes ist die tatsächliche Lichtleistung des Yongnuos lediglich ca. eine 3/4 Blende schwächer als die des großen 45er Metz Stabblitz und nur ca. eine drittel bis halbe Blende geringer als jene des bekannten „Strobistenblitzes“ Regula Variant 740 MFD. Der Yongnuo ist genau so stark wie der Metz 40 MZ.
Dies habe ich alles verglichen und zwar mit einer Lichtmessung via Belichtungsmesser durch Reflexion an einer weißen Wand. Bei dieser Messmethode spielt – und dies ist wichtig – eine evtl. „Zoom-Position“ des Kopfes keine Rolle mehr. Lesen Sie in diesem Artikelabschnitt mehr zu dieser Messmethode.

Der Yongnuo Speedlight spielt also, was die Leistung anbelangt, in der oberen Liga der Kompaktblitzgeräte mit.

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Falls Sie bei solchen Sätzen wie „Eine Blende mehr Licht“ nur Bahnhof verstehen, lesen Sie bitte zunächst diesen Artikel: Denken in Blendenstufen.

Yongnuo YN560 mit Blitzschirm

Ein Beispielfoto mit dem Yongnuo YN-560 hinter einem Blitzschirm.

Der Zoom-Kopf und die Änderung der Lichtintensität

Tabelle Zoom-Reflektor-Stellungen
Eine kleine Tabelle gibt mir Übersicht inwiefern sich die Lichtstärke bei welcher Zoom-Position ändert.

Der Yongnuo YN560 Speedlite besitzt, wie die meisten heutigen Blitzgeräte, einen sogenannten „Zoom“, mittels welchen sich der Lichtkegel ändern lässt. Ich gehe bei einer „Zoom-Stellung“ von 50 mm vom Normalzustand aus, denn hier wird ein Feld ausgeleuchtet, welches dem Winkel einer „Normalbrennweite“ entspricht – unabhängig vom Sensor-Format bzw. Brennweite dieser „Normalbrennweite“. Dies kann nämlich sehr verwirrend sein. Besser wäre es gewesen, wären am Zoom-Kopf Ausleucht-Winkel angeben statt Brennweiten.

Beachten Sie: Die Brennweitenangaben auf dem Zoomkopf des Yongnuo beziehen sich auf das Vollformat! Arbeiten Sie aber mit einer Kamera mit kleinerem Sensor (Four-Thirds, APX-C, DX usw.), dann können Sie den Zoom beim direkten Blitzen ruhig immer eine Stufe weiter ausfahren als es die Brennweitenangabe auf ihrem Objektiv eigentlich angibt. Tun Sie dies nicht, verschenken Sie etwas Leistung bzw. Licht, welches dann in Bereiche fällt, welche gar nicht mehr durch das Objektiv erfasst werden.

Im beweglichen Kopf des Yongnuos befindet sich eine Art Schlitten mit der kleinen Blitzröhre. Je weiter weg sich dieser bewegliche „Schlitten“ von der vorderen Fresnelllinse befindet, desto mehr wird das Licht gebündelt und desto konzentrierter ist seine Lichtstärke. Ich habe nun einmal nachgemessen, inwieweit sich die Lichtstärke bei welcher Zoom-Position bei meinem Yongnuo YN 560 III ändert, denn ich möchte es natürlich für das manuelle Blitzen ganz genau wissen:

Tabelle Leistungsänderung Zoom-Kopf Yongnuo YN 560 III

Zoom-PositionLeistung
24 mm– 2/3 F
28 mm– 2/3 F
35 mm– 1/3 F
50 mmBasis
70 mm+ 1/3 F
80 mm+ 1/3 F
105 mm+ 1 F
Streuscheibe– 1 1/3 F

F ist das Kürzel für ‚Blende‘. Ich habe mir, wie auf dem oberen Bild gut zu sehen, diese Tabelle auf die Unterseite des Kopfes geklebt. Bemerkenswert ist der Gewinn an einer ganzen Blende Lichtstärke bei einer maximalen Zoomposition von 105 mm. Die bedeutet nichts anderes, dass sich die Leitzahl hier von 40 auf 56 erhöht – Freilich wird hier nun nicht mehr der gesamte Bereich ausgeleuchtet, den eine „Normalbrennweite“ abdeckt.

Einsatz des Zoom-Reflektors beim „Bouncen“

Um beim indirekten Blitzen bzw. „Bouncen“ aber keine allzu große Lichtflächen zu provozieren (zu viel Streuung!), benutze ich den Zoomkopf sehr oft (zum Beispiel hier) und freue mich über die reduzierte Streuung im Raum, um einen gerichteten Lichtcharakter zu gewährleisten, wenn ich den Blitz direkt auf der Kamera verwende bzw. nicht entfesselt näher an die Reflexionsfläche stellen möchte / kann.
Um möglichst viel Lichtstreuung im Raum zu erlangen bzw. um ein Motiv in allen Bereichen gleichmäßig und ohne erkennbare Lichtcharakteristik auszuleuchten, stelle ich den Zoomkopf hingegen auf Weitwinkel und erhalte dadurch eine sehr große Lichtfläche an der Wand – wie eine Lichtwanne, wodurch praktisch das Licht bis in jede Raumecke geschleudert wird.

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Lesen Sie bei Interesse auch meinen Artikel „Den Blitz-Zoom richtig einsetzen„.

Einsatz des Zoom-Kopfes um Lichtabfall vorzubeugen

Zoom-Aufsatz Yongnuo

Um die Reichweite des Gerätes nochmals zu erhöhen, nutze ich zusätzlich noch den Tele-Zoom-Aufsatz meines defekten Regula-Blitzes als optischen Verstärker. Hierdurch erhalte ich tatsächlich noch zusätzlich knapp eine ganze Blende weitere Leistung (bei noch konzentrierterem Lichtkegel freilich).

Ein weiterer Einsatz des Zoom-Kopfes: Da Licht in seiner Intensität schnell abnimmt und somit beispielsweise ein sehr nahes Objekt viel heller ist als ein entfernteres, lohnt es sich meist, das Blitzgerät möglichst weit weg zu positionieren, um diesem unschönen Effekt entgegen zu wirken, damit alles gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Hier kann in der Zoomposition 105 mm der Lichtkegel verringert werden, damit nicht zu viel Licht verschenkt wird und der Lichtgewinn von einer Blende kommt uns bei einem weiter weg positionierten Gerät nur recht.

Zu grosser

Falsch eingestellter (zu hoher) Blitz-Zoom direkt auf der Kamera bei Verwendung eines Weitwinkels: Deutlich sieht man die Abschattungen oben und unten.

Bei einem weit weg positioniertem Blitz ist ein verringerter Lichtkegel ja nicht nachteilig: Das Licht, welches schlussendlich am Motiv ankommt, ist breit genug gefächert, ohne Abschattungen zu provozieren – aber nun eben viel gleichmäßiger: Zum Beispiel ist bei einer 5 Meter hinter der Kamera entfernt positionierten Lichtquelle ein Objekt, welches sich 3 Meter vor der Kamera befindet ganz ähnlich ausgeleuchtet wie ein Motiv, welches sich bereits 5 Meter vor der Kamera befindet. Da der Yongnuo Blitz ja einen eingebauten Funkempfänger besitzt, lässt er sich sehr einfach mit den original Auslösern fernsteuern. Positioniert man den Blitz aber direkt auf Höhe der Kamera, wäre das vordere Objekt (3 Meter) völlig überbelichtet und man hätte den typischen „Blitzlook“ mit rasch abfallender Helligkeit, welcher sich eben durch Entfernung der Leuchtquelle vermeiden / mildern lässt.

Blitz in der Landschaft

Hier nutze ich zwei Eigenschaften des Gerätes: Den Zoom, um bei Entfernung des Blitzgerätes Lichtabfall zu vermeiden, wobei ich durch den gezoomten Reflektor gleichzeitig wieder einen Lichtverlust (durch das vorige Entfernen) umging sowie natürlich das bequeme Entfesseln des Blitzes durch den eingebauten Funkempfänger. Ich setze meinen Yongnuo gerne auch draußen bei Landschafts- bzw. Naturfotografien ein.

Lichtverlust durch Streuscheibe

Blitz auf Stativ geschraubt

Hinter der Streuscheibe lassen sich einfach Filterfolien klemmen um beispielsweise einen Raumhintergrund farblich diffus auszuleuchten. Bei diesem Bild sieht man auch, wie einfach man den Blitz mit dem Schuh auf ein Stativ schrauben / befestigen kann.

Wie Sie an der obigen Tabelle sehen, habe ich auch den Lichtverlust gemessen, welche die eingebaute Streuscheibe mit sich bringt. Diese Blitz-Streuscheibe ist sehr sinnvoll, wenn man die Leuchte hinter einem Schirm betreibt und die gesamte Schirmfläche ausleuchten möchte. Ebenfalls lässt sich die Streuscheibe wunderbar als schneller Filterhalter nutzen. Ferner benötigt man sie natürlich, wenn man direkt blitzt und an der Kamera ein starkes Weitwinkel-Objektiv angesetzt hat. Hierzu muss der Zoom am besten auf 24 mm stehen. Bei Einsatz des Blitzes vor einer Reflexionsfläche (Wand, Schirm, Aufheller) spielt der Lichtverlust durch die Streuscheibe fast keine Rolle, denn es wird ja nun eine größere Lichtprojektionsfläche realisiert, was sich ausgleicht. Nutzt man den Blitz aber direkt, so muss man bei ausgeklappter Streuscheibe mit etwas mehr als einer Blende Lichtverlust rechnen.

Die konservative Leitzahl

Tabelle mit Blenden und Leitzahl Yongnuo
Ich habe mir eine Tabelle auf den Kopf des Yongnuos geklebt mit den konservativen Blenden-Angaben

Nun kommen wir an einen Punkt, welcher leider viel zu wenig (wenn überhaupt!) Beachtung findet: Es geht um die vom Hersteller angegebene Leitzahl in Bezug zu einer konservativen Lichtmessung mittels einem Belichtungsmessers. Lesen Sie hierzu bitte auch diesen Artikel.

