ein Blog rund um Blitzgeräte und Kunstlicht mit vielen Tipps und Anleitungen

Der manuelle Blitz: Ohne Automatiken korrekt blitzen

Der folgende Artikel steht sozusagen über fast allen anderen in diesem Blog: Es geht umfassend darum, (alte) Blitzgeräte völlig manuell zu benutzen bzw. zu steuern und zwar nach dem selben Prinzip wie man im Studio Studioblitze einsetzt.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Meine einfachen Funkauslöser zum entfesselt Blitzen
manueller Metz Blitz
ein alter manueller Blitz

Ich habe die ersten zehn Jahre meiner „fotografischen Laufbahn“ mit dem natürlichsten Licht fotografiert, welches es gibt: mit dem der Sonne. Zwar hatte ich da auch einen Blitz in der Fotokiste liegen. Aber irgendwie kam ich damit nicht zurecht. Der war mir irgendwie unheimlich, ich wurde nicht „warm“ damit, ich wusste ihn nicht zu beherrschen, da ich von den vielen Zahlen auf den Skalen überfordert war. Ich war mir auch gar nicht bewusst, was man alles damit anstellen kann. Ich vermute, vielen Leuten, die sich mit Fotografie beschäftigen, wird es ebenfalls so gehen. Doch man schaue sich nur mal bei meinen Blitztechniken um. Hierbei ist durchaus einiges machbar!
Erst als ich später einmal die Möglichkeit hatte, Portraits in einem Fotostudio anfertigen zu können – und die Studioblitze dort nutzte – stellte ich mir zunächst die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, sich günstige Studioblitzgeräte nebst Lichtformer selber zu kaufen. Diese Frage trieb mich eine gewisse Zeit um. Aber dann überlegte ich mir:

Warum nicht statt richtige Studioblitze alte, günstige, portable und leistungsfähige Aufsteckblitzgeräte nutzen?
Metz 45 Stabblitz
Mein Metz-Stabblitz als portable Alternative zu einem echten Studioblitz hinter einem Blitzschirm

Denn schließlich machen diese kompakten Geräte genau das Selbe wie ihre großen Brüder: Licht – und zwar Licht der selben Farbtemperatur bzw. Qualität.
In dieser Anleitung gehe ich zunächst allgemein auf entsprechende Geräte ein und erkläre weiter unten die korrekte Bedienung.
Zunächst folgt die Überlegung, warum man überhaupt manuell blitzen sollte und danach muss geklärt werden, auf was bei der manuellen Verwendung von Aufsteckblitzgeräten gegenüber Studio-Lichtanlagen verzichtet werden muss.

Warum manuell Blitzen?

Moderne Blitzgeräte bzw. Kameras besitzen eine maßgeschneiderte Schnittstelle: Sie können mittels „TTL“ kommunizieren. Das heißt, dass ich jegliche Einstellungen an der Kamera verändern kann und dass daraufhin das Blitzgerät dennoch immer die (meist) richtige Menge an Kunstlicht abgeben wird. Hierbei wird das Blitzlicht durch das Objektiv (Through The Lense) gemessen und dieser Messwert blitzschnell über mehrere weitere Kontakte am Blitzschuh wieder an den Aufsteckblitz weiter gegeben, sodass dieser sein Licht entsprechend drosseln- bzw. rechtzeitig abschalten kann. Bevor es die Möglichkeit des TTL-Blitzens gab, bediente man sich der sogenannten Computer-Automatik.
Beide Automatiken funktionieren beim direkten Blitzen sehr gut. Das selbe gilt für das indirekte Blitzen über z. B. die Zimmerdecke. Beim seitlichen bzw. entfesselten Blitzen ist diese TTL-Intelligenz eher mit Vorsicht zu genießen. Bei einer Sache versagt die TTL-Automatik allerdings gänzlich:

Möchte man (für eine Serie) das Licht in gleichbleibender Stärke wissen, sollte man den Blitz manuell regeln bzw. dessen Leistung fest einstellen.

Schauen wir uns nun an, inwiefern der Aufsteckblitz in diesem Zusammenhang eine Alternative zum echten Studioblitz darstellt:

Nachteile gegenüber echten Studioblitzen

Klar, gegenüber echten Studioblitzanlagen gibt es auch Nachteile, wenn man diese als Alternative mit den Kompaktblitzen ersetzt. Zunächst sind Studiolichtanlagen für einen tüchtigen Dauereinsatz gefertigt. Zu nennen wären aber primär folgende:

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Kein Einstelllicht

Regula Variant
Der (sehr starke)  Regula Variant 740 MFD zählt zu den bekanntesten manuell regelbaren Blitzgeräten älterer Bauart.

