ein Blog rund um Blitzgeräte und Kunstlicht mit vielen Tipps und Anleitungen

Analoge Kamera plus Blitz – So mache ich es

Nach wie vor fotografiere ich noch mit analogen Kameras. Seit sich seit der letzten Jahrtausendwende die digitale Fotografie klar behauptet hat, hat parallel dazu auch der Gebrauch von Kunstlicht bzw. von Blitzgeräten klar zugenommen. Doch natürlich lassen sich auch mit analogen Kameras Blitzgeräte verwenden. Hier erkläre ich, wie ich’s mache.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Besser richtig blitzen: 10 Tipps für gute Bilder mit dem Blitzgerät
analoges Blitzen

Meine analoge Kamera: eine Pentacon Six vor einem Blitzschirm.

Eine digitale Kamera besitzt einen klaren Vorteil: Man sieht auf dem Display sofort, ob das Foto etwas geworden ist. Dies ist insbesondere bei der Verwendung von Blitzgeräten ein äußerst kostbarer Vorteil: Denn das extrem kurze Lichtsignal eines Blitzes lässt sich mit dem eigenen Auge nicht einschätzen (im Gegensatz zu „Dauerlicht“). Hierzu ist ein Hilfsmittel nötig, welches zum einen das Bild in einem Sekundenbruchteil aufzeichnet und welches dieses zum anderen schnell zur Kontrolle wieder anzeigen kann – Eine Digitalkamera kann so etwas freilich.
Zu analogen Zeiten behalfen sich Profis hierzu mit sogenannten „Polaroid Backs“. Damit sind Rückteile gemeint, welche an analoge Profikameras zunächst anstelle des Filmrückteils angeklinkt werden konnten. Kameras, welche so etwas unterstützten waren zunächst Großformatkameras sowie die Hasselblad-Würfel und die Mamiya-RB 67 Mittelformatkamera. Gewiss gibt es auch noch andere Fotoapparate, bei denen dies möglich ist. In den Studios wurden auch immer Blitzlampen mit einem sogenannten Einstelllicht verwendet: Mittels einem Dauerlicht konnten Schatten und das Gleichgewicht zwischen mehreren Leuchten gut beurteilt werden. Doch ich möchte nicht mit solch schweren Studiolampen arbeiten. Ich möchte mit den kleinen Kompaktblitzgeräten ein ebenso interessantes Licht erzeugen.

Schaut man sich jedoch beispielsweise die Beiträge in manchen „Analog Foren“ an, so ist festzustellen, dass hier der Einsatz von Blitzgeräten nahezu ein Nischendasein fristet. Warum dies so ist, liegt auf der Hand: Bei analogen Kameras fehlt einfach die Kontrolle über das Blitzlicht. Und: Man möchte freilich auch nicht teuren Film verschwenden, denn ein Kleinbildfilm birgt ja nur maximal 36 Aufnahmen (man bekommt aber auch noch einige Bilder mehr drauf, nur so am Rande).

Mein Blitz-Vorschau-Gerät

Ich hingegen benutze auch in der analogen Fotografie Blitzgeräte! Hierzu bediene ich mich eines kleinen digitalen Hilfsmittels. Doch schauen Sie dich doch zunächst einmal ein Beispielbild an:

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Sie wollten schon immer einmal Portraitfotografie mit Kunstlicht machen, scheuten sich aber vor dem Blitz? Mit diesem günstigen Softbox-Set mit starker Glühlampe (Dauerlicht) haben Sie die Lichtcharakteristik stets im Blick und können sogar die interne Kameraautomatik nutzen. Zum Preis eines Restaurantbesuches bei Amazon.

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Blitz mit analoger Kamera

Bei diesem Portrait hatte ich die Möglichkeit, mit meiner analogen Kamera in einem Fotostudio zu arbeiten. Ich hatte also diese Schöne vier Meter hohe Hohlkehle mit dunklem Karton im Hintergrund zur Verfügung.

eine analoge Kamera

Meine „Voigtländer Avus“ mit meinem RF-602-Funkauslöser.