Die sieben Todsünden der Fotografie: Reflexionen und Wege zu besseren Bildern

Die 7 Todsünden der Fotografie zeigt dem Leser die Welt von Internet-Communities, Fotoforen und -Katalogen auf und möchte Anreiz zur Selbstreflexion darstellen: »Benötige ich diese Meinungen oder behindern sie mich gar?«

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Sie kommen mit der Angabe „Leitzahl 40 bei ISO 100 und 50 mm Zoom-Stellung“ auch ans Ziel, wenn Sie beispielsweise manuell via Blitz-Formeln arbeiten. Sie werden sich damit aber immer knapp an der Grenze zur Unterbelichtung befinden, sofern Sie sich nicht in einem winzigen und weiß gestrichenen Raum befinden, auf welchen sich all diese Leitzahl-Angaben beziehen.
Daher sollte man zusätzlich auch die konservative Leitzahl zu seinen Blitzgeräten wissen! Diese konservative Leitzahl ist nämlich immer etwas geringer als die vom Hersteller angegebene – nämlich um ca. eine 3/4 Blende reduziert. Die konservative Leitzahl für den Yongnuo Speedlight YN 560 III beträgt bei 100 ISO und Reflektorstellung 50 mm: 25.
Überrascht? Messen Sie Ihre Blitzgeräte selbst mit einem echten Blitzbelichtungsmesser nach: Sie werde bei jedem Gerät feststellen, dass dessen Leistung immer schwächer ist, als eigentlich vermutet, wenn man sich an die Leitzahl-Angaben hält. Jene Leitzahlen sind wirklich eng an der Grenze:
Ein schwarzer Pudel mit schwarzen Locken in schwarzen Socken vor einer schwarzen Wand wird damit gerade so noch ausreichend durchgezeichnet fotografiert. Eine viel bessere Detailzeichnung des dunklen Fells erhält man, wenn man sich an der konservativen Leitzahl seine Blitzgerätes orientiert (ohne eine Überbelichtung der Lichter [hellste Bereiche“] zu provozieren, versteht sich). Es folgt eine Tabelle entsprechend für den 560er Yongnuo:

Leitzahl-Tabelle mit Blenden- und Meterangaben für den Yongnuo YN 560 Speedlite nach konservativem Maßstab

konservativ bei 50 mm Zoom
mF100 ISO (LZ 25)F400 ISO (LZ 50)
0,54590
122 1/345 1/3
1,51632
211 1/322 1/3
2,51122
38 1/316 1/3
3,55.6 2/311 2/3
45.6 1/311 1/3
4,55.611
54 2/38 2/3

Ich habe für alle meine Blitzgeräte eine solche Tabelle angefertigt, welche ich auf Adressetiketten ausgedruckt- und auf meine Blitze geklebt habe.

Tabelle auf Regula Variant
Leitzahl-Blenden-Tabelle auf meinem Regula Variant

Die oben stehende Tabelle gibt Auskunft darüber (alles bei Zoomposition 50 mm), welche Blende bei welchem Abstand zwischen Blitzgerät und Motiv bei entweder ISO 100 oder ISO 400 am Objektiv einzustellen ist. Ich bin von den jeweils konservativen Leitzahlen 25 (bei ISO 100) und 50 (bei ISO 400) ausgegangen. Diese Leitzahlen hatte ich leicht mit meinem Blitz-Belichtungsmesser ermitteln können.
Möchten Sie sich selbst eine eigene Tabelle anfertigen – vielleicht auch nach regulärem Leitzahl-Maßstab  – dann lesen Sie sich diesen Artikel durch: nützliche Formeln zum manuellen Blitzen.

Freilich können Sie sich auch eine Tabelle mit einer anderen Zoom-Einstellung anfertigen. Die jeweiligen Lichtverluste bzw. -gewinne habe ich ja oben in einer anderen Tabelle aufgeführt.

ein Portrait mit Blitz und Diffusor links

Ein weiteres Beispielbild. Bei dieser Genrefotografie blitzte ich einfach durch den Diffusor meines 5-in-1-Reflektor-Sets hindurch, welches, als Tipp, eine sehr sinnvolle Ergänzung zu einem einzelnen Blitzgerät darstellt.

Manuelle Leistungssteuerung

Display Yongnuo BlitzDer Hauptgrund, warum ich mir diesen Kompaktblitz gekauft habe, ist dass man hier sehr bequem (über vier Tipptasten) und über einen weiten Spielraum (8 Blenden) in sehr feinen Schritten (Viertelstufen) die Leistung manuell regeln kann. Da kommen ältere „Strobistenblitze“ nicht mit – auch nicht, was die Genauigkeit anbelangt: Tatsächlich stimmt die Lichtdrosselung auch in dem Wert überein, wie es das Display angibt. Bei älteren Blitzen gibt es da durchaus auch Abweichungen um bis zu einer halben Blende (bei meinem Regula Variant ist dies der Fall).
Links sehen Sie das LCD-Display des Yongnuo. Es zeigt eine Lichtreduzierung um 1/4 was ja zwei Blenden weniger Licht bedeutet. Ferner gibt das Display Auskunft über die Zoom-Position. Mehr Informationen benötigt man hier eigentlich beim manuellen Blitzen eigentlich nicht.

Das Display

Folgendes lässt sich alles am Display ablesen:

Eine Sache wäre aber in Verbindung zur Möglichkeit der manuellen Steuerung noch sehr schön gewesen, was ich von meinem „Soligor 42 DA“ kenne: Jener gibt nämlich bei der Mitteilung des verwendeten ISO-Wertes (der an der Kamera eingestellt ist) die maximale Reichweite für eine korrekte Ausleuchtung (in Abhängikeit der jeweils gewählten Zoom-Position des Reflektors und der jeweils eingestellten Leistung) am Gerät selbst an. Hierbei wird elektronisch einfach nur die erste Formel in diesem Beitrag (umgestellt) verarbeitet. Dies erspart das Hantieren mit bzw. das Anlegen von Tabellen. Ältere Blitzgeräte besitzen hierfür einfach eine mechanische Rechenscheibe (wie z. B. mein Metz Stabblitz). Beim Yongnuo muss man hierfür auf eine Tabelle ausweichen.

Eingebauter Funkempfänger

Die Version III des Yongnuo YN 560 besitzt einen eingebauten Funkempfänger zum entfesselten Blitzen. Prima! Noch weniger, was man mitnehmen muss und was zusätzliche Batterien benötigt (von denen man ja unterwegs auch immer Ersatz dabei haben sollte). Der Funkempfänger ist kompatibel zum Yongnuo-System „RF-602“ sowie zum System „RF-603“.
Bisher habe ich aber noch keine Erfahrungen mit dem eingebauten Funkauslöser machen können. Allein: mir fehlt (noch) ein passender Sender – der gehört nämlich nicht zum Lieferumfang.

Yongnuo RF603II Funkauslöser für manuelles Entfesseln
Yongnuo RF603II Funkauslöser für manuelles Entfesseln
von SODIAL (R)

Zwei gleiche Blitz-Funkgeräte reichen: Entweder sind sie Sender oder Empfänger. Für das aktuelle Yongnuo Funkauslöser-System "RF 603" (non TTL) kann man den Empfänger auch einzeln kaufen und somit grenzenlos aufrüsten. Ferner lässt sich damit auch ein weiteres Blitzgerät huckepack auf der Kamera aufnehmen. Das Yongnuo RF603 System ist ideal zum entfesseln von Blitzgeräten.

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Yongnuo Funkauslöser

Yongnuo RF-603 & RF-602 Lesen Sie auch meinen Artikel: Die Yongnuo Funkauslöser

So: Nun habe ich mir endlich die passenden Funkauslöser besorgt! Ich bin begeistert: Ich nutze das ältere RF-602er-System. Hierzu wird einfach nur der winzige Auslöser in den Blitzschuh der Kamera gesteckt und das Blitzgerät wird irgendwo im Umkreis von 100 Metern positioniert (bei Wänden natürlich nicht ganz so weit weg). Es wird kein separater Empfänger mehr benötigt, der am Blitz rumbaumelt. Dieses Funksystem ist natürlich zuverlässiger und bequemer als die ganz günstigen Noname-Funkauslöser.

Yongnuo yn560-tx II Trigger Flash manuell Fernbedienung Transmitter LCD für Kamera Canon/Nikon DSLR A YN560III/YN560IV/yn660/yn968 N/yn860li Receiver Speedlite 602/RF603/RF603 II/RF605

Der Commander: Endlich lässt sich der Yongnuo 560 III & IV auch per Funk in der Leistung steuern sowie den Zoom ändern.

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Zu beachten: Im Admin-Menü des Yongnuo YN-560 III muss eingestellt werden, welches Funk-System man zum Auslösen nutzt: RF-602 oder RF-603. Beide System „funken“ offenbar auf einer leicht unterschiedlichen Frequenz. Auch ist zu beachten, dass das Blitzgerät bei Verwendung des älteren RF603er (Version I) erst auszulösen ist, wenn das Sendemodul im Blitzschuh der Kamera sitzt und die Kamera auch genau jener Marke entspricht, für welche der RF-603 bestimmt ist (N=Nikon, C=Canon, usw.). Doch die neue Version II des RF 603 kann z. B. auch aus der Hand ausgelöst werden bzw. ist zum Senden nicht an einen spezifischen Hot Shoe gebunden, kann also mit jeder Kamera genutzt werden. Doch lesen Sie bei Interesse meinen ganzen Bericht: Übersicht zum Yongnuo Funkauslöser RF-602 & RF-603.

Ganz neu: Mit dem neuen Funkauslöser „YN560-TX“ lässt sich zusätzlich noch die Blitzleistung als auch die Position des Zoomreflektors kabellos steuern.
LED Funk

Besteht eine Funkverbindung, leuchtet die sonst rote Signallampe blau.

Statt mittels Funk lässt sich das Gerät auch noch auf anderem Wege aus der Ferne auslösen: Stellen Sie den eingebauten Blitz Ihrer Kamera falls möglich auf möglichst schwache Leistung (damit das Bild dadurch nicht dominiert wird) und aktivieren Sie die „Slave-Funktion“ (Modus S1 oder S2) am Yongnuo. Prompt wird der externe Blitz sofort zünden, wenn der eingebaute Miniblitz der Kamera zündet.
Dies funktioniert allerdings nicht bei sehr starkem Umgebungslicht und man riskiert dabei freilich, dass das Licht des eingebauten Blitzes die Lichtsituation ungünstig beeinflusst. Ich stelle daher im Menü meiner Nikon die Lichtleistung des integrierten „Popup-Blitzes“ der Kamera ganz runter auf 1/128 Leistung. So hat er keinen Einfluss auf mein Motiv, wohl aber auf den „Slave-Blitz“. Sie können diesen Masterblitz tatsächlich immer auf der schwächsten Leistung belassen, denn beim „Dimmen“ des Masters reduziert sich ja nicht dessen Reichweite bzw. dessen Helligkeit: Lediglich die „Abbrennzeit“, also die Blitzdauer wird reduziert. Für das bloße Ansteuern eines externen „Slave-Blitzes“ ist eine verkürzte Abbrennzeit des „Masters“ aber nicht relevant. Die Funktion selbst nennt sich „Slave-Modus“:

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Slave-Modus durch eingebaute Servo-Blitz-Zelle

Slave Sensor am Yongnuo
Eine blinkende LED symbolisiert Slave-Sensor- oder Funk-Bereitschaft

Erst gestern freute ich mich darüber: Ich hatte ein Stillleben mit meinem Metz hinter einem Diffusorschirm als Führungslicht ausgeleuchtet. Im Hintergrund stand eine Holztafel, welche ich ganz leicht von unten ausleuchten wollte, um einen entsprechenden Verlauf zu bekommen. Hier kam der Yongnuo zum Einsatz: Ich schaltete auf den Slave-Betrieb („Slave“ = Sklave) (Modus S1) und reduzierte die Leistung auf 1/128 (also minus sieben Blenden). Ich musste das Blitzgerät gar nicht mit der Kamera verbinden bzw. über Funk ansteuern: allein die eingebaute Slave-Zelle registrierte, dass ein „Master-Blitz“ gezündet wurde und im Bruchteil einer Sekunde zündete der Yongnuo ebenfalls. Hier ist eine externe Zelle also nicht mehr notwendig und man kann auch auf Funk verzichten!
Es gibt übrigens noch einen weiteren Modus für einen evtl. TTL-Vorblitz des „Master-Blitzes“ (Modus S2). Ein solcher Vorblitz dient ja als Test für die Belichtungsautomatik. Allerdings springen dabei auch konventionelle Slave-Zellen drauf an. Nicht so beim Yongnuo: Man kann ihm mitteilen, dass zunächst ein Vorblitz ignoriert werden- und erst beim darauf folgenden Blitz gezündet werden soll. Wie oben schon beschrieben, kann als „Master“ freilich auch der kleine in der Kamera eingebaute Blitz benutzt werden und natürlich kann es auch mehrere „Slaves“ geben.