Studioblitze besitzen ein sogenanntes „Einstelllicht“. Mit diesem Dauerlicht kann man sehr gut den (Schatten-) Charakter der Leuchte nebst Lichtformer beurteilen. Bedingt könnte man sich hierbei auch mit einer starken Taschenlampe mit sogenanntem „Cree-LED“ Leuchtmittel behelfen. Oder man besorgt sich so etwas: Lampen- und Schirmhalter für Blitzgerät (Amazon). Hierbei ist man natürlich auf das Stromnetz angewiesen. Ich möchte aber mobil bleiben und den Umfang der Technik möglichst kompakt halten. Ein Einstelllicht benötige ich nicht dringend, zumal ich immerhin noch gleich nach der Aufnahme das Licht am Display der Kamera beurteilen kann. Mein Yongnuo 560er Blitz besitzt eine Stroboskop-Funktion. Jene kann man so einstellen, dass sie für wenige Sekunden fast ein Dauerlicht abgibt (was natürlich Strom frisst). Hiermit lässt sich aber ein kurzes Einstelllicht simulieren, allerdings wird man den original Yongnuo Funkauslöser benötigen, um dieses „Pseudoeinstelllicht“ auch aus Kameraperspektive auslösen bzw. vielmehr beurteilen zu können. Denn man muss ja hierbei genau die selbe Perspektive zur Beurteilung nutzen wie sie das Objektiv einnimmt.
In Zeiten von Kameradisplays, bei denen man schnell Testaufnahmen zu fixen Beurteilung der Lichtsituation vornehmen kann, kann man auf ein Einstellicht verzichten (ich zumindest).

Weniger Leistung

Ferner ist ein batteriebetriebener Aufsteckblitz natürlich nicht so leistungsstark wie ein Studioblitz. Aber benutzt man beispielsweise einen 45er Metz Stabblitz hinter einem Diffusor-Schirm, so ist die Leistung des Metz bei 200 ISO noch ausreichend, um auf Blende 11 abblenden zu können, wenn das Motiv zwei Meter vom Blitzgerät entfernt sitzt. Diese Leistung ist für den Hausgebrauch also völlig akzeptabel! Denn moderne Digitalkameras kann man durchaus auch mit noch höheren ISO-Werten nutzen, ohne dass es zu Rauschen kommt. Und gerade bei der Portraitfotografie wird man selten auf f/11 abblenden, sondern das Objektiv viel weiter öffnen.

Längere Nachladezeit

Eneloop Akkus im Blitz

Gute Akkus beschleunigen das Nachladen. Hier: meine Eneloop-Akkus

Der dritte Einwand, der evtl. gegen den Kompaktblitz als Studioleuchte eingebracht werden könnte, wäre dessen relativ lange Nachladezeit. Dies ist die Zeit, welche der Blitz benötigt, bis der eingebaute Kondensator (ein Energiespeicher) wieder aufgeladen ist, um erneut bei voller Leistung blitzen zu können. Manch alte Blitzgeräte brauchen hierfür ewig (Ich denke da an meinen sonst recht guten Soligor 42 DA). Mein moderner Yongnuo 560-Blitz allerdings ist bei frischen Akkus innerhalb von ein bis zwei Sekunden wieder „oben“ und zeigt dies mit einem Piepen an.

Längere Abbrennzeit

Simulieren von Nacht

Nacht Simulieren am hellichten Tag mit: Kurzer Synchronzeit an der Kamera sowie kurzer Abbrennzeit am Blitz.

Dieser Punkt wird nicht für alle relevant sein. Mit „Abbrennzeit“ ist die Leuchtddauer (bei voller Leistung) gemeint – also ob der Blitz seine Leistung innerhalb von 1/600 Sekunde abgibt oder bereits 1/200 Sekunde hierfür braucht. Dies spielt beispielsweise eine Rolle, wenn man Dämmerung simulieren möchte oder wenn man (bei hoher leistung) schnelle Bewegungsabläufe einfrieren möchte (z. B. Wasserspritzer). Bei bereits einer Halbierung der Leistung erhöht sich allerdings auch die Abbrennzeit der meisten Aufsteckblitzen in einem Maße, wie es für entsprechende Anwendungen nützlich ist.

Kann man mit diesen vier Einschränkungen leben bzw. benötigt man entsprechende Merkmale gar nicht, so eignen sich auch Aufsteckblitzgeräte hervorragend für künstlich gesetztes, gutes Licht zum Fotografieren, sofern sie eine einzige Bedingung erfüllen:

Der Blitz sollte manuell regelbar sein

manuelles Einstellen der Leistung
Die Leistung lässt sich hier auch manuell regeln.

Man sollte das Blitzgerät in möglichst vielen Leistungsstufen regeln können! Erst durch das entfesseln und das manuelle Regeln der Lichtintensität wird der Aufsteckblitz für uns interessant!
Das Problem: Der Großteil der alten (aber sonst guten) Blitzgeräte, welche es für wenige Euro bei Ebay gibt, sind nicht manuell regelbar! Sie steuern ihre Leistung meist eigenmächtig über einen „Computerblitz-Sensor“, was für den manuellen Betrieb überhaupt nicht geeignet ist.

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Die alten, gebrauchten Geräte, die für das manuelle Blitzen geeignet- und heute noch gut bei Ebay auffindbar sind, lassen sich an einer Hand abzählen. Hier eine kurze Liste von manuell steuerbaren Blitzgeräten, die noch häufig auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind:

Liste manuell regelbarer Blitzgeräte

Sie kennen weitere hierfür brauchbare alte Geräte? Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieses Artikels. Es gab früher leider nur wenige (heute günstige) Blitzgeräte, die auch manuell in der Leistung steuerbar waren oder gar einen Zoomkopf hatten, um den Lichtkegel variieren zu können. Ich empfehle heute auch immer die manuellen Geräte der Firma „Yongnuo“. Diese sind fein regelbar, leistungsstark und sehr günstig.