Das Bild hatte ich mit einer ca. 90 Jahren alten Laufbodenkamera fotografiert (siehe rechts). Als Film diente mir ein klassischer S/W-Film, den ich selbst entwickele (das ist im Übrigen recht einfach). Als Beleuchtung diente mir links eine Softbox als Führungslicht. Eine zweite, schwächere Softbox stand rechterhand zum Aufhellen. Der Hintergrund wurde mit hartem Streiflicht aus einem Blitz ohne Softbox angeblitzt. Und dann gibt es freilich noch eine vierte Leuchtquelle: Das Lämplein auf dem Tisch! Damit deren schwaches Licht nicht einfach weggeblitzt wurde, musste ich mit einer recht langen Verschlusszeit fotografieren. Lesen Sie hierzu evtl. auch meinen Beitrag: Die Rolle der Belichtungszeit beim Blitzen.
Ich sage Ihnen was: Wenn Sie mal einen echten, gut gemachten kartonstarken Barytabzug, einen Handabzug / ein Unikat wie mein Foto oben, in den Händen halten, werden Sie staunen, was analog so alles kann, ganz zu schweigen von der Auflösung. Denn diese ist im Mittelformat mindestens genau so hoch wie bei einer digitalen Vollformatkamera.  Allein: So ohne weiteres und aus der Hüfte lässt sich eine gute analoge Fotografie nicht anfertigen. Es ist ein Handwerk.

Ich möchte nun an dieser Stelle aber mal zum Kern kommen und nicht so sehr abschweifen: Wie gesagt, kann man das Blitzlicht schlecht einschätzen. Ich nutze daher zunächst eine kleine Digitalkamera, ein Blitzvorschau-Gerät:

Canon Powershot

Ich hatte länger nach einem brauchbaren „Vorschaugerät“ für das analoge Blitzen gesucht. Fündig bin ich dann mit der Canon Powershot G3 geworden. Die Digitalkamera ist über 10 Jahre alt und geht bei Ebay immer so um die 35 € weg. Die Bildqualität ist zwar recht bescheiden (zumindest, wenn man höhere Auflösungen gewohnt ist). Die technische Ausstattung hingegen ist ideal!

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Denn die Powershot lässt sich komplett manuell bedienen (ISO, Blende, Verschlusszeit). Dabei geht dies sehr schnell, ohne dass man sich durch Menüs hangeln muss. Die Kompaktkamera besitzt ein Histogramm! Das bedeutet: Man benötigt nicht zwingend mehr einen externen (und teuren) Blitzbelichtungsmesser!* Da sich digitale Kompaktkameras nur sehr bedingt abblenden lassen (hier bis f/8), ist der zuschaltbare, interne Graufilter sehr sinnvoll. Er schluckt genau drei Blenden Licht. Das Zoomobjektiv deckt eine große Zahl an Brennweiten ab. Es lässt sich in der Bildansicht sehr schnell „scrollen“ bzw. gewisse Bereiche des Bildes durch Vergrößerung genau ansehen.
Ich suchte auch ganz bewusst nach einer digitalen Kompaktkamera, denn ich möchte nicht immer meine große DSLR (nebst Objektiv) mitschleppen, wenn ich mit der (noch größeren) analogen Kamera nebst dem ganzen anderen Zubehör mit meiner „Strobistenausstattung“ mobil sein möchte.

*Sollten Sie ebenfalls analog blitzen und sich für die Powershot als Kontrollinstrument entscheiden, dann achten Sie bitte darauf, dass die Kalibrierung der ISO-Einstellung etwas daneben liegt: 50 ISO entsprechen 100, 200 entsprechend 400 usw. Wenn ich also einen 100 ISO Film in der analogen Kamera geladen habe, muss ich die Powershot auf 50 ISO stellen, um ein korrektes Messergebnis im Histogramm angezeigt zu bekommen. Nur als Hinweis am Rande.

Ich nutze die Powershot zunächst immer als Kontrollinstrument über meinen Lichtaufbau und auch als Ersatz für einen Blitzbelichtungsmesser. Stimmt alles, stöpsele ich den Funkauslöser an die richtige Kamera 🙂 an und ich weiß, dass ich nun auch mit der analogen Kamera volle Kontrolle über mein Blitzlicht habe.