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Hier nutze ich zwei der Geräte für eine perfekte High Key Produktaufnahme. Man kann jene einfach mit der eingebauten Slave-Zelle synchronisieren, oder aber auch über Funk.

Probleme mit externen Synchron-Servo-Auslösern

eine Servozelle zum Synchron Blitzen

Um bei hellem Umgebungslicht mit einer Servozelle ein zweites Gerät synchron auslösen zu können, muss die Servo-Zelle nah am Reflektor des „Master-Blitzes“ angebracht werden.

Mir ist ein Problem bei der Verwendung von externen Synchronauslösern (Blitzzelle bzw. Servo) aufgefallen. Das Gerät besitzt ja bereits einen eingebauten Slave-Auslöser. In manchen Situationen ist man aber auf einen externen Servo angewiesen (sofern man kein Funk verwendet): Beispielsweise wenn der Blitz hinter einer Wand steht und das Master-Licht nicht empfangen werden kann und so ein externer Servo mittels Kabel „um die Ecke gelegt“ werden muss. Ist das Master-Signal zu stark, dann löst der Yongnuo-Blitz zwar als Slave aus. Dann kommt es aber zu folgendem Phänomen: Die LED, die ein Auslösen signalisiert, leuchtet beständig auf und ein weiteres Auslösen ist erst möglich, wenn man die Slave-Zelle kurz ab- und wieder anstöpselt.

Ringblitz Alternative

Ein weiteres Beispiel mit einem zweiten, durch Slave-Foto-Zelle angesteuerten Blitz: Der Zangenblitz als Ringblitz-Alternative.

Insbesondere wenn diese Zelle in unmittelbarer Nähe zum Reflektor des Master-Blitzes positioniert werden muss (beim Simulieren vom Porty-Look bei Sonnenschein wäre dies beispielsweise der Fall) habe ich dieses Problem erfahren müssen. In solchen Fällen nutze ich dann meinen Yongnuo als Master und meinen Metz-Blitz als Slave oder besser: ich benutze einfach Funk statt über Servos zu synchronisieren.

Interessieren Sie sich vielleicht themenübergreifend für „Slave-Sensoren“? Lesen Sie dann auch meinen Artikel „Mehrere Blitze mit Slave-Fotozellen synchron auslösen„.

Eingebaute „Bounce-Card“ und Streuscheibe

Blitzkarte und Diffuros-Scheibe am Blitzgerät
Im Kopf des Blitzes befindet sich die Diffusor-Scheibe sowie die Blitzkarte.

Wie die Speedlite-Vorbilder von Nikon & Canon besitzt auch der Yongnuo eine sogenannte „Bounce-Card“. Sie ist im Kopf versteckt und lässt sich bei Bedarf herausziehen. Wozu dient diese weiße Kunststoffkarte? Sie kann beim indirekten Blitzen gegen die Decke oder eine Wand nützlich sein: Blitzt man nämlich in einem recht steilen Winkel gegen die Decke, um weiches Licht zu erhalten, dann kann es sein, dass die Augen einer Person im Schatten liegen (das Licht kommt ja hauptsächlich von oben). Mit dieser „Blitz-Karte“ wird nun ein geringer Teil des Lichtes einfach direkt nach vorne zur Person umgelenkt. Dadurch werden die Augenhöhlen etwas aufgehellt und die Person erhält ein sogenanntes „Catch Light“ in den Pupillen: eine winzige Lichtreflexion.

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Ältere Blitzgeräte besaßen hierfür sogar einen zweiten kleinen Reflektor. Beachten Sie, dass Sie zur „Bounce Card“ auch die Streuscheibe ausklappen. Denn Das Licht des (nach oben gerichteten) Reflektors geht ja hauptsächlich an der Blitz-Karte vorbei. Erst durch die Streuscheibe wird auch ein Teil zu ihr hin reflektiert (und von dort direkt zur Person).

Die Streuscheibe selbst dient zur Verwendung von Weitwinkelobjektiven: Hierbei wird das Licht – wie es der Name bereits sagt – noch weiter gestreut, um auch all das ausleuchten zu können, was das Weitwinkel-Objektiv sieht. Bei Objektiven ab 21 mm (Vollformat) sollte man die Scheibe nutzen.

Fokus-Hilfslicht / Fokussierhilfe

AF Hilfslicht

Autofokus-Hilfslicht des TTL Yongnuo 565 EX

Moderne Blitzgeräte besitzen eine zusätzliche Lampe (AF-Hilfslicht), welche sich vorn hinter einer roten Plastikabedeckung befindet und welche bei der Fokussierung mittels Autofokus an der Kamera kurz aufleuchtet, dabei ein Raster auf das Motiv projiziert und dem Autofokus bei eher dunklen Lichtverhältnissen hilft, sich einstellen zu können (eine solche, allerdings schwächere, Lampe befindet sich bereits an vielen Kameras selbst). Mit einer solchen Auto-Fokus-Hilfslicht-Projektion kann man übrigens auch bei völliger Dunkelheit blitzschnell den Autofokus nutzen. Nun könnte man annehmen, der Yongnuo besitzt ebenfalls eine solches Hilfslicht für den Autofokus des Objektives, denn auch er hat eine solche rote Plastikabdeckung. Stimmt aber nicht: Das Blitzgerät hat kein AF-Hilfslicht. Wie sollte dieses auch durch die Kamera aktiviert werden? Dies geht nur über eine TTL-Schnittstelle und eine solche besitzt der Yongnuo YN560 nun mal naturbedingt nicht. Hinter der roten Abdeckung befindet sich lediglich das Lämpchen zur Signalisierung für die aktivierte Slave- oder Funk-Bereitschaft.

Wenn Sie dieser Punkt aber interessiert. lesen Sie doch einmal meinen Artikel über den TTL Yongnuo 565 EX. Der 565er ist ganz ähnlich (manuelle Steuerung) wie das hier vorgestellte Gerät (allerdings ohne Funkempfänger), besitzt aber eben ein solches AF-Hilfslicht sowie volle TTL-Unterstützung.

Stroboskop-Funktion

Eigentlich ist diese Funktion für mich unbedeutend. Klar: Man kann ja mal eine herunterfallende Teekanne samt durch die Luft fliegende Scherbensplitter fotografieren. Aber so ein Effekt nutzt schnell ab. Die Stroboskopfunktion könnte aber noch zu etwas anderem nützlich sein: Dadurch nämlich, dass man mit dem Yongnuo eine Salve an „Miniblitzen“ losschießen kann, könnte man eventuell auch mit langsameren Schlitzverschlüssen an der Kamera bei schnelleren Verschlusszeiten blitzen als eigentlich bei einem einzigen kurzen Blitz realisierbar. Dies muss ich allerdings noch testen.

Der Yongnuo YN 560 III kann bis zu 100 Blitze pro Sekunde abfeuern! Dies sieht dann für unser Auge tatsächlich aus wie ein Dauerlicht. Die Leuchtdauer für dieses „Dauerlicht“ beträgt ca. eine 3/4 Sekunde bei der geringsten Leistung von 1/128. Dabei ist der Raum taghell! Man kann den Blitz (kurz) wie ein Lichtschwert umher schwenken, gepaart mit dem obligatorischen Stroboskop-Geräusch. Frequenz und Leistung kann man mit dem Menü fein regeln.
Sehr schön lassen sich dann auch mal die einzelnen Zoom-Positionen visuell beurteilen! Und für eine weitere Sache ist die Stroboskop-Funktion interessant:

Pseudoeinstelllicht mit der Stroboskopfunktion

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Ein Vorteil, den Studioblitze mit sich bringen, ist deren Einstellicht um z. B. die Schatten bei einem Portrait vor der Aufnahme schon beurteilen zu können. Zur Not geht das auch mit der Stroboskopfunktion.

Hierzu wechselt man aus dem Modus „M“ in den Modus „Multi“, stellt die Leistung auf 1/128 und die Frequenz auf ca. 40 x 40 Hz. Nun kann man mehrere Sekunden eine Art Dauerlicht machen – bis sich der eingebaute Kondensator wieder aufladen muss. Das Aufladen dauert aber lediglich eine weitere Sekunde. Dies ersetzt natürlich kein Einstelllicht, aber zur Not kann es helfen – gerade, wenn man – wie ich – oft auch „analog“ fotografiert und dann eben kein Display zur Kontrolle hat.
Nutzt man die Yongnuo Funkauslöser, so kann man die Stroboskopfunktion (bzw. das „Pseudo-Einstelllicht“) bequem aus der Ferne auslösen und die Ausleuchtung so direkt vom Kamerastandpunkt beurteilen. Dies funktioniert aber tatsächlich nur mit den Original-Funkauslösern. Mit den simplen Noname-Triggern geht dies nicht.
Nachteil: Nachdem man mit diesem „Einstelllicht“ den Lichtcharakter begutachtet hat, muss man wieder zurück zum Blitzgerät, um jenes wieder vom Modus „Multi“ auf den Modus „M“ umschalten (ein Mal auf die Mode-Taste drücken). Die vorher im Multi-Modus auf 1/128 gedrosselte Leistung wirkte sich aber nicht auf die Leistung im „M-Modus“ aus! Hier steht dann noch der alte Wert.

Bei vielen Kameras lässt sich die Stroboskop- bzw. die Dauerlichtfunktion auch mit der Abblendtaste aktivieren. Dies funktioniert bei Blitzgeräten mit passender TTL-Schnittstelle. Eine solche Kommunikationsmöglichkeit besitzt der YN-560 ja nicht, daher ist dies hier nicht möglich. Man muss die Stroboskopfunktion direkt am Blitz oder eben mittels den Yongnuo-Funkauslösern aktivieren.

Abbrennzeit

der Porty Look

Mit einer kurzen Abbrennzeit in Kombination mit einer kurzen Verschlusszeit lässt sich prima Nacht am helllichten  Tag simulieren.