Die beiden 45er Metz Stabblitze lassen sich immerhin in 3 Blendenstufen regeln (+ eine vierte ganz schwache „W-Stellung“). Nur durch einen Umbau der Metz-Stabblitze lassen sich jene besser manuell bedienen. Die anderen Geräte lassen sich noch weiter dimmen. Nachdem nunmehr mein dritter Regula Variant abgeraucht ist (dies war eigentlich immer mein Lieblingsblitz), habe ich den Versuch gewagt, und mir den viel gepriesenen modernen Yongnuo YN 560 III für gerade mal 65 Euro bei Amazon gekauft (lesen Sie hierzu meinen Yongnuo Testbericht).
Mittlerweile ist der Yongnuo YN560 noch weiter im Preis gepurzelt, sodass sich die Frage stellt, ob man sich zum manuellen Blitzen überhaupt noch alte Geräte auf dem Gebrauchtmarkt kaufen sollte. Dieser Blitz ist praktisch genau das, was wir suchen: Keinerlei Automatiken, dafür aber komplett manuell regelbar und bei höchster Stufe ausreichend stark: lediglich eine 3/4 Blende schwächer (bei 35 mm Zoom) als der 45er Metz, welcher der stärkste Blitz in dieser Liste ist. Ebenfalls schätze ich den eingebauten Funkauslöser, so dass ich nicht extra noch einen Empfänger an den Blitz hängen muss. Mit dem optionalen Funkauslöser YN560-TX kann man sogar die Leistung des Yongnuos per Funk regeln. Der Regula hingegen ist nur eine drittel Blende schwächer als der Metz Blitz. Ich vermute, alle modernen Blitzgeräte wie Speedlight und Speedlite lassen sich ebenfalls manuell steuern. Mit solchen Geräten habe ich bisher allerdings keine Erfahrung machen können. Sie sind ja auch wesentlich teurer in der Anschaffung. Edit: Mittlerweile bin ich auch im Besitz eines Nikon Speedlights SB600. Dieser lässt sich (zusätzlich zur TTL-Funktionalität) auch sehr gut manuell steuern.

Bei der manuellen Lichtregelung beurteile ich die richtige Lichtmenge immer mittels dem Histogramm meiner Digitalkamera.

Schauen wir uns einmal die Rückseite des Regula Variant 740-2 MFD an:

Bedienung eines alten manuellen Blitzes

Zunächst ist man etwas überfordert, was die ganzen Zahlen und Skalen anbelangt. Aber ruhig Blut: Dies lässt sich alles leicht entschlüsseln. Dieses Foto lässt sich per Klick darauf auch noch etwas vergrößern. Als erstes stellen wir das Blitzgerät auf Manuell. Dies ist beim Regula der Schalter unten rechts (M / C):

Bedienelemente manueller Blitz

Der Schalter ganz unten mit den roten Zahlen (über den römischen) steht auf „0“, was bedeutet, dass zunächst nichts herunter geregelt- sondern die maximale Leistung abgegeben wird. Beim Blitzen mit dem Computer-Sensor war es ja wichtig, dem Blitz mitzuteilen, bei welchem ISO-Wert (hier. ASA) man arbeitet und dies passiert bei diesem Gerät mit dem Schiebeschalter ganz oben (DIN / ASA). Beim manuellen Blitzen aber wirkt sich dieser Schalter (im Gegensatz zum Auto-Betrieb) nicht auf die abgegebene Lichtleistung aus. Dieser ASA-Schiebeschalter und die damit verbundenen Zahlen dient lediglich als Ablese-Hilfe und hat im manuellen Modus keinerlei technische Funktion mehr.
Was wird hier nun angezeigt? Die Skala gibt jetzt Auskunft darüber, welche Blende man bei welcher Motiventfernung am Objektiv einstellen muss. Beachten Sie hierzu nur die gelben Blendenangaben und die jeweils zugeordneten Meterangaben darunter. Prinzipiell war es dies bereits: Wir haben Blitzgerät und Kamera aufeinander abgestimmt und zwar nach den drei Kriterien ISO, Entfernung, Blende. Mit der Entfernung ist jene zwischen Blitz und Motiv gemeint – nicht jene zwischen Motiv und Kamera, was beim entfesselten Blitzen zu beachten ist!

Beispiel Nr. 1

Blitzgerät entfesselt aufgestellt
ein entfesselter Blitz

Hierzu ein Beispiel: Wir haben unseren Blitz entfesselt und dieser steht 3,5 Meter schräg links vom Motiv. Wo sich die Kamera befindet – ob ich damit auf einem Baum sitze oder nur einen Meter vom Motiv entfernt – ist gleichgültig. Es geht immer nur im die Entfernung Blitz – Motiv. Wir belichten mit 100 ISO, was ja oben am Schiebeschalter des Blitzgerätes bereits eingestellt ist. Nun lesen wir einfach ab: Bei 3,5 Meter müsste ich bei diesem Blitzgerät bei voller Leistung mit Blende 11 arbeiten, damit das Motiv korrekt belichtet wird.
Befindet sich das Motiv aber ganze 20 Meter vom Motiv entfernt müsste ich laut Skala mit Blende 2 arbeiten, damit das Motiv über eine solch großen Entfernung korrekt belichtet wird.