Blitzadapter

Viele Mittelformatkameras und nahezu alle Großformatkameras besitzen keinen Blitzschuh, also den Zubehörschuh mit integriertem („heißen“) Kontakt zur Ansteuerung eines Blitzgerätes oder eines Funkauslösers. Solche Kameras besitzen dann zumeist eine PC-Sync-Buchse:

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Blitzadapter an Kamera

Auf diesem Bild ist meine analoge Pentacon Six Mittelformatkamera zu sehen. Ferner sehen Sie einen Blitzadapter: Ein Kabel mit PC-Sync-Stecker („Nippel“) steckt in der entsprechenden Buchse der Kamera. Am anderen Ende des Kabels befindet sich ein Blitzschuh mit Mittenkontakt.

eine analoge Kamera

Lesen Sie auch in diesem Artikel, wie Sie mit Hilfe einer Digitalkamera die Blitzsynchronzeiten der analogen Kamera testen können.

Auf diesen Schuh schiebe ich dann den Sender meines Yongnuo RF602-Funkauslöser-Sets (links im Bild). Denn leider besitzt dieser Funksender selbst keine PC-Sync-Buchse und kann daher nur über den Hotshoe bzw. mittels einem Blitzschuh (wie er ansonsten auf jeder Kamera sitzt) angesteuert werden. Durch den Adapter umgehe ich das Problem. Falls Sie sich wundern: Ich pflege solche dünnen Kabel immer mit starkem Klebeband zu umkleben, als Knickschutz. Ich habe auch sehr günstige Funkauslöser: Die Sender dieser Auslöser besitzen paradoxerweise eine Buchse. Sie lassen sich mit einem Kabel PC-Sync auf Klinke ganz einfach an die analoge Kamera anstöpseln.

Die meisten analogen Kleinbildkameras besitzen natürlich alle den Blitzschuh obenauf. Hier bedarf es keinen Adapter:

SCA 300 Blitzadapter

Meine analoge Nikon FE2 mit meinem kräftigen Metz Stabblitz. Der Blitz wird hier ganz normal über den Blitzschuh angesteuert – mit dem SCA-300-Adapter ist hier sogar eine TTL-Blitzautomatik möglich. Ein Blitzfunkauslöser ließe sich auch, wie vorgesehen, direkt an der Kamera in den Blitzschuh schieben.

Noch eine Fotografie mit analoger Kamera + Blitz

Blitz und analoge Fotografie

Auch hier nutzte ich zunächst die kleine Canon Digi-Knipse, um mir ein Bild von der Auswirkung des Blitzlichtes zu machen. Jenes kommt übrigens von links und ich schickte es durch einen großen Diffusor, um es weicher zu machen. Hernach stöpselte ich den Funkauslöser an meine Pentacon Six Mittelformatkamera, löste aus und das Foto war im Kasten.

Wenn Sie etwas mehr zu dieser Aufnahme erfahren möchten, lesen Sie meinen Beitrag: Junger Mann in eigener Videothek in der Bildvorstellung.

Manuelles Blitzen

Natürlich kann man auch ganz ohne zusätzliche technische Hilfsmittel mit dem Blitz ein korrekt belichtetes Bild erhalten. Hierzu muss man zunächst die sogenannte Leitzahl des Blitzgerätes wissen. Danach kann man sich die an der (analogen / digitalen) Kamera richtig einzustellende Blende leicht ausrechnen. Hierzu gibt es einige praktische Formeln zum manuellen Blitzen.

Allein: Diese Technik des manuellen Blitzen funktioniert nur beim direkten Blitzen (der Blitzreflektor zeigt genau zum Motiv). Beim indirekten Blitzen über Wände kann man das Licht nicht mehr präzise berechnen. Meine Erfahrung: In einem mittelgroßen Raum mit weißen Wänden muss man ca. 2-3 Blenden von der Rechnung für das direkte Blitzen abziehen.

Blitzt man (so wie ich) durch einen Diffusor hindurch, muss man einfach ca. 2 Blenden abziehen. Damit kann man dann schon recht gut die nötige Lichtmenge bzw. die nötigen Einstellungen ausrechnen.

Mit einem Blitzbelichtungsmesser oder mit dem Vorschaugerät wird die Sache natürlich deutlich präziser und einfacher.

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Eine wunderbare Alternative zu selbst angelegten Leitzahltabellen bietet die App „Manual Flash Calculator“. Ich habe in diesem Beitrag sehr ausführlich über dieses Handyprogramm berichtet.