Für die meisten Einsätze ist dieser Punkt nicht relevant. Geht es aber darum, schnelle Bewegungen (Stichwort: Wassertropfen) einzufrieren oder einen Porty-Look zu simulieren, ist es wichtig zu wissen, wie lang bzw. kurz die sogenannte Abbrenndauer des Blitzes ist. Je höher die eingestellte Leistung an einem Blitzgerät, desto länger ist seine Leuchtdauer, denn nichts anderes meint „Abbrennzeit“. Bei voller Leistung (1/1) beträgt die Abbrennzeit hier ca 1/200 Sekunde. Das kann man schnell selbst testen, wenn man eine Kamera hat, welche auch noch bei 1/400 Sekunde den Blitz synchronisieren kann: Hier müsste das Bild bei 1/400 Sekunde dunkler sein (Blitz auf volle 1/1-Leistung) als bei 1/200 Sekunde. Ist dies nicht der Fall, schafft Ihr Exemplar auch die 1/400 Sekunde. Eine Abbrennzeit von 1/200 Sekunde ist recht lang – verglichen mit Studioblitzanlagen. Für Aufsteckgeräte ist dies bei dieser Leistung noch normal. Doch bei der schwächsten Teilleistung (1/128) beträgt die Abbrenndauer lediglich 1/20.000 Sekunde.

Hier könnte man also selbst die schnellsten Bewegungen einfrieren (z.B. ein platzender Luftballon in einem dunklen Raum, indem man den Blitz mit einem Akustiksensor ansteuert oder mit der Stroboskopfunktion experimentiert). Freilich muss in einem solchen Fall mit offener Blende und/oder hoher ISO bzw. mit einem nah am Motiv positioniertem Blitzgerät gearbeitet werden. Oder aber man schaltet mehrere (gleich starke) Blitzgeräte parallel: ein weiteres Gerät bringt eine ganze Blende mehr Lichtgewinn, mit vier Blitzen hat man zwei Blenden Gewinn. Auf diesem Wege hat man beides: eine kurze Abbrennzeit bei noch genügend starker Leistung. Durch den integrierten Funkempfänger oder die Slave-Zelle lassen sich die Geräte ja wunderbar parallel auslösen.

Synchronisierung auf den zweiten Verschlussvorhang

Tja, da muss ich zunächst mit den Schultern zucken: Man soll laut Bedienungsanleitung den Blitz auch auf den sogenannten zweiten Verschlussvorhang synchronisieren können. Es ist nicht so, dass ich nicht wüsste, was das bedeutet! Ich frage mich an dieser Stelle nur, inwiefern dem Blitz selbst mitgeteilt werden muss, dass er erst dann zünden soll, just bevor sich der Verschluss der Kamera wieder schließt. Denn vielmehr muss doch so etwas im Menü der Kamera konfiguriert werden, nämlich dass jene das Blitzsignal eben erst dann abgibt, kurz bevor sie wieder im Begriff ist, die Belichtung zu beenden. Wozu da der Blitz „mitreden“ soll, erschließt sich mir nicht. Die Technik des „auf den zweiten Verschlussvorhang synchronisieren“ ist meiner Meinung nach ohnehin nur in seltenen Fällen sinnvoll (Lichter eines Autos verwischen bei einer etwas längeren Verschlusszeit noch nach hinten weg). Die Bezeichnung dafür klingt eben nur gut und irgendwie professionell. Ich benötige so etwas nicht, sondern lasse meinen Blitz / meine Blitze immer sozusagen just in time zünden.

Stromversorgung & Batterien

Eneloop Akkus im Blitz
Eneloop-Akkus im Blitz

Wie bei fast allen Blitzgeräten dieser Klasse wird der Yongnuo mit vier AA-Batterien betrieben (die „Walkman-Batterien“ bzw. R6-Batterien). Ich benutze – wie so viele Leute – die bekannten Eneloops von Sanyo.
Obacht: Das gerät besitzt keine Batterie-Status-Anzeige. Dies ist ein Nachteil gegenüber anderen Geräten.* Ich dachte nämlich einmal schon, ich hätte meinen Blitz schon kaputt gespielt: Er zeigte typische Symptome: Der Zoom bewegte sich nur nach erneutem Einschalten und dann nur träge bis gar nicht mehr. Auslösen konnte man anfangs nur auf sehr schwacher Leistung und dann gar nicht mehr. Einfach mal die Akkus auswechseln, auf die Idee bin ich erst später gekommen (weil ich die Akkus normalerweise eigentlich immer nach System bzw. nach einem längeren Einsatz stets auflade). Irreführend diesbezüglich finde ich auch die Farbe der LED zur Blitzbereitschaft: Sie leuchtet nämlich grün, wenn eben noch nicht geblitzt werden kann (da der interne Kondensator noch nachgeladen werden muss). Erst bei rot ist der Yongnuo einsatzbereit.

* Oops. Eine Batteriestatus-Anzeige anzeigen ist ja doch vorhanden – Die hatte ich am ziemlich detailierten Display glatt übersehen. Allerdings leuchtet diese nur auf, wenn tatsächlich der Strom knapp wird. Es ist nicht so, wie man es von anderen Geräten gewohnt ist, dass das Batterie-Symbol permanent mit z. B. drei Balken eingeblendet ist. Ok. Also ab und zu mal einen Blick nach unten rechts aufs Display werfen, denn dort (neben der „Brennweiten-Anzeige“ des Zoom-Reflektors“) könnte dann irgendwann das Batterie-Warn-Symbol auftauchen.

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Nachtrag: Es hat sich bei mir im laufenden Betrieb herausgestellt, dass die eben besprochene Batterie-Warnanzeige manchmal trotz fast leeren Akkus doch nicht aufleuchtet. Für das Akku-Management  gibt es hier daher leider einen Minuspunkt. Offenbar funktioniert die Akkuanzeige nur bei Batterien vernünftig (und nicht bei Akkus).
Falls Ihr Gerät also irgendwann rumzickt, wechseln Sie mal die Akkus.

Anschlüsse

Anschluss-Buchsen
die Anschlüsse

Auf der anderen Seite, auf welcher sich das Batteriefach befindet, gibt es noch eine kleine Klappe. Dahinter haben wir zwei Anschlüsse: einmal die Buchse für einen separaten Akkupack. Und dann gibt es hier noch die gute alte PC-Sync-Buchse. Am Anfang dieses Artikels hatte ich ja von einem „Mikro-Studioblitz“ gesprochen – und bleibe nicht zuletzt wegen solcher sinnvollen Anschlüsse dabei. Nur ein direkt eingebautes Gewinde für ein Stativ würde die Geschichte nun noch abrunden. Doch immerhin hat der mitgelieferte Standfuß ein solches Gewinde, dass man den Blitz eben auf diese Weise gut auf ein Stativ schrauben kann.

Farbfilter

Durch die eingebaute Servo-Zelle kann man das Gerät prima als Hintergrundbeleuchtung mit z. B. Farbfiltern ins Setting integrieren.

Akustisches Signal

Genau wie ein Studioblitz besitzt auch der Yongnuo ein (abschaltbares) akustisches Signal, wenn das Blitzgerät nach dem Auslösen wieder einsatzbereit ist. Sollte man bei Teilleistung arbeiten, dauert das Aufladen nur einen Augenblick. Blitzt man aber bei voller Leistung, kann es bei fast leeren Akkus  schon über 3 Sekunden dauern, bis man erneut blitzen kann. Das Signal (ein Piieep) gibt dann sozusagen grünes Licht. Bei vollen Eneloop-Akkus dauert das Nachladen bei voller Leistung ca. 1-2 Sekunden.

Stand By und automatische Abschaltung

Um Strom zu sparen schaltet der Yongnuo nach einer (im Admin-Menü) definierbaren Zeit  ist den Standby-Modus. Dies ist praktisch, damit in einer Pause nicht ständig der Blitz-Kondensator neu geladen wird, wenn eh nicht geblitzt wird. Nach einer weiteren (definierbaren) Zeit kann sich der Blitz auch ganz ausschalten.

Admin-Menü: Das Blitzgerät seinen Bedürfnissen anpassen

Wie gesagt, lässt sich Standby-Zeit und Ausschalt-Zeit genau definieren – oder auch ganz deaktivieren. Hierzu gibt es ein Benutzer-Menü, in welchem man das Blitzgerät sozusagen personalisieren kann. So kann die Leuchtdauer des Displays eingestellt- sowie die Genauigkeit der manuellen Leistungsregelung angepasst werden: Ob man den Blitz beispielsweise in halbe Blendenstufen, Drittel oder Viertel regeln möchte. Ferner lässt sich einstellen, ob der Blitz bei einmaligen Drücken auf den Powerknopf sofort an- bzw. ausgeht oder ob man diesen Knopf dabei eine Sekunde gedrückt halten muss. Und wenn man einen kompatiblen Funkauslöser benutzt, muss man dem Yongnuo im Menü einmalig die Art (RF-602 oder RF-603) mitteilen.

In das Admin-Menü des Yongnuo YN-560 II / III und IV gelangt man folgendermaßen:

“Beleuchtung-/ Soundknopf” + “Mode-Knopf” gleichzeitig drücken. Nun mit den Up- Down-Tasten die Funktionen auswählen und mit dem Mittelknopf bestätigen.

Lieferumfang

Blitzgerät mit Bouncecard
Eine weitere Ansicht des Gerätes auf dem Standfuß.

Der Yongnuo kommt inklusive einer gepolsterten Tasche. Dies begrüße ich ja. Was noch schön gewesen wäre: eine Gürtelschlaufe daran. Außerdem wird ein Schuh geliefert, mit dem der Blitz etwas wie eine Ente aussieht. Dieser Standfuß ist sehr praktisch, wenn man den Yongnuo zum Beispiel als Slave-Blitz irgendwo in den Raum stellt. Am Fuß befindet sich auch ein Gewinde für ein Stativ. In der Tasche befindet sich übrigens ein kleines Fach für eben den Standfuß.

Zusammenfassung

Pro und Kontra

Fazit

Mit dem Yongnuo Speedlite YN-560 Mark III habe ich ohne Zweifel ein flexibles, starkes und im Schnitt wirklich gutes Blitzgerät erworben. Da ich bei meiner Art Blitzlicht einzusetzen keine Automatikfunktionen gebrauchen kann, vermisse ich solche natürlich auch nicht an diesem Gerät. Wer richtiges TTL benötigt, sollte sich einmal den Yongnuo YN 565 EX ansehen. Diesen kann man im Übrigen ebenfalls bei Bedarf komplett manuell steuern. Für dessen TTL-Funktion muss man allerdings ca. 30 Euro mehr berappen als beim 560er (hat dann aber wiederum keinen eingebauten Funkempfänger).
Als ich den 560er das erste Mal aus der Verpackung nahm, war ich sofort von der guten Verarbeitung und von der Haptik – insbesondere, was den drehbaren Reflektors betrifft – positiv überrascht. Die manuelle Steuerung, der Zoom und die überdurchschnittlich starke Leistung ist genau das, was ich benötige.