Die Belichtungszeit beim manuellen Blitzen

Die Belichtungszeit ist in dieser Rechnung nicht enthalten. Warum? Für das angeblitzte Motiv ist die Belichtungszeit nahezu egal. Wir brauchen sie hier zunächst tatsächlich nicht beachten. Stellen Sie an Ihrer Kamera die „Standard Synchronzeit“ ein. Normalerweise ist dies die 1/60 Sekunde. Über die Rolle der Belichtungszeit habe ich eine separate Anleitung geschrieben.

Ändern der Lichtleistung

Und nun wird es erst richtig interessant! Was aber, wenn wir bei gleichem Lichtaufbau nicht mit Blende 11 sondern mit Blende 4 arbeiten möchten, weil wir eine geringere Schärfentiefe wünschen? Wir könnten das Blitzgerät weiter weg stellen aber damit würden wir den kompletten Lichtcharakter ändern. Stattdessen regeln wir den Blitz einfach manuell herunter!

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Leider sind Blitzbelichtungsmesser relativ teuer. Einer der günstigsten ist der Pro Sixtomat. Er kann sowohl das Blitzlicht messen als auch freilich das "normale" Umgebungslicht bzw. beides zusammen (Mischlicht).

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Hierzu dient beim Regula der unterste Schiebeschalter mit der roten Skala: F 0 -1 -2 -3 -4. Dies bedeutet, dass ich dieses Blitzgerät um vier Blenden herunter schalten kann bzw. dass ich dessen Lichtleistung so weit herabsetzen kann, als würde man das Objektiv der Kamera um vier Stufen / Blenden schließen. Wer hier zunächst nur Bahnhof versteht, dem empfehle ich meinen Artikel »Denken in Blendenstufen«.

Dem Beispiel gemäß müsste ich den Schalter auf -3 stellen, denn ich möchte ja nicht bei Blende 11 arbeiten sondern bei Blende 4 (um z. B. eine geringe Schärfentiefe zu erhalten) und die Differenz zwischen Blende 11 und Blende 4 beträgt genau 3 Blendenstufen.

Lassen Sie sich nicht durch die anderen Bedienelemente auf der Rückseite dieses Blitzes durcheinander bringen. Die haben mit dem Thema nichts zu tun.

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Bei vielen anderen älteren Blitzgeräten lässt sich im manuellen Modus die richtige Arbeitsblende bei vorgegebener ISO in Abhängigkeit von der Motiventfernung ganz ähnlich mittels einer Skala oder einer aufgedruckten Tabelle ablesen. Bei vielen Blitzgeräten, welche man manuell herunter regeln kann, werden die einzelnen Stufen oftmals nicht in Blenden angegeben sondern in Brüchen: So bedeutet 1/2 Leistung eine Blende weniger Licht und 1/4 gleich zwei Blenden, 1/8 drei, 1/16 vier und 1/32 gleich fünf Blenden schwächeres Licht. Mir gefällt die Bezeichnung in Blenden aber besser und sie ist im „Profi-Bereich“ auch die geläufigere.

Beispiel Nr. 2

Hier haben wir nun einen Blitz mit LC-Display (meinen Soligor 42 DA):

Blitz mit LCD Display

Ich finde die Bedienung mittels dem LCD-Display viel einfacher und übersichtlicher als mit den Schiebeschaltern und Skalen. Gehen wir hier mal nacheinander vor:
Als erstes hatte ich den Modus-Schalter auf „TTL-Full-M“ gestellt. In diesem Modus gibt dieser Blitz immer die volle Leistung ab, es sei denn man hat eine passende Kamera mit TTL-Funktion darunter und jene aktiviert. Habe ich aber nicht. Ich habe wieder einen ISO-Wert von 100 (ASA) am Blitz angegeben (denn darauf ist auch die Kamera eingestellt). Der variable „Zoom-Reflektor-Kopf“ steht auf 85 mm. Mit der Taste „F“ kann ich die von mir gewünschte Blende eingeben und im Display wird mir nun angezeigt, wie weit dann das Motiv entfernt stehen müsste. Hier sind es 8 Meter.

Ganz wie beim ersten Beispiel: Im manuellen Modus bewirkt das Ändern von ISO und Blende nichts an der Leistung! Dies ist nur für’s Rechnen relevant. Dieses Rechnen nimmt uns das Display ab. Dem Beispiel gemäß wäre alles vor 8 Meter über- und alles nach 8 Meter unterbelichtet (natürlich innerhalb eines gewissen Toleranzspielraumes).

Angenommen unser Motiv befindet sich nun tatsächlich 8 Meter vom Blitz entfernt. Aber wir wollen wieder mit Blende 4 arbeiten. Ich müsste nun einfach den Schalter von „Full“ auf 1/2 stellen. Dies würde die Reduzierung der Lichtintensität um genau eine Blende bedeuten. Im LCD-Display würde nun eine andere Reichweite angezeigt werden. Schalten wir mit dem F-Schalter aber auf Blende 4 durch (gleichen wir die Parameter an), so wird wieder 8 Meter angezeigt!

Die Leitzahl

Die Leitzahl ist die PS-Angabe von Blitzgeräten. Einheitlich kann man sagen, dass ein Blitzgerät stärker ist, wenn dessen Leitzahl höher ist als jene eines anderen Blitzgerätes bei ansonsten gleichen Parametern. Zum Thema Leitzahl habe ich aber einen separaten Artikel verfasst.
Rechnen mit der Leitzahl und dem manuellen Blitz

Tabelle mit Leitzahl und Blenden Meter Angaben
Statt eine Rechenscheibe zu nutzen kann man sich auch selbst eine Tabelle anfertigen.