Der Gebrauch von Blitzgeräten hat sehr zugenommen

Anleitung kreatives Blitzen

Eine alte Anleitung zum kreativen Blitzen. Heute gibt es eine Vielzahl an Themen zu diesem Gebiet, unter anderem natürlich mein BlitzBlog.

Ich möchte abschließend noch einmal auf das anfangs schon angeschnittene Thema zurückkommen. Blättere ich im Foto-Brenner-Katalog, so fällt mir gleich das große Kapitel rund um das Thema Blitzlicht auf. Ach, was es da mittlerweile alles zu kaufen gibt! Die Fotoindustrie ist längst auf den Zug aufgesprungen und produziert hier fleißig sehr nützliches wie auch eher unnützes Zubehör. Zu nennen sei hier z. B. Yongnuo. Von dieser Firma besitze ich mehrere Blitzgeräte und Funkauslöser. Allesamt werden diese feinen Geräte zu einem sehr günstigen Preis angeboten. Ich denke, vor einigen Jahren war dies noch längst nicht so populär wie heute.
Vielleicht haben Sie schon einmal etwas vom sogenannten Strobisten gehört.

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Dies ist ein sehr günstiger Einsteigerblitz für alle Kameras mit Standard-Hotshoe. Warum so günstig? Weil er keine TTL-Automatik beherrscht. Stattdessen regeln Sie die Lichtmenge manuell wie bei einem Studioblitz (und haben somit die volle Kontrolle über das Licht). Insbesondere für das Entfesseln ergibt dies Sinn.

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Der Andoer 960 ist ein sehr günstiges manuelles Blitzgerät kompatibel zu allen Kameras mit Standard-Hotshoe. Wie bei einem Studiolicht variieren Sie hier die Lichtleistung selbst. Es besitzt eine interne Slave-Zelle sowie einen Zoomkopf.

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Starker, manueller Blitz: Der Yongnuo YN-560 Mark IV ist ein moderner Blitz höherer Leistung (Leitzahl 56 bei ISO 100 / Zoom 105 mm), frei (und sehr fein) regelbarem manuellen Modus im Bereich von 8 Blendenstufen, Zoom-Kopf und bereits integriertem Funkempfänger und -Sender sowie Slave-Zelle zum gewohnt günstigen Preis auf Amazon.

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Gemeint ist der amerikanische Fotograf David Hobby (englische Seite). Jener gilt sozusagen als Koryphäe im Bereich Blitzfotografie und der Begriff „Strobist“ hat sich als Synonym für den Umgang mit einfachsten Aufsteckblitzen eingebürgert, wenn es darum geht, diese gleichfalls so sinn- und effektvoll einzusetzen, wie man es auch mit den großen Studioblitzanlagen tut.

Bücher zum Thema Blitzen

Schauen Sie auch mal in meine Buchvorstellung. Viele der dort vorgestellten Bücher zum Thema Blitzen stammen noch aus „analogen“ Zeiten.

Natürlich hat dieser neue Umgang mit dem Blitzgerät etwas mit der schnellen Verfügbarkeit des Bildes auf dem Kameradisplay zu tun bzw. mit der so erst möglichen Kontrolle und der damit verbundenen Experimentierfreudigkeit. Bereits vor über 20 Jahren war das Blitzen über TTL keine Randerscheinung in der analogen Fotografie. Davor besaßen viele Blitzgeräte eine sogenannte Computerautomatik. Doch bei beiden Systemen geht es immer nur darum, eine einzige Lichtquelle treffsicher in der Intensität abzustimmen. Beim entfesselten Blitzen oder gar beim Gebrauch mehrerer Blitzgeräte zusammen, scheitern beide Systeme oftmals. Hier muss manuell geblitzt werden. Dass man aber auch mit den guten alten analogen Kameras das Blitzlicht effektvoll einsetzen- bzw. (mit dem Hilfsmittel „Vorschaugerät“) beherrschen kann, habe ich ja nun (hoffentlich) demonstrieren können.

Kennen Sie / kennst Du noch andere ältere und günstige Digital-Kompaktkameras, die sich völlig manuell bedienen lassen und die man mittels einem Histogramm gut als „Vorschaugerät“ für das Lichtsetting nutzen kann?