Dinge wie eine eingebaute „Bounce Card“ und eine PC-Sync-Buchse sind nette Eigenschaften, die ich aber nicht unbedingt brauche. Den eingebauten Funkempfänger benutze ich nun auch mit dem Original-Funkauslöser und bin auch davon überzeugt. Irgendwo hatte ich gelesen, dass es evtl. bald Funksender geben wird, mit denen man nicht nur auslösen- sondern auch die Leistung steuern kann. Das wäre natürlich sehr praktisch, wenn der Blitz beispielsweise oben auf einem Stativ hinter einem Schirm installiert ist und man schlecht an diesen heran kommt.
Edit: Mittlerweile ist tatsächlich ein Funk-Fernauslöser mit sowohl Leistungs- als auch Zoomsteuerung rausgekommen: der Yongnuo YN560-TX.
Ferner gibt es bereits die Ankündigung für den Nachfolger des YN-560 III: der Yongnuo YN560-IV steht in den Startlöchern. Edit: Er ist nun seit längerem auf dem Markt.
Ein Manko ist vielleicht noch die fehlende Batterie-Überwachungs-Anzeige (nur bei bereits fast leerer Batterie wird ein entsprechender Hinweis eingeblendet). Für einen Top-Preis von derzeit ca. 55 Euro ist dies natürlich zu verschmerzen. Ich habe sowieso immer einen Satz Ersatz Eneloops dabei.

Yongnuo YN-560 IV manueller Blitz universell für Standardblitzschuh
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Starker, manueller Blitz: Der Yongnuo YN-560 Mark IV ist ein moderner Blitz höherer Leistung (Leitzahl 56 bei ISO 100 / Zoom 105 mm), frei (und sehr fein) regelbarem manuellen Modus im Bereich von 8 Blendenstufen, Zoom-Kopf und bereits integriertem Funkempfänger und -Sender sowie Slave-Zelle zum gewohnt günstigen Preis auf Amazon.

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Blitzgerät auf Halterung für Schirm

Studioblitz-Alternative: Mein Yongnuo hinter einem Blitzschirm

Über eine Stelle in der Bedienungsanleitung bin ich etwas stutzig geworden: Dort wird empfohlen, das Gerät nicht ständig bei voller Leistung zu benutzen. Hier stellt sich natürlich die Frage: Wie lange werde ich wohl meine Freude an diesem schönen Blitz haben? Dies kann ich natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten. Im Zweifel (bei längerer Belastung) arbeite ich dann lieber mit der doppelten Emfindlichkeit (ISO) an der Kamera und fahre den Blitz auf halbe Leistung. Oder ich blende am Objektiv eine Blende weniger ab, um nicht ständig bei voller Leistung Blitzen zu müssen. Bisher arbeitet das Gerät bei mir treu seit vielen Monaten. Ich muss hierbei aber sagen, dass ich es nicht im Dauerbetrieb zack zack einsetze, sondern eher ein gemächlicher Fotograf bin (siehe meine Beispielbilder). Aber noch etwas frage ich mich: Warum kann so ein gutes Blitzgerät so günstig sein? Am Fehlen der TTL-Funktion kann es nicht liegen – der Yongnuo YN 565 X ist so viel teurer auch nicht. Dann denkt man natürlich an die Leute, die diese Dinger in Fernost zusammen schrauben müssen und an die Höhe derer Löhne. Vielleicht ist dies ja der Grund. Oder sind die konventionellen Markengeräte einfach nur überteuert?

Artikeldatum: 19.11.2013 / letzte Änderung: 3.11.2019

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

Tom | am 17. Februar 2019

Grüße Rich,
ich habe meine rein manuellen Yongnuos nicht mehr. An meinem YN-685 habe ich das einmal ausprobiert: Der Funksender (RF-602) weckt das Gerät durchaus auf. Aber beim Aufwachen wird noch nicht geblitzt. Erst beim zweiten Impuls dann. Das heißt für die Praxis, wenn das Blitzgerät noch schläft: Entweder einmal auf den Knopf des Senders drücken oder zwei Bilder hintereinander machen, wobei das erste eben dann noch ohne Lichtblitz ist.
Nun kann ich dir nicht garantieren, dass es beim YN560 genau so ist. Ich vermute allerdings schon.

Viele Grüße zurück!

Rich | am 16. Februar 2019

Danke für den guten Artikel. Deine Seiten helfen mir bei der Kaufentscheidung. Eine Frage dazu habe: Falls der Yongnuo YN-560 III in den Standby Modus wechselt, ist er über den Funkadapter wieder zum Leben zu erwecken? Und falls ja, gleich beim ersten Bild?

Danke und vG
Rich

Matthias | am 14. Juli 2018

Danke für die superschnelle Antwort. Nun ja, also mehr Equipement schleppen, auf gutes Licht bauen oder Grips einschalten und hoffen, daß interessante Reflektionen möglich sind – und auf Einfrieren verzichten…

Tom | am 14. Juli 2018

Hi Matthias, mir ist es tatsächlich schon gelungen, das Handy mit einem externen Blitz auszulösen. Allerdings handelte es sich damals um eines der alten Handys. Und: Ich hatte eine Slave-Zelle zum Synchronisieren benutzt (wie der hier vorgestellte Yongnuo ja bereits eingebaut hat). Der interne Blitz an diesem alten Handy funktionierte wahrscheinlich nicht über eine helle LED, wie sie heutige Smartphones besitzen, sondern offenbar tatsächlich über eine „Gasentladung“, wie es bei Blitzgeräten der Fall ist. Denn mit meinem Smartphone kann ich den Servoauslöser nicht auslösen. Vermutlich ist die Abbrennzeit der LED zu lang. Per Hand-Synchro geht das ohnehin nicht. Das wäre schon großes Glück, hier genau den Moment zu erwischen. Das funktioniert nur, wenn die Belichtungszeit sehr lang ist (ab vielleicht 1/15 Sekunde).

Ja, die Abbrennzeit sollte generell bei der Blitzfotografie kürzer als die Verschlusszeit sein, sonst würde man sie „beschneiden“. Das hat jetzt aber nichts konkret mit dem Handy zu tun.

Grüße zurück!

Matthias | am 14. Juli 2018

Kompliment, tolle Seite mit vielen spannenden Infos. Bin immer wieder begeistert, daß es Leute gibt, die mit viel Herzblut Andere an Ihrer Arbeit und dem Wissen teilhaben lassen – vielen Dank dafür. Ich habe folgende Frage: häufig habe ich doch nur meine Handyknipse dabei… wenn Blitz (Neewer) und Funkauslöser mit von der Partie wären, gibt es eine halbwegs gebräuchliche Methode, die beiden zu synchronisieren? Ich habe versucht, den Auslöser Kamera und Funkauslöser per Hände parallel auszulösen… war nicht sehr erfolgreich (habe aber die Verschlusszeit vergessen). Die Abbrenndauer sollte wohl kürzer als die Verschlusszeit sein? Grüße und Danke im Voraus

Tom | am 11. Juli 2018

Hallo, ich kann da leider konkret auch nicht weiter helfen, da ich die Canon 60D nicht besitze. Doch schaue einmal ins Menü der Kamera bzw. in den Bereich, wo man Blitzeinstellungen vornehmen kann. Ggf. gibt es dort auch eine Funktion, dass der Blitz (bzw. das Signal der Kamera) als manuell (nicht TTL) eingestellt werden kann.

Viele Grüße zurück!

Alexander | am 9. Juli 2018

Hallo. Ich nutze YN560III mit meiner Canon EOS 60D. Kann mir jemand sagen, ob ich einen Fehler mache oder es einfach nicht funktioniert? Wenn der YN auf der Kamera montiert ist, lässt es sich nur im Automatik Modus (grüner Kasten) auslösen. In Av/Tv/M geht es nicht. Woran liegt es? Gruss

DonVito | am 20. November 2017

Vielen Dank für deinen aussagekräftigen Bericht. Ohne viel schnick-schnack auf den Punkt gebracht. Hab mir aus deinem Inhalt einen kleinen Spickzettel gemacht, wird ausgedruckt und einlaminiert. Hab ich immer dabei für den Fall der Fälle. In der Aufregung vergisst man ab und an was, da ist es gut zu wissen das kompaktes Wissen dabei ist.

Nochmal danke!

Tom | am 15. August 2017

Hallo Hartmut, danke für das Lob! Ja, ich interessiere mich schon seit fast 20 Jahren für die Fotografie und habe auch noch zwei andere Seiten darüber (hauptsächlich mit dem Schwerpunkt analoge Fotografie). Zu deiner Frage: Ja, du vermutest richtig, es ist das 1/4-Zoll-Standardgewinde. Man kann den Blitz also mit dem im Lieferumfang enthaltenen Fuß auf ein normales Stativ / auf einen Stativkopf schrauben. Aber nicht zu fest anziehen, ist nur Plastik. Hier habe ich ein Foto rausgekramt, wie ich den Fuß bzw. meinen Yongnuo auf einem Stativ befestigt hatte:
Stativbefestigung des Blitzgerätes
Bei dem Foto oben mit dem abgestorbenen Baum, den ich damit ein bisschen „Pfiff“ von der Seite gebe, handhabte ich es genau so.
Grüße!

Hartmut | am 15. August 2017

Hallo,

habe mir vor ein paar Tagen den YN 560 IV angeschafft. Für das entfesselte Blitzen gehört da zum Glück ja auch ein Standfuß zum Lieferumfang. Das Ding hat zusätzlich auch noch ein Gewinde, welches das Aufschrauben des Blitzes auf ein Stativ ermöglicht. Meine Frage: Hast du eine Ahnung, welche Größe dieses Gewinde des Standfußes hat ??? Dazu ist leider in der Bedienungsanleitung nichts erwähnt ….. Da ich mir jetzt eine Stativ zulegen möchte, auf welches ich den Blitz schrauben kann, stehe ich jetzt etwas auf dem Schlauch. Ich will nicht irgndwas auf`s „Gerate Wohl“ kaufen, was ich dann vielleicht nicht verwenden kann. Vermutlich handelt es sich um ein 1/4 Zoll Gewinde, aber wer weiß …..
Übrigens: Wenn ich mir deine Seite so anschaue, mußt du ja echt einen richtigen „Plan“ von der ganzen Materie haben und machst dir auch richtig Arbeit und Gedanken mit der ganzen Materie. Man sieht schnell, dass Foto und Co. ein großes Hobby von dir ist. Gefällt mir wirklich !!!

Tom | am 18. Mai 2017

Hallo Steffen, danke für das Lob. Dein Problem ist mir aber bisher noch nie begegnet. Das klingt nicht gut bzw. ich wüsste da auch nicht weiter. Das klingt wie ein Computer, der mal neu formatiert werden müsste. Geht hier (Firmware-Update) meines Wissens nach aber nicht.

Steffen | am 18. Mai 2017

Hallo Tom,

Ich habe ein Problem mit meinem YN560III für Canon.

Ich kann denn Blitz nicht mehr per Funk mit nur einem YN603 auslösen, Da der Funkmodus nicht mehr Aktiv ist! Und ich es im Menü des Blitzes nicht mehr Aktivieren kann. Wenn ich auf die Taste Auslösemodus Auswahl drücke, ist der ganze Blitz Lahm gelegt! Und kann ihn selbst mit dem Ein/Aus Knopf nicht mehr ausschalten. Das heißt ich muss den Batteriefachdeckel öffnen und wieder schließen.