Wenn man die (jeweilige) Leitzahl seines Blitzgerätes weiß, dann lässt sich mit einer Vielzahl von Formeln so allerhand ausrechnen um die Blitzlichter konsequent und ohne Messungen einsetzen zu können. Auch hierzu habe ich einen eigenen Artikel verfasst: nützliche Blitzformeln.

Die wichtigste Formel kann ich aber in diesem Beitrag nicht verschwiegen. Es handelt sich um die einfache Formel mittels welcher sich die einzustellende Blende X bei einem Motivabstand Y bei der Leitzahl Z errechnen lässt:

Neewer 16 Kanal Funkauslöser für manuelles Blitzen
Neewer 16 Kanal Funkauslöser für manuelles Blitzen
von Neewer

Selbst solche simplen Funkauslöser für den Preis eines Kinobesuches das Set sind bereits ausreichend, den Blitz zu entfesseln, sofern man nicht gerade durch dicke Wände oder über sehr weite Entfernungen auslösen muss. Auf eine TTL-Funktion muss man verzichten - aber diese wird beim manuellen Blitzen ja ohnehin deaktiviert. Ich nutze solche simplen Auslöser ohne Probleme.

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Formel Blitzen Blende Leitzahl EntfernungGenau diese Formel ist praktisch in den Rechenschiebern und -Skalen auf der Rückseite der Blitzgeräte und in den LCD-Displays eingebaut! Ich habe mir für meine Blitzgeräte auf Basis dieser Formel jeweils Tabellen ausgedruckt um schnell die nötige Blende bei einem bestimmten Motivabstand ablesen zu können. Dies geht viel einfacher als an irgendwelchen Skalen-Rädchen zu drehen!

Ermitteln der Leitzahl

Leitzahl herausfinden

Welche Leitzahl hat mein Blitzgerät nur? Es lässt sich recht einfach selber heraus finden.

Wenn Sie nicht wissen, welche Leitzahl Ihr Blitzgerät hat, so lässt sich diese Anhand der Skala auf der Rückseite leicht ermitteln. Die Leitzahl ist das Produkt aus Entfernung und Blende. Bleiben wir beim ersten Beispielbild der Rückseite meines Regula-Blitzes: Man multipliziert nun einfach die 3,5 Meter mit der Blende 11 und kommt bei 100 ASA auf eine Leitzahl von 38,5. Man kann genau so gut die 7 Meter mit der 5.6 multiplizieren (stehen sich ja gegenüber) und kommt natürlich auf (nahezu) das gleiche Ergebnis. Kurz: Dieser Blitz hat bei 100 ASA eine Leitzahl von knapp 40. Dies ist bei 100 ISO und einer leicht weitwinkligen Zoomstellung (bzw. gar keiner) übrigens eine überdurchschnittlich hohe Leitzahl.
Durch Verändern des ISO-Wertes bzw. durch verändern der Skala ergeben sich natürlich andere Faktoren bzw. andere Leitzahlen.

Veränderte Leitzahl bei Ändern der „Zoom-Brennweite“

Moderne Aufsteckblitze  besitzen zumeist einen variablen Zoomkopf: Hiermit kann der Ausleuchtwinkel des Blitzgerätes variiert bzw. an die Brennweite (eher Sichtwinkel) des Objektives angepasst werden. Schauen Sie sich diese Grafik an:

Blitz Zoom Brennweite

Lichtgewinn Zoom

Ich habe mir auf den Zoomkopf meines Blitzgerätes eine kleine Tabelle geklebt, die angibt, bei welchen Brennweiten-Stellungen welcher Lichtgewinn bzw. -Verlust zu erwarten ist.

Je enger der Zoom eingestellt wird (Abbildung b) bzw. je höher die „Brennweite“ am Zoomkopf eingestellt ist, desto heller wird das Licht: Die Leitzahl erhöht sich! Bei meinem Yongnuo YN560 erhalte ich bei maximaler Zoomstellung (Brennweite: 105 mm) einen Leistungsgewinn um eine ganze Blende gegenüber der „Normalstellung“ (50 mm)! Das ist schon einiges. Demzufolge erhöht sich in dieser Position die Leitzahl meines Blitzgerätes um den Faktor 1,4.
Lesen Sie bei Interesse auch meinen Artikel: Genial – den Blitzzoom richtig einsetzen.

Korrektur der regulären Leitzahl

Tabelle Abstand Blende Leitzahl
Blitz-Tabelle nach konservativer Leitzahl

Die vom Hersteller angegebene Leitzahl ist aber immer mit Vorsicht zu genießen! Sie funktioniert nur mit direktem, harten Blitzlicht aus Kameraposition und in einem kleinen, weiß gestrichenen Raum. Möchte man beispielsweise draußen eine korrekte Belichtung erhalten und möchte man sich hierfür eine Tabelle anfertigen, aus welcher hervor geht, welche Blende man bei welchem Motivabstand einstellen muss, dann muss man mit einer korrigierten Leitzahl rechnen bzw. sich auf Basis einer solchen die Tabelle anfertigen. Lesen Sie hierzu unbedingt meinen Artikel „Die konservative Leitzahl„!