Artikeldatum: 22.02.2015 / letzte Änderung: 30.11.2019

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

Tom | am 17. März 2019

Hi Torsten, die Frage kam schon einmal etwas weiter unten. Du benötigst einen Adapter Synckabel auf Hotshoe, um moderne Funkauslöser auch an Kameras ohne Hotshoe betreiben zu können. Ich habe da einen alten von Ebay. Doch es gibt sie auch neu (recht teuer).

Torsten | am 17. März 2019

Hallo Tom.

Erst einmal ein Dankeschön für Deine informativen Beiträge über das analoge fotografieren und Blitzen.

Ich habe mir eine Pentacon six tl zugelegt. 😁 Ich hätte ein paar Fragen zu den Erfahrungen mit dieser Kamera.

Z.b. schreibst Du in diesem Beitrag das Du ein Funkauslöser set von yongnuo verwendest. Kannst Du mir sagen wie Du diesen adapter analog / Funk zusammengebastelt hast oder wo man diesen bekommt.

Gerne per Mail torstenbaustian@web.de oder kontakt über FB Torsten Baustian Moers.

Lieben Dank

Torsten

Tom | am 25. Dezember 2018

Hallo, das müsste durchaus möglich sein, denn die Praktica hat ja den ganz normalen Blitzschuh mit Mittelkontakt. Hier kann dann der RF603-Auslöser aufgeschoben werden (egal ob „N“ oder „C“). Wichtig aber: Es muss die zweite Generation des RF603 sein („Mark II“). Denn bei den ersten konnte man sie noch nicht mittels haptischem Schalter zwischen Empfänger und Sender umschalten. Nun schaltet man einfach auf „TX“, setzt ihn auf die Kamera mit Mittenkontaktblitzschuh und das Teil sendet einen Blitzimpuls an alle kompatiblen Geräte.

Viele Grüße zurück und festliche Zeit zum Ausprobieren und Experimentieren.

Alexander | am 24. Dezember 2018

Hallo,
Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich werde allerdings nicht schlau ob ich das oben genannte Yongnuo RF603 System an meiner Praktica MTL5 nutzen kann?
Vielen Dank und frohe Weihnachten! 🙂

Jons Dettmer | am 3. März 2018

Der „Hasselblad-Würfel“ ist keine Großformatkamera sondern ebenfalls eine Mittelformatkamera

Tom | am 27. Juli 2017

Hallo Volker, bei Kameras wie die Pentacon Six, die zur Synchronisation keinen Blitzschuh besitzen sondern lediglich die traditionelle Blitzbuchse, benötigt man einen Adapter wie diesen: Der Stecker wird in die Kamera gestöpselt und am anderen Ende befindet sich ein Schuh. In diesen kann man natürlich auch statt einem Blitzgerät einen Funksender anschließen. Mein Yongnuo RF602-Sender ist ganz klein und stört nicht. Bei größeren Sendern (wie beim YN622) muss man sich überlegen, wie man ihn an der Kamera befestigt. Da der YN622N ein reines TTL-System ist, weiß ich nicht genau, ob es auch über den einfachen Mittenkontakt ausgelöst werden kann, müsste es aber eigentlich.

Ich blitze mit der Pentacon Six (jetzt bei mir Kiev 60) immer vom Stativ und lasse den kleinen Yongnuo RF602-Sender am Kabel „bammeln“. Bei dem YN622-Transceiver bzw. dem YN622TX wird dies nicht gehen (zu groß, zu schwer). Da müsste man sich eine Halterung überlegen (Klar: die klassische Blitzschiene bzw. ein Winkel, der an Kamera und [Adapter-] Schuh geschraubt werden kann). Grundsätzlich sollte die Synchronisation mit dem einfachen Adapter darunter funktionieren. Auch ein modernes Blitzgerät müsste angesteuert werden können (aber klar nur im manuellen Modus bzw. mit händischer Leistungsregelung).

Viele Grüße zurück!

Volker | am 26. Juli 2017

Hallo Tom,

Danke erst mal für Deinen schönen und sehr informativen Blog. Ich habe mir auch eine Pentacon Six TL zugelegt und bin sehr angetan von dieser Kamera. Nur an das Blitzen habe ich mich noch nicht herangetraut, weil ich bislang nicht wusste wie das funktioniert. Du schreibst „Ein Kabel mit PC-Sync-Stecker („Nippel“) steckt in der entsprechenden Buchse der Kamera.“ Könntest Du bitte näher beschreiben, was das genau für ein Kabel ist und wo man das herbekommt? Ich habe für meine Nikon DSLR ein Funkauslöserset Yongnuo YN-622N mit Steuergerät Yongnuo yn-622 N-tx. Würde man damit auch an der Pentacon Six TL blitzen können und könnte man ein modernes Blitzgerät (z.Bsp. Nikon SB700) verwenden?