An was kann das liegen?

Gruß Steffen

PS: Deine Seite ist echt Toll und Informativ! Nur zu meinem Problem hab ich leider im Netz nichts passendes gefunden.

Ilan Schulz | am 6. März 2017

Nabend. Hab gerade den Blitz und den tx geliefert bekommen und wollte mich noch kurz etwas belesen…dabei bin ich hierüber gestolpert. Top Artikel! Vielen dank!

Grüße

Ludger | am 3. Februar 2017

Lieber Tom, durch Zufall bin ich auf deine Seite gestoßen und wollte Dir ein Lob aussprechen. Was Du schreibst ist mir nicht neu, ich fotografiere seit 1972 und unterschieb 1980 meinen Ausbildungsvertrag in einem Fotostudio. Du erklärst die Dinge sehr schön und verständlich. Der von Dir vorgestellte Blitz ist sehr empfehlenswert. (Jeder Blitz kann nur blitzen) Für Blitzfreunde möchte ich eine kleine,kreative Idee vorstellen; Nachts (es muß sehr dunkel sein) die Kamera auf einem Stativ z.B. im Wald, oder wo man will, aufstellen, den Verschluß auf(Bulb), Blende 8, ASA 100 und dann mit dem Blitzlicht losgehen und die Bäume einzeln anblitzen. Mit Farbfiltern vor dem Blitz kann das sehr dämonisch aussehen. Zeit und Blende ausprobieren. Liebe Grüße, Ludger

Tom | am 24. September 2016

Hallo Sebastian, nein – kein externes Powerpack bei mir. Mich würde zwar in dieser Hinsicht interessieren, inwiefern sich die „Nachladezeit“ mit einem solchen Akkupack bei voller Leistung reduzieren kann. Doch ich hatte bisher noch nie Sorge, dass mir mit den „normalen“ Batterien der Strom ausgeht. Ich habe ja immer ein Ersatzpäckchen Eneloops mit. Habe also hier noch nicht experimentieren können.

Sebastian | am 24. September 2016

Hallo!

Danke für den ausführlichen Artikel. Ergänzend kann ich nur noch mal das absolut empfehlenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis bei Yongnuo-Blitzen betonen. Selbst TTL-Blitze sind mittlerweile absolut günstig.

Mich würde interessieren, ob du ein externes Batterie-Powerpack für den Yongnuo empfehlen kannst? Da bin ich bisher noch nirgends fündig geworden.

Liebe Grüße,
Sebastian

Tom | am 29. März 2016

Sehr gerne 🙂

Eberhard | am 29. März 2016

Oh, jetzt ist nicht nur mein Kommentar wieder da sondern sogar schon eine Antwort. Das ist ja super. Danke!
Schön, dass ich es jetzt richtig verstanden habe. Das reduziert unnötiges und frustrierendes Herumprobieren. Deine tollen Seiten werden mir in den nächsten Tagen ganz sicher noch eine wertvolle Hilfe sein.
Danke nochmals, Tom, für das tolle Know-how!
Liebe Grüße aus Berlin
Eberhard

Tom | am 29. März 2016

Hallo Eberhard, ich hatte dir auch geantwortet. Bei mir ist alles zu sehen. Aktualisiere doch mal die Seite.

Eberhard | am 29. März 2016

Hallo,
ich hatte hier gerade einen Kommentar verbunden mit einer Frage hinterlassen. Jetzt ist er weg. Wie darf ich das interpretieren?

Tom | am 29. März 2016

Hallo! Ja, 1/4 bedeutet eine Reduzierung bezogen AUF den Ausgangswert (volle Leistung bzw. 1/1). Vielen Dank für den Hinweis. Ich selbst bin ja ansonsten auch recht korrekt, was die Sprache anbelangt. Das ist mir gar nicht aufgefallen.

Eberhard Patsch-Heilmann | am 29. März 2016

Hi, tolle Informationen für einen wie mich, der diesbezüglich noch viel zu lernen hat.

Eine Verständnisfrage habe ich jetzt doch: Seit wenigen Tagen bin auch ich Besitzer des Yongnouo 560 III, habe bislang aber noch wenig experimentiert, weil ich zu der seltenen Spezies gehöre, die sich gern vorher kundig macht. In deinem Blog las ich nun, dass die Displayangabe 1/4 eine Reduzierung der Lichtleistung UM 1/4 bedeuet. Daraus habe ich geschlussfolgert, dass 1/128 eine Reduzierung UM 1/128 bedeutet. Zum Ende deines Blogs heißt es dann jedoch, dass die volle Lichtleistung bei 1/1 erreicht würde. Heißt das nicht im Umkehrschluss, dass die Angabe 1/4 eine Reduzierung der Lichtleistung AUF 1/4 der vollen Lichtleistung bedeutet und demzufolge 1/128 der geringsten Lichtleistung – also AUF 1/128 der vollen Leistung entspricht?
Sehe ich das jetzt richtig?

Klaus | am 10. März 2016

Hallo
Wau ..danke für die schnelle Antwort. meine Frage/Problem hat sich erübrigt. Es war wirklich das Kabel. Mit einem anderen Kabel hats nur so geblitzt:)….
Grüße
Klaus

Tom | am 10. März 2016

Hallo Klaus, das müsste eigentlich so gehen, wie Du es schreibst. Ich überprüfe bei dem PC-Sync Kabel immer die Funktionalität, indem ich das eine Ende in den Blitz stecke und beim anderen Ende mit z. B. einer Büroklammer oder einem spitzen Schlüssel die beiden Kontakte des Steckers verbinde. Dann müsste der Blitz ausgelöst werden. Tut er es nicht, hat das Kabel einen Wackelkontakt.
Anderer Fehler, was mir auch hin und wieder passiert: Der Blitzfuß ist falsch herum auf die Kamera aufgesteckt. Dann sitzt der Mittenpin des Fußes (gemeint ist der Adapter) nämlich nicht genau auf der richtigen Stelle im Schuh der Kamera.

Klaus | am 9. März 2016

Hallo ,
jetzt habe ich doch eine Frage.
Habe mir gerade ein PC-Synchronkabel gekauft. Dazu einen Blitzschuh mit Synchrobuchse für die Canon.
Funkt nicht.
Ich habe dann den Blitz auch an eine analoge Kamera angeschlossen. Blizt auch nicht.
Muss man den Blitz irgenwie einstellen? Ich habe ihn auf M eingestellt.7

Oder muss das kabel kaputt sein?

Danke für die Antwort.
Klaus

Tom | am 26. Dezember 2015

Hallo, ja das sieht doch mal gut aus! Werde die Anleitung gleich oben im Artikel verlinken. Danke!

Dirk | am 26. Dezember 2015

Hallo,
auf
https://www.fotichaestli.ch
findet man einige deutschsprachige Anleitungen zu Yongnuo.

Gruß

Dirk

Tom | am 5. Dezember 2015

Hi Hendrik, ich hatte das Thema ganz außer Acht gelassen, da ich so etwas nicht benötige. Meine Nikon DSL löst auch unter den Synchronzeiten aus, also z. B. auch bei 1/400 wenn ein Blitz angeschlossen ist. Ich hatte zunächst versucht, den YN560 im Stroboskop-Modus aufzusetzen, hier wird er aber nicht ausgelöst. Lösung zunächst: Per Funk auslösen und tatsächlich wird er dann auch im Stroboskop-Modus angesteuert. Allein: Er blitzt dann nicht lange genug. Aber die längere Leuchtdauer ist ja gerade das, was für die Kurzzeitsynchronisation benötigt wird. Dann hatte ich versucht, ihn per Hand auf „Leuchte“ zu stellen und währenddessen die Kamera auszulösen. Manchmal funktioniert dies sogar (Blitzen bei 1/400 Sekunde ohne schwarze Streifen), aber die Trefferquote ist zu gering. Ergo: Das Thema geht hier leider nicht zufriedenstellend.

Hendrik | am 4. Dezember 2015

Ein schöner Artikel! Im Abschnitt „Stroboskop-Funktion“ erwähnst du das Blitzen unterhalb der Blitzsynchronzeit. Hast du sich damit weiter beschäftigt?
Ich habe eine Samsung NX300M und diese besitzt keine Kurzzeitsynchronisation. Den Gedanken, den Blitz als Dauerlicht einzusetzen, hatte ich auch. Allerdings löst die Kamera unterhalb der Blitzsynchronzeit den Blitz nicht mehr aus. Hast du eine Lösung gefunden?

Tom | am 5. November 2015

Vielen Dank 🙂 Na, dann hat ja doch alles geklappt. Allzeit „Gut Licht“!

Anja | am 5. November 2015

Hallo Tom,
danke für deine schnelle Antwort! Inzwischen habe ich den Blitz zum blitzen gebracht ; -)
Ich habe so lange an Kamera und Blitz Knöpfe gedrückt, bis ich die richtigen Einstellungen hatte, damit der Blitz auslöst. Wenn man so garkeine Ahnung von der Materie hat muss man halt ganz von vorne anfangen. Leider ist es im Netz sehr schwer, Tipps für absolute Anfänger zu finden, die wirklich bei „0“ anfangen. Bin leider auch in deinem Block noch nicht drüber gestolpert, habe aber auch erst ein paar Beiträge gelesen…das werde ich aber bald nachholen, denn du schreibst sehr ausführlich und verständlich. Toller Blog

Tom | am 5. November 2015

Hi Anja, ist bei deiner Canon 60D der Blitzschuh schwarz lackiert (bzw. nicht silbern / blank)? Dies könnte der Grund sein, warum der Blitz nicht auslöst. Siehe hier beschrieben.

Anja | am 4. November 2015

Hallo,
ich bin absolute Blitzanfängerin und kenne mich definitiv in dem Bereich nur geringfügig aus. Ich fotografiere schon seit einiger Zeit mit der Canon 60d und habe diesen Blitz (yongnuo 560 lll) bewusst ausgesucht, da ich mich gerne etwas mehr mit der Studiofotografie beschäftigen wollte, aber nicht sofort ein komplettes (und somit sehr teures) Studioequipment anschaffen wollte.
Nun habe ich aber folgendes Problem: Da ich ja erstmal gucken wollte, ob und wie der Blitz funktioniert und der Funkauslöser noch nicht da ist, habe ich den Blitz erstmal auf die Kamera montiert. Ich kann zwar am Blitzgerät direkt den Blitz auslösen (also der Blitz ist intakt ) aber beim fotografieren löst er nicht aus. Im Kameramenü finde ich unter ext. Blitzsteuerung nur die Anzeige „ext. Blitz ist nicht kompatibel oder ausgeschaltet“
Wo liegt denn der Fehler, ich bin sicher, dass er wohl in der Bedienung liegt, da ich ja keinerlei Erfahrungen haben.
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Tom | am 10. Mai 2015

Hallo, ne. Da weiß ich leider auch nicht weiter. Meine lassen sich weiterhin in der Leistung bedienen. Komisch.

Felix | am 10. Mai 2015

Ich habe ebenfalls das Problem, dass mein Yongnuo 560III immer mit der gleichen Leistung feuert, egal welcher Wert am Blitz eingestellt ist. Haben Sie eine Idee was das Problem sein könnte?