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Einen Leitzahl-Rechner auf dem Smartphone nutzen

Ein mir mittlerweile sehr angenehmes Hilfsmittel ist mein Smartphone. Zumindest für Android-Geräte gibt es da eine wirklich hervorragende App: Manual Flash Controll.

eine Smartphone-App

In den Einstellungen hinterlege ich einmalig die jeweiligen Leitzahlen und dann stelle ich z. B. einfach den Abstand zum Motiv ein und die App sagt mir nun, um welche Leistung ich das Blitzgerät herunter regeln muss. Dies ist ungeheuer praktisch und auch andere Parameter kann man sich anzeigen lassen. Lesen Sie gerne etwas mehr über dieses (kostenlose) Programm!

Gefährliche Trigger-Spannung bei alten Blitzgeräten

Blitz Zündspannung

Der Yongnuo RF 603 ist zunächst ein Funkempfänger / Sender. Kann aber auch als Zwischenstück zwischen Kamera und Blitz gesetzt werden und somit ließen sich theoretisch auch Blitzgeräte mit eigentlich zu hoher Zündspannung direkt auf der Kamera auslösen, was ich selbst aber nicht überprüft hatte.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis: Viele alte Blitzgeräte haben eine relativ hohe Spannung am Blitzschuh angelegt (allerdings mit sehr geringer Stromstärke – ähnlich wie bei einem elektrischen Weidezaun). Für die damaligen mechanischen Fotoapparate war dies unerheblich. Bei modernen elektronischen Kameras kann dies allerdings zum Problem werden. Mein Regula und der Metz Stabblitz (CT 3) haben z. B. lediglich eine Spannung von ca. 7-12 Volt. Hier wird sicherlich nichts passieren. Dennoch sei an dieser Stelle gewarnt. Hier gibt es eine Übersicht mit Spannungsmessungen an vielen Blitzgeräten nebst Einschätzung der Gefährlichkeit. Bei modernen Blitzgeräten wie der Yongnuo besteht natürlich keine Gefahr. Ich hatte auch schon Blitzgeräte mit sehr hohen Spannungen. Da denke ich an den Metz 45 CT 1 und an einige Agfa- und Osram-Blitze. Meine Kamera hatte dann gar nicht erst ausgelöst. Glücklicherweise ist nichts kaputt gegangen. Es gibt extra Adapter – Stichwort: „Wein Safe Sync“.

Einen alten Blitz mit hoher Zündspannung (eigentlich ist hier „Trigger- bzw. Auslösespannung“ die korrekte Bezeichnung) kann man aber auch entweder entfesselt mit einem Funkauslöser auslösen. Oder man nutzt den Fernauslöser „Yongnuo RF-603„: Der RF-603 dient als Zwischenstück, als Puffer sozusagen, wird auf die Kamera gesteckt und dient nun zunächst als Funksender. Doch lässt sich hier noch ein Blitz huckepack nehmen und eben jener kann durchaus eine hohe Spannung haben: Der Kamera macht dies offenbar* nichts und der Funkauslöser scheint dies auch zu vertragen. Doch hier möchte ich keine Gewähr übernehmen! Schlimmstenfalls geht der 30€ billige Funksender kaputt, nicht aber die teure Kamera.

Fotos nach Rezept 2: Der Einstieg in die Blitzfotografie. Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Band 2. Fotos mit externem Blitz (humboldt - Freizeit & Hobby)
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von Humboldt

Einstieg in die Blitzfotografie: Dieses Buch ist genau richtig für Anfänger, die spielerisch die Taschensonne (das Blitzgerät) kennen lernen möchten und hierzu keine trockenen Schulbücher lesen wollen: Der bekannte Youtuber Benjamin Jaworskyj gibt hier seine Rezepte preis.

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* Da ich den 603er Funkauslöser nicht mehr besitze sowie Blitzgeräte mit hohen Triggerspannungen, kann ich dies nicht mehr nachprüfen. Es könnte sein, dass hierbei das Signal bzw. die Spannung auch nur durchgeschleift wird.

Vertiefen Sie Ihr Wissen vom manuellen Blitz

Zuletzt möchte ich an dieser Stelle noch auf weitere, vertiefende Anleitungen – teilweise auch mit Bildbeispielen – von mir hinweisen, die ich in den letzten Monaten auf dem Blitzblog geschrieben habe. Jegliche Techniken praktiziere ich mit dem manuellen Blitz.

Schauen Sie doch mal rein! Ich habe mittlerweile so manchen interessanten Artikel über den Umgang mit manuellen (und entfesselten) Blitzgeräten geschrieben.

Artikeldatum: 3.11.2013 / letzte Änderung: 3.11.2019

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

Tom | am 6. August 2019

Hallo Emanuel, der Porst-Blitz ist einer der „umgelabelten“ Versionen des Regula-Variant (Version mit nur einem Reflektor), allerdings ausgerechnet die Version ohne manuelle Feineinstellung. Manuell auslösen geht hier vermutlich nur bei voller Leistung.

Viele Grüße zurück!

Emanuel | am 5. August 2019

Hallo,

ein weiteres wohl recht gutes Blitzgerät ist der PORST TM 40C den es für 10 bis 35 Euro gebraucht gibt.
Ich mache mich gerade erst damit vertraut und bin auf der verzweifelten Suche nach einem Manual dafür dann hier gelandet und versuche nun deine Anleitung zum manuellen Blitzen auf den PORST anzuwenden. Funktionieren ja in etwa alle gleich die Blitzgeräte.

Gute Seite. Danke.

Grüße!