Vorab vielen Dank für Deine Bemühungen und herzlichen Gruß
Volker

Tom | am 5. Dezember 2016

Hallo Rainer, danke für den Kommentar! Hier kommt meine (verspätete) Antwort:
Ich finde leider auch keine Anleitung im Netz. Die Powershot ist wohl schon zu alt. Sie besitzt eine maximale Blende von 8, was freilich oft zu wenig ist (man möchte beim Blitzen mehr abblenden). Aber da gibt es ja den internen Graufilter, der ca. drei Blenden Licht reduziert, also kann man dann auch auf „11“ „16“ und „22“ ablenden. Diese „Blendenverlängerung“ findet man im Menü. Ich habe meine Kamera gerade verliehen, leider kann ich nicht genau nachschauen wo der Punkt ist.
Den Fokus manuell stellt man aber mit der Taste „MF“ und dem Drehrad ein. Wenn man beim Drehrad auf den Druckknopf drückt, kann man zwischen allen Einstellungen im manuellen Modus „durchschalten“ bzw. diese ändern.

LEDs: Die sind schon interessant! Bisher hatte ich so einen Strahler aber noch nicht in Betrieb. Sicherlich wäre ein schwacher (günstiger) für ein Einstellicht zu gebrauchen. Ich mache nicht viele Studioporträts, da ist mir das Einstelllicht nicht soo wichtig.

Grüße!

rainer bröckelmann | am 4. Dezember 2016

Moin-Moin!

Zuallererst chapeau, was deine umfangreichen Bemühungen betrifft.
…meint ein Fotograf (i.R), der vor 50 Jahren mit fetten Blitzen und Großformat analog lernte und auf Sachaufnahmen spezialisiert war.
Der Nachteil, dass ich von digitaler Fotografie 0 Ahnung hatte und auch heute noch ein Defizit habe.
So nahm ich deine Empfehlung für die Powershot G3 gerne an. Allein mir fehlt das deutsche Handbuch. Gibt bzw. gab es das überhaupt (DVD, PDF)?
Wo finde ich z.B. im manuellem Betrieb die Veränderung der Blende oder die manuelle Einstellung der Entfernung?
Zur Beurteilung des Blitz-Lichtes im „Studio“ ist ein Einstell-Licht eigentlich ein Muss.
Da sollte mit LED`s doch etweas Brauchbares möglich sein, oder?

Etwas o.t.: Die Praktisix war 1965 meine erste bessere Kamera. Die DDR-Biometare (Planare) und Sonnare sind auch heute noch top. Ich benutze sie noch gerne mit dem Tilt-Adapter von ARSAT an KB.

Liebe Grüße,
Rainer

Tom | am 14. Oktober 2016

Hallo Miriam, danke für dein Lob!
Ja, ich entwickele die S/W-Filme ale selbst. Das geht recht einfach im Badezimmer. Ich habe mich über die Jahre auf dem Gebiet sehr „eingefuchst“ und fertige zusätzlich richtige Handabzüge an, in der eigenen kleinen Dunkelkammer. Diese Fotografien scanne ich dann mit einem normalen Scanner ein.
Man kann auch die Negative direkt einscannen, hierzu benötigt man dann aber einen speziellen Scanner. Wenn Du Anfängerin in der Analogen Fotografie bist, schau doch mal auf mein neues Projekt: Analoge-Fotografie.net.
Dort wird auch auf das Thema Scannen und selbst entwickeln eingegangen.

Miriam | am 13. Oktober 2016

Hallo, erstmal eine tolle Seite mit viel KNowHow!
Ich bin totaler Anfänger und ehrlich gesagt kann ich garnicht nachvollziehen, wie man Fotos aus Analogkameras so schön auf den PC bekommt wie auf deinem Foto! Entwickelst du die Bilder und scannst sie danach nur ein?