Rainer Eglinsky | am 29. März 2015

Hallo zusammen, toller Blitz, jedoch habe ich ein Problem: Die Leistungsregelung funktioniert nicht. Egal ob volle Leistung oder 1/128 – immer gleiche Lichtmenge. Kennt jemand das Problem?

klaus vogel | am 23. März 2015

hallo,
ich wollte den schlafmodus löschen,über
beleuchtung/mode.hat soweit auch geklappt.aber seitdem geht garnichts mehr,außer ab und zu einige vorblitze.
habe mich wohl auf dem wege dahin verbastelt.könnt ihr mir weiter helfen?
danke im voraus.
guß klaus

Sascha Trumm | am 25. Dezember 2014

Hallo.
Vielen Dank für diesen Artikel über diesen Blitz. Ich habe jedoch mal eine Frage, weil meiner „spinnt“ und ich mit das nicht erklären kann. Meiner leuchtet rot. Er piieeeppt und auch auf den 602er Auslöser regiert er. Das einzige was nicht passiert, ist das der Blitz auch abbrennt. Irgendwelche Erfahrungen damit gemacht, oder dies Phänomen auch mal gehabt. Ich hab mehrfach gegen volle Eneeloops getauscht. Immer wieder das selbe. Alles tut wie es soll aber kein Licht.
Für Tipps wäre ich dankbar.
Gruß Sascha

Tom | am 14. November 2014

Hi Uwe, ich muss gestehen: Hier bin ich überfragt. Grund: Ich habe mich bisher immer nur mit der „Nicht-TTL-Technik“ bzw. mit den entsprechenden Komponenten beschäftigt, welche rein für’s manuelle Blitzen unabhängig vom System (Nikon usw.) gebaut sind. Die Frage wäre ja konkret: Kann der YN-622N-Empfänger zusätzlich auch das „normale“ (also nicht TTL) Yongnuo-Signal „RF602“ oder „RF603“ verarbeiten bzw. spricht er darauf an. Bzw. kann der YN-622N-TX auch Empfänger mit „RF602“ / „RF603“ Technik bedienen. Edit: Habe gerade eine Übersicht gefunden: http://durchdieblende.de/yongnuo-560-tx-und-yongnuo-622-tx-welches-geraet-brauche-ich/
Offenbar besteht hier keine Kompatibilität zu den „normalen“ Funksystemen (RF 602 / RF 603), mit welchen ja der Yongnuo YN-650 III angesteuert werden kann. Schade. Das sind wohl zwei paar Schuhe.

uka | am 13. November 2014

Hallo und erst mal vielen Dank für den umfangreichen Test. Eine Frage habe ich aber noch. Ich möchte nach Erwerb des Bltzes diesen zusammen mit dem Nikon SB-900 betreiben. Dazu benötige ich noch einen zweiten Empfänger. Da dachte ich an den Yongnuo YN-622N wireless i-TTL Empfänger. Die Frage ist jetzt, ob der Sender YN560-TX den YN-622N auslösen kann.

Oder kann der Sender YN-622N-TX LCD den 560 Mark III auslösen? Das wäre natürlich der ideale Weg.

Gruß
Uwe

Tom | am 24. September 2014

zoom-funkHi Mirko, jo funzt und *funkt* noch 🙂 Anbei ein Bild von vorgestern: Links liegt der Yongnuo auf dem Boden. Ich hatte ihn per Funk gezündet und noch meinen „Extra-Zoom-Kopf“ drübergestülpt, um damit die Decke ganz hinten im Flur zu treffen, damit alles möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Mirko | am 24. September 2014

Hallo und danke erstmal für den riesigen Artikel! Habe alles durchgelesen. Der Artikel ist ja jetzt schon bald ein Jahr alt.Wie sieht es denn mit dem „Durchhaltevermögen“ aus von dem Blitz? Geht er noch? 😀 Ich spreche da aus etwas leidlicher Erfahrung, was solche Günstig-Teile angeht.Nach erster Freude kann sich da ja schnell auch Ernüchterung einstellen.Wie sind die Testergebnisse? Mirko-Grüsse

Hans | am 21. August 2014

Super Artikel, endlich habe ich mal die hohe Schule des Blitzens verstanden 🙂 Viele gute Hinweise, Danke.
Werde mir auch diesen Blitz mal beschaffen.

Tom | am 21. Juli 2014

Hallo!

zum Kabel am RF-603

Der RF-603 Funkempfänger / Sender ist ja gleich 3 Geräte in einem: ein Empfänger (fürs Blitzgerät), ein Sender (an der Kamera) und man kann ihn als Fernauslöser für die Kamera nutzen. Hierzu sind aber logischerweise 2 RF 603er nötig: Mit deinem Kabel schließt du einen an die Kamera an, am anderen RF-603er wird der Fotoapparat dann mit dem Daumen aus der Ferne ausgelöst. Natürlich muss die Kamera einen passenden Anschluss für einen Fernauslöser (bzw. für das Kabel) haben. Ich weiß leider nicht, wie das bei deiner Nikon D 7000 aussieht. Wichtig ist diesbezüglich auch, dass man den RF-603 („Funktransceiver“) für Nikon hat („RF-603N). Ich habe auch einen eigenen Artikel über die Funkauslöser RF 603 sowie RF602 geschrieben.
ODER aber du redest von einem Blitzsynchronkabel, welches an die große silberne Buchse vorne am Funktransceiver angeschlossen wird und nicht an der kleinen Klinkenbuchse. Dieses Synchronkabel hat mit der Kamera nichts zu tun, sondern dient dazu, den RF603 als Empfänger an Blitzgeräte ohne Blitzschuh anzuschließen (z. B. Studiogeräte). Ich steuere so meinen Metz CT3 an.

Kanäle am Yongnuo für Funksender ändern

Zum Einstellen der Kanäle am Yongnuo: Zuerst in den Funkmodus wechseln (im Display wird oben ein Wellen-Funk-Symbol und die Kanäle angezeigt). Dann die Taste „Pfeil / Funkwellen“ + die Taste „Zoom“ gleichzeitig drücken. Das sind die beiden rechten äußeren Buttons direkt unter dem Display. Nun kann man die Kanäle mit den Menü-Tasten (Kreuz: rechts / links) ändern. Mit Druck auf die mittlere Taste bestätigt man die Änderung.

christian | am 19. Juli 2014

huhu einen tollen artikel hast du da <3
ich hab denn YN 560III
und hab auch gleich denn funkempfänger yongnuo RF603

es ist auch
1 x Auslöser Anschlusskabel

meine frage wo zum henker schliese ich das an meiner camera an ich hab die Nikon D7000

und wo kann ich im blitz denn Kanal für die funk auslösung ändern

mfg christian

Tom | am 11. Juli 2014

Hi Matthias,
mit deinem Batterieproblem kann ich dir leider auch nicht helfen. Wenn die Lampe rot leuchtet, bedeutet dies, dass das Gerät auslösebereit ist. Und grün bedeutet, es wird gerade nachgeladen. Das ist ein kleiner Makel am Blitz: Hierzulande sind die Farben Grün und Rot ja diesbezüglich etwas anders belegt. Aber irgendwie (aus welchen Gründen auch immer) funktioniert’s bei dir ja dennoch nicht.
Zum Funksender: Ich teste derzeit einen solchen (RF603). Die Schieber im Sender (unter den Batterien) müssen in gleicher Stellung stehen wie auf dem Display des Yongnous abgebildet (bzw. dort eingestellt). Wichtig: Der Sender muss auf die Kamera aufgesteckt sein, damit jener auch als Sender „geswitcht“ wird (er fungiert sonst auch als Empfänger). Daher brauch man offenbar tatsächlich das richtige Modell für die Kamera (Nikon, Canon usw.). Wurde dieser „Transceiver“ nun durch Aufstecken zum Sender gepolt, müsste am Blitz die Lampe blau leuchten, wenn die Verbindung steht.

Matthias Koch | am 9. Juli 2014

Hallo,
😀 ich bin nun auch ein Besitzer eine YN 560III. Leider wie alle schon festgestellt haben, ist die Anleitung nicht gerade toll die mitgeliefert wird. Also habe ich meine eeneloop 1900mhA 4 mal in das Gerät gesteckt. Ok, es machte piep und irgendwie war es dann an. Dann wieder aus und auf die Kamera gesteckt, zweimal ausgelöst und dann sagte es keinen Ton mehr. Auch wenn ich es in der Hand über den PILOT Knopf auslöse, leuchtet nur die darunter befindliche Diode ROT aber keine Blitzauslösung. Es kann definitiv sein…alter Spielhase ich, das ich hier was verstellt habe und ich nun nicht wieder den Weg zurück finde. Auch ist mir nicht ganz klar, wie ich den Funkempfänger im Blitz einrichte wenn ich einen YN Funkauslöser habe und da den Kanal 1 auf ON gestellt habe. Da scheint auch noch irgendwie bei mir ein Lücke zu sein…Also ich brauche hier dringend Hilfe… 🙂
cu Matthias

Tom | am 2. Juni 2014

Hi. Danke für den Link – sehr interessant!
Ich habe die Erfahrung gemacht, je stärker ein Aufsteckblitz ist, desto länger ist dessen Abbrenndauer / Leuchtdauer.
Zur Haltbarkeit des Yongnuo: Ich blitze nun über ein halbes Jahr munter damit herum und bisher hat sich noch nichts negativ getan. Allerdings mache ich damit auch nicht jeden Tag mehrstündige Studioaufnahmen bei Volllast, sondern nutze den Blitz gelegentlich.

Luk | am 21. Mai 2014

Toller Artikel mit wirklich praktischen Informationen, danke! Die Brenndauer von 1/200 s ist durchaus realistisch. Ich habe die Brenndauern bei einem Canon Speedlite 430EX mal mit einem Oszi vermessen und kam auf etwa 1/500 s bei etwas weniger max. Leistung. Hier ist der ganze Artikel http://www.doc-diy.net/photo/photoflash_timing/. Die Zeit lässt sich bei voller Leistung auch nur grob ermitteln, da die Lichtintensität nur langsam abfällt und das Ende nicht eindeutig bestimmbar ist.
Ein Folgeartikel zur Haltbarkeit fände ich interessant. Das wird die größte Sorge der Käufer sein.
Grüße, Luk

Tom | am 14. Mai 2014

Hallo, ich kenne das ja selbst: Gerade wenn man Personen fotografiert, muss es schnell gehen und man möchte nicht ständig durch’s „Lichtset“ rennen und was umstellen. Es existiert das Gerücht, dass der Yongnuo tatsächlich so eingerichtet sein soll, dass auch die Leistung via Funkauslöser bzw. Fernbedienung steuerbar ist:

YongNuo have now confirmed a remote manual power control function is already built into the current YN-560 III manual flash units !

Edit: Mittlerweile ist aus dem Gerücht ja der YN-560-TX-Sender geworden.