Tom | am 17. Juni 2019

Vielen Dank für die Ergänzung!

Rainer Jürgensen | am 17. Juni 2019

den letzten Post löschen, hatte ich schon 2018 gepostet.

Rainer Jürgensen | am 17. Juni 2019

Folgende 3 Geräte sind baugleich
Braun Ultrablitz 38 Logic
Bosch Ultrablitz 38 Logic
Bauer Ultrablitz 38 Logic
jeweils 1/1 – 1/2 – 1/4

Sunpak auto 30DX
Sunpak auto 30SR (oh – ne Systenfuß)/
jeweils 1/1 – 1/2 – 1/4 – 1/8 – 1/16

Tom | am 12. Januar 2019

Hallo David, besten Dank für die vielen Hinweise zur Bereicherung!

David | am 11. Januar 2019

@Jörg, @Tom: Cullmann CX35 Zoom habe ich hier. Modus sind M, M/4, W (würde ich mal auf M/25 anhand des Blendenrechners schätzen) und 4 Automatiken (bei ISO100 Blendenzahlen 4, 5.6, 8, 11). Der Zoomkopf läuft von 24mm bis 100mm (Rasten bei 24, 35, 50, 70, 100) und ist rein manuell einzustellen (durch Ausziehen verlängerbar). Die Leitzahlen sind zwar geringer als beim Regula, der externe Zoomkopf des Regula kostet aber etwas mehr Leitzahl. Und man muß ihn erst einmal haben, wie auch die Weitwinkelvorsätze. Der Weitwinkelvorsatz des Regula hat Streuscheiben für 28mm und 24mm, der Zoomvorsatz geht von 70mm bis 200mm (bei 200mm holt man natürlich mehr Licht raus als bei den 100mm des Cullmann).

Die Leitzahl von 35 (und der Blendenrechner für manuellen Modus) scheinen für f=50mm zu gelten (unter der plausiblen Annahme, daß die Maximalweiten des Automatikmodus der Volleistung im manuellen Modus entsprechen), was zumindest etwas anständiger ist als die typischerweise für Zoomblitze gemachten Angaben (bei denen für die Leitzahl meist der Maximalzoom zugrundegelegt wird).

Drehwinkel sind ±90 Grad, Kippwinkel mit Rasten bei -10° (nur ungedreht), 0°, 60°, 75°, 90°. Die -10°-Stellung für den Nahbereich hat gegenüber dem Kamerablitz den Vorteil, Schattenwurf durch Linse und Vorsatzlinsen besser vermeiden zu können.

Für Bildkompositionen ist der Regula mit Aufsätzen sicher flexibler (tatsächlich verwende ich häufiger mal den Bounce-Aufsatz bei Nahbereichsszenen im Weitwinkel). Im Verhältnis zum Packmaß wirft der Cullmann aber doch einiges in die Waagschale: die Ergebnisse unter Maximalleistung und -Zoom unterscheiden sich deutlich vom Regula, aber es liegen immer noch Welten zwischen diesen beiden und dem eingebauten Kamerablitz.

Mit einem SCA311-Fuß hatte ich auch nur 2.5V Triggerspannung und die Spannung scheint auch nur bei Blitzbereitschaft da zu sein: zumindest kann meine Panasonic-Kamera (wofür der Blitzfuß eigentlich der falsche sein sollte) die Blitzbereitschaft erkennen, was beim Regula in keiner Stellung funktioniert.

David | am 11. Januar 2019

@Aaron: „Kleine Korrektur: Der Schiebeschalter für die Iso-Einstellung am Regula hat tatsächlich niemals eine direkte Änderung der Leistung zur Folge. Er ist im innern mechanisch nicht verbunden.“

Kann ich so nicht bestätigen, da ich das Gerät mehrfach offen hatte. Es ist nun zwar zunächst erst einmal vollkommen uneinsichtig, wofür die angeschlossene Elektrik an diesem Schieber gut sein soll, es ist aber so, daß im Canon-Modus die Kamera im Automatikmodus über den Blitzfuß der Kamera die gewünschte Blende mitteilt. Diese ergibt sich aus der Kombination des gewählten Automatikmodus und der ISO-Einstellung. Für das Blitzgerät selbst macht die Stellung des ISO-Schalters wohl keinen Unterschied.

David | am 11. Januar 2019

Computerautomatik und TTL machen ja nur dann Sinn, wenn der Blitz die primäre Lichtquelle ist. TTL hat dabei gegenüber der Computerautomatik den zusätzlichen Vorteil, daß der gemessene Bildausschnitt dann auch mit dem tatsächlichen Foto übereinstimmt und einem nicht eine weiße Wand neben dem eigentlichen Bild den Blitz abregelt oder ein dunkles Element in der Bildmitte für Übersteuerung sorgt.

Ist der Blitz nur Teil der Bildkomposition, wie beim Aufheller oder Schattenformer oder zur Kolorierung oder für eingefrorene Bewegungsphasen in einer längeren Belichtung, ist die Helligkeitsmessung der Automatik ungeeignet zur Festlegung der Blitzstärke.

Tom | am 12. Dezember 2018

Hallo und vielen Dank für den Tipp mit dem manuellen Minolta-Blitz! Ich habe ihn gleich in meine Liste mit aufgenommen. In der Tat ist es bei älteren Geräten auch selten, dass sie sogar einen Zoomkopf besitzen. Ich selbst möchte auf dessen Vorteile nicht mehr verzichten.