Liebe Grüße
Miriam

Hera Vulgaris | am 24. August 2016

Hey, ich bräuchte mal Hilfe, da mein Aufsteck Blitz mit meiner Kamera nicht funktioniert. Google half bislang nicht weiter. Vielleicht hast du ja kurz Zeit, mir mal ne Mail zu schicken, dann schilder ich dir das Problem. LG

Tom | am 4. Oktober 2015

Peter, der Cropfaktor spielt da gar keine Rolle. Die jeweilige Blende ist letztendlich die selbe (bzw. beinhaltet ja je nach System bereits deine Überlegung). Sieh, bei einem Blitzbelichtungsmesser kann man ja auch nicht das Aufnahmeformat definieren. Dort ist die ermittelte Blende für alle System gültig.
Ich stelle mein Zoomobjektiv einfach ungefähr auf den selben Bildausschnitt, den ich im Sucher meiner Mittelformatkamera sehe, fertig. Nur die ISO und die Blende müssen übereinstimmen (ggf. die Belichtungszeit, wenn man das Umgebungslicht mit einbeziehen- bzw. auf dem Display beurteilen möchte).

Danke für den Tipp mit der Lumix! Das scheint ja auch ein kompaktes, nunmehr gebraucht günstiges Kameralein zu sein.

Anonymous | am 4. Oktober 2015

Hallo Tom,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Muß denn nicht auch der Crop-Faktor berechnet werden wenn du die „richtigen Werte“ (gemäß Histogramm) deiner digitalen Kamera auf die analoge Mittelformat 6×6 Kamera überträgst? Stichwort „KB-Äquivalent“?

Zum Beispiel ist das KB-Äquivalent meiner digitalen für 50 mm
10,6 mm (5,1 mm entspricht 24 mm KB gemäß Gebrauchsanweisung).
Die 50 mm KB entsprechen wiederum 80 mm Mittelformat-Äquivalent.
Auf die Blende übertragen bedeutet das:
Blende 2 Kleinbild entspricht demnach etwa 3,5 dem Mittelformat..
Denke ich zu kompliziert?

Übrigens: Ich nutze die Panasonic LUMIX DMC-LX3. Die kann man auch komplett manuell bedienen. Der Gebrauchtmarkt für die Canon Powershot G3 scheint nach deinem Artikel wie leergefegt zu sein… 😉
Viele Grüße, Peter

Tom | am 4. Oktober 2015

Hi Peter, danke für das Lob. Blende „5“ ist ein Zwischenwert, der nicht auf der traditionellen Blendenreihe vermerkt ist. Die wenigsten älteren Kameras werden diese Stellung am Objektiv besitzen. Da nimmst du einfach an der Analogen Blende 4, wenn du dir dies wegen der nun leicht geringeren Schärfentiefe kompositorisch leisten kannst. Du kannst dann aber genau so gut Blende 5,6 nehmen. Dann riskiert man minimal, dass einem ein Teil der „Schatten“ (dunkle Bildbereiche) beschnitten werden. Jedoch ist der Unterschied zwischen Blende 5 und Blende 5,6 eher marginal.
Ich selbst „gebe“ meinen Filmen immer möglichst viel Licht. Bei Negativfilm hat man weit weniger Sorge zu tragen, dass es zur Überbelichtung kommen kann, da dieser ja wie ein „Schwamm“ einen durchaus hohen Kontrastumfang, höher als bei Digitalkameras, besitzt (das gilt allerdings nicht für Diafilme).

Dein Problem mit der „krummen“ Blende ist mir auch noch nie begegnet: Ich arbeite immer im Manuellen Modus „M“ und messe dann immer mit den offiziellen Blendenwerten (2 / 2.8 / 4 / 5.6 / 8 / 11 usw.).

Anonymous | am 3. Oktober 2015

Hallo,
vielen Dank für den tollen Artikel. Eine Frage: Mir ist nicht klar, wie das synchronisieren der 6×6 Kamera mit der Digitalen Kamera erfolgt. Beispiel: Wenn mir das Histogramm Blende 5 (Blenendenautomatik) bei 125s ISO 100 anzeigt kann ich doch Blende 5 nicht bei der 6X6 Kamera 1:1 übernehmen. Hier habe ich einen Klemmer. Wie sind die beiden Kameras zu synchronisieren? Vielen Danke im Voraus. Gruß Peter aus Bremen


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