Sicherlich wird man mit diesen neuen Auslösern (sofern sie denn je produziert werden) auch mehrere Blitze auf unterschiedlichen Kanälen unterschiedlich steuern können. Man müsste dann ja einfach nur am Auslöser den Kanal wechseln. Das wäre tatsächlich nochmal ein Bonbon!
Mit der Kamera hat dies in diesem Fall nichts zu tun. Ich wüsste jetzt auch keinen Begriff / Standard, wie man dies nennt.

Tom | am 14. Mai 2014

Hallo Kai,
1) angenommen, der Zoomreflektor steht noch auf (der für mich selbst gesetzten) „Standardposition“ von 50mm. Dann müsste zunächst bei einem Objekt, welches sich 2,5m entfernt befindet bei 100 ISO Blende 11 eingestellt werden (bei Blitz auf Volleistung). Da sich die Lichtausbeute bei einer Zoomposition von 50 auf 150 aber um eine ganze Blende erhöht, müsste man nun das Objektiv der Kamera auf Blende 16 schließen (nicht auf 8).
Ich rechne aber immer mit der „konservativen“ Leitzahl, wie ich es nenne (LZ 25 bei ISO 100 und 50mm) – zumindest, wenn ich nicht in kleinen weißgestrichenen Räumen blitze. Nimmt man die Werksangaben (LZ 40 bei ISO 100 und 50mm), so könnte / müsste man hier bei ausgefahrenem Zoom-Reflektor sogar auf Blende 22 abblenden.
2) Verdoppelt man den ISO-Wert an der Kamera, dann erhöht sich die jeweils nötige Arbeitsblende um genau einen Wert: z. B. von 8 auf 11. In deinem Beispiel mit den 2,5 Metern müsste man dann („konservative Leitzahl„) bei einem Abstand von 2,5 Metern, einer ISO-Kameraeinstellung von 200, einer Blitzkopf-Zoomposition von 105mm und bei Vollleistung des Yongnuo auf genau Blende 22 abblenden (also genau einen Blendenwert mehr als bei 100 ISO).

Ob eine Belichtung ausreicht, teste ich ja immer mit meinem Belichtungsmesser. Aber es geht auch anders: Ein tief-mattschwarzes Tuch muss bei korrekter Belichtung im Bild noch Falten aufweisen können. Oder aber im Histogramm der Kamera darf noch nichts beschnitten werden.

Kai | am 13. Mai 2014

Aufgrund des Beitrages habe ich mich jetzt auch für den Kauf des YN entschieden.
Hätte da aber noch eine Frage zur Berechnung:
(nutze Canon EOS 700D)

(1) Liege ich richtig, dass aufgrund der von dir aufgestellten Werte die Blende bei ISO 100 und der Zoom-Position 105mm bei einer Entfernung von 2,5 m zwischen Blitz und Objekt auf 8 eingestellt werden kann / muss, um eine identische Ausleuchtung zu erreichen?
(2) Bei ISO 200 würde das dann eine weitere Blendenstufe bedeuten: also f5,6….!?

Danke

Gruß Kai

Alex | am 6. Mai 2014

Danke für den Beitrag. Ich frage mich….gibt es (IRGENDEINEN) einen Weg, bei Funkauslösung von der Kamera aus (Caonon EOS 700D) die Blitze Gruppen zuzuordnen und dann von der Kamera aus die Helligkeit zu steuern, dass man nicht jedes Mal zu allen Blitzen zu wandern Das nervt mich voll 🙂

Wer muss das Unterstützen, nur die Kamera? Kamera und Auslöser? Kamera, Auslöser und Blitze? Gibt es einen Standard bzw. einen Namen für die Technologie, nach der ich mich richten kann?

Danke

Gruß Alex

Tom | am 28. April 2014

Hallo – ja, ich bin damit noch etwas am Experimentieren. Schön ist ja auch, dass man damit (falls man’s braucht) recht punktuell Licht machen kann. Ich musste diesen Zoom-Aufsatz zunächst von seiner „Basis“ trennen (dem Plastikrahmen, der genau auf den Regula-Blitz passt).

Weichmacher für Blitz
Meinen Aufsteck-Weichmacher habe ich zum exakt passenden Zubehörhalter umfunktioniert.

Für den Yongnuo benötigte ich dann natürlich auch so eine Art Rahmen. Hierfür nutzte ich dann einfach den bei mir mitgelieferten Plastik-Diffusor (den „Joghurtbecher“). Denn solch ein Diffusor-Vorsatz bringt ja meist nichts. Als „Zubehörhalterung“ ist so etwas natürlich ideal, da es sich fest um den Blitzkopf schmiegt. Ich musste freilich nur ein Loch hinein schneiden. Der zusätzliche Zoomkopf lässt sich gerade so drüberstülpen. Glück gehabt.

Gert | am 28. April 2014

Hallo – ich finde ja die Sache mit diesem Aufsteck-Zoomdings interessant! Wie haben Sie das Teil angebracht? Grüsse

Tom | am 23. April 2014

Hallo Kai,
danke für das Lob. Ihre Frage bezüglich der fortwährenden Funktionalität des Gerätes ist gut. Denn schließlich handelt es sich um ein noch nicht so altes (erprobtes) Gerät.
1) Ich nutze den Blitz vielleicht einmal die Woche und löse meist bei Vollleistung aus (wegen dem Bouncen über Wände). Bisher arbeitet er munter weiter! Ich arbeite jetzt seit ca. einem halben Jahr mit dem Blitz.
2) Den Vorgänger (YN 560 II) habe ich nicht. Aber laut Herstellerbeschreibung hat bereits dieser Blitz ebenfalls die „Slave-Zelle“ eingebaut. Es sollte hier keinen Unterschied zum IIIer Yongnuo geben.
3) Die Sache mit dem Crop-Faktor ist natürlich auch hier verwirrend (wie überall). Die 50-mm-Einstellung am Zoomkpf bezieht sich auf ein 50-mm-Objektiv bei einer Vollformat-Kamera, was dort ein „Normalobjektiv“ darstellt (Bildwinkel ca. 50°). Bei einer „Crop-Faktor-Kamera“ wäre ein „Normalobjektiv“ (Bildwinkel ebenfalls ca. 50°) ja eines mit ca. 35 mm. Der Bildwinkel ist bei beiden gleich und folglich darf sich hierbei der Winkel des vom Blitzlicht abgegebenen Lichtes nicht ändern: Es sollte bei Verwendung von „Normalobjektiven“ immer bei 50 mm stehen bleiben. Daher wäre es besser und weniger verwirrend, wenn am Zoom-Kopf auch Grad-Angaben vorhanden wären. Bei den Lichtgewinnen bzw. -Abfällen zwischen den einzelnen Zoom-Stufen des Blitzes ändert sich natürlich nichts bei Verwendung einer „Crop-Kamera“.

Grüße

Kai | am 22. April 2014

Hallo,

zunächst mal vielen Dank für diesen Blog. Hat mir sehr dabei geholfen, mir die Mysterien des Blitzens etwas zu erläutern. Ein intensives Studium der Beiträge wird noch erfolgen.
Ich betreibe eine EOS 700D und möchte mir gerne für kleine Zwecke (DIY Homestudio, private Fotografie) den Yongnuo YN 560 zulegen. Daher fand ich natürlich den Blog dazu sehr interessant.
Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie mir noch Antwort auf die nachfolgenden Fragen geben könnten:

1) Hat sich der Blitz auch nach längerem Einsatz bei ihnen bewährt oder sind Fehler / Probleme aufgetreten ?

2) Reicht für einen Privatanwender der YN-560 II aus und lässt sich dieser als Slave via des internen Blitzes ansteuern oder benötige ich einen Funkauslöser ?

3)Was bedeutet der Crop-Faktor jetzt für die Tabelle der Leistungsänderung ? Fange ich demnach bei 35mm als BASIS an, so dass ich bereits bei 50mm +1/3 F habe und bei 28mm -1/3 F ?

Vielen Dank für die Hilfe !

Kai

Dieter | am 21. April 2014

Hallo,wollte doch mal ein dickes Danke sagen! für diese hervorragende Beschreibung des yongnuo 560III ich setze mal voraus das nicht jeder Chinesisch kann
;-)es ist daher seeeehr hilfreich wenn man weis worüber hier gesprochen wird.

Anonymous | am 30. März 2014

Nochmals zur Leuchtzeit von 1/200 bis 1/20000. Falls 1/200 z.B. ein Druckfehler wäre, dann müsste auch die 1/20000 noch viel kürzer sein, damit ungefähr 8x EVs (1/1 bis 1/128) durch die Leuchtzeit abgedeckt werden können.

Anonymous | am 30. März 2014

Zur Leuchtzeit von von angelich recht langen 1/200 bei 1/1 Leistung. Habe das mal mit meiner Samsung EX1 (24mm Weitwinkel) getestet: Ich konnte keinen Unterschied oder gar Abschattung bei 1/1500 vs. z.B. 1/90 feststellen

Tom | am 5. März 2014

Hallo und danke zunächst für die Blumen. In den tieferen Konfigurationsmodus kommt man mit folgender Tastenkombination: „Beleuchtung-/ Soundknopf“ + „Mode-Knopf“ gleichzeitig drücken. Nun mit den Up- Down-Tasten zu „SL EP“ durchklicken und mit rechts / links auf „- -“ stellen und nicht auf „on“. Mit dem mittleren Knopf bestätigen. Dann müsste eigentlich jegliche Abschaltautomatik (welche man in diesem Menü auch noch fein regeln kann) global deaktiviert sein.

Manuel | am 5. März 2014

Vielen Dank für diesen tollen Artikel.
Ich hätte noch eine Frage. Mir wäre es wichtig daß dieser Blitz den Standby-Modus ausstellen könnte ohne, daß er sich nachträglich nach 30/60min abschaltet. Sie schreiben, daß man das im Menü einstellen kann. Könnten Sie mir sagen wo genau? (Ich würde den Blitz gerne über mehrere Stunden in Verbindung mit einer Lichtschranke auf Bereitschaft stellen – zwecks Tieraufnahmen). Vielen,vielen Dank.

Thomas | am 9. Februar 2014

Die Software ist teuer bei tll. Nicht die Hardware,
Bei Canon und Nikon ist es ein ganzes System mit der Automatik .

Die Markenhersteller sparen auch Löhnen. Aber bei Design und Entwickelt wird nicht gespart und das muss der Kunde bezahlen.

Tom | am 2. Februar 2014

Das stimmt natürlich. Die Textstelle in der Anleitung kann ja auch kein Übersetzungs-Fauxpas gewesen sein. Offenbar hatte hier der Übersetzer keine Zeit.
Ich habe übrigens tatsächlich noch mehrere alte Kameras mit Compur-Verschluss (mit entsprechendem „Nippel“ zum Anschluss des Blitzes). Ich wusste gar nicht, dass sich das „C“ darauf bezieht.

Jürgen | am 2. Februar 2014

Nicht alles was PC abgekürzt wird, ist ein Computer! Die Blitzsynchronbuchse heißt auch „Prontor-Compur-Synchronanschluss“, abgekürzt „PC“. Und in der englischen Anleitung ist auch keine Rede davon, den Blitz mit einem Computer zu verbinden.


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