Aaron | am 12. Dezember 2018

Ein riesen Lob an dich für deine tollen Seiten und vielen Dank für das teilen deines Wissens : )

Weiterer manuell einstellbarer Blitz:

Minolta 4000 AF

Dieser hat auch einen eingebauten Zoom-Reflektor.

LG Aaron

Aaron | am 12. Dezember 2018

Kleine Korrektur: Der Schiebeschalter für die Iso-Einstellung am Regula hat tatsächlich niemals eine direkte Änderung der Leistung zur Folge. Er ist im innern mechanisch nicht verbunden.

Auch im Computermodus liest man hier lediglich die richtige Stellung des unteren Schiebereglers ab.

LG Aaron

Tom | am 16. April 2018

Hallo Rainer, vielen Dank für die Ergänzung! Zwar gibt es mittlerweile günstige Neugeräte mit manueller Steuerung (z. B. die erwähnten YonGnuo). Noch viel günstiger sind natürlich (insbesondere für den Anfang) einige der eher unpopulären manuellen alten Blitze. Ich denke, so etwas bekommt man dann schon für unter 10 Euro und sie machen am Ende das gleiche Licht wie die modernen.

RAINER | am 15. April 2018

Moin Moin,
ich kann noch 3 Geräte mit man. Leistungssteuerung nennen:

1. Braun Ultrablitz 38 Logic (SCA-Systemblitz und Standardfuß)
Leitzahl 38 bei 50mm, Zoom 28-50-100, Leistungsstufen 1/1-1/2-1/4

2. Sunpack auto 30DX (Sunpack Adaptersystem und Standardfuß)
Leitzahl 30 bei 50mm, kein Zoom, Leistungsstufen: 1/1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/16

3. Ricoh XR Speedlite 300P (TTL-Blitz für analoge Ricoh-Kameras und Standardfuß)
Leitzahl 30 bei 50mm, kein Zoom, WW-Streuscheibe 28mm, Manuell 1/1, 1/4 (Stellung M, Low und High)

Tom | am 4. Mai 2015

Hallo! Ich besitze den 603er nicht mehr, da ich wieder auf die RF-602er Funkauslöser umgestiegen bin. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich die Geschichte mit der Zündspannung / Triggerspannung damals tatsächlich in der Praxis ausprobiert hatte. Mist. Ich habe die entsprechende Textstelle etwas abgeändert. Danke für den Hinweis.

Kai | am 4. Mai 2015

Hallo,
ich habe eine Frage zu folgendem Absatz:

„Oder man nutzt den Fernauslöser “Yongnuo RF-603“: Der RF-603 dient als Zwischenstück, als Puffer sozusagen, wird auf die Kamera gesteckt und dient nun zunächst als Funksender. Doch lässt sich hier noch ein Blitz huckepack nehmen und eben jener kann durchaus eine hohe Spannung haben: Der Kamera macht dies offenbar nichts und der Funkauslöser scheint dies auch zu vertragen. Doch hier möchte ich keine Gewähr übernehmen! Schlimmstenfalls geh der 30€ billige Funksender kaputt, nicht aber die teure Kamera.“

In Foren habe ich genau gegenteiliges gehört, nämlich dass der RF 603 die Kontakte nur durchschleifen würde und somit die Triggerspannung an der Kamera anliegen würde….

Was stimmt denn nun? Kann da einer aufklären?

Danke und Gruß
Kai

Tom | am 8. Februar 2015

Danke 🙂 Den 35er Cullman-Blitz kenne ich sogar aus den Abbildungen aus einem meiner Blitzbücher. Ein guter Hinweis.

Jörg | am 8. Februar 2015

Moin, an „Hardware“ bieten sich noch an: Cullmann CX 35 und DC 42. Die Leistung ist reduzierbar auf M1/4 und W. Einen Zoom-Reflektor haben die Teile auch.

Tom | am 5. Februar 2015

Hallo! Da kann ich wohl helfen: Grund für die Abschattung ist der sogenannte Verschluss der Kamera (also die Belichtungsmechanik): Hier müssen mehrere Verschlussvorhänge für einen ganz bestimmten Moment komplett geöffnet sein. Dies nennt man „Blitzsynchronzeit“. In genau diesem Moment wird dann der Blitz gezündet.
Wird der Blitz aber gezündet, wenn sich die Kamera noch in einem anderen (schnelleren) Verschlusszeit-Modus befindet, ist der Verschluss noch nicht ganz geöffnet, wenn es blitzt. So bilden sich auf dem Foto entsprechende Schatten ab.
Soweit ich weiß, kann die Canon nur bis maximal 1/125 Sekunde den Blitz synchronisieren. Die Verschlusszeit darf beim Blitzen also nicht überschritten werden. Ich wette, du hast an der Kamera manuell eine Zeit schneller als die 1/125 Sekunde eingestellt (z. B. 1/500). Versuche es mit einer längeren Zeit.

Ingrid | am 5. Februar 2015

Hallo ich habe eine Frage: Ich habe mehrere Fotos mit Blitz aufgenommen (Canon Speedlight) mit der Canon 5D Mark II. Jetzt ist es aber so, dass auf den Bildern immer nur die obere Hälfte hell ist. Der Rest ist schwarz. Ohne Blitz ist alles hell. Ist hier etwas kaputt?